8 spektakuläre Bergtouren in Ostösterreich

8 spektakuläre Bergtouren in Ostösterreich

Tourentipps
•
2 Min.
•
23.09.2026

Foto: Alexander Papis

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Von wegen flach: Ostösterreich hat weit mehr zu bieten als gemütliche Wanderwege. Zwischen schroffen Graten, luftigen Klettersteigen und aussichtsreichen Gipfelanstiegen warten einige der eindrucksvollsten Bergtouren des Landes. Wir stellen acht alpine Abenteuer vor.

Inhalt

  1. 1. Über den Rauhen Kamm auf den Ötscher

  2. 2. Über den Novembergrat auf den Schneeberg

  3. 3. Über den Nandlgrat am Schneeberg

  4. 4. Haidsteig (C/D) in der Rax-Schneeberg-Gruppe

  5. 5. Wildes Gamseck auf die Rax

  6. 6. Auf den Grimming

  7. 7. Über den Josefinensteig auf das Hochtor

  8. 8. HTL-Wels-Klettersteig auf den Alberfeldkogel (C)

1. Über den Rauhen Kamm auf den Ötscher

Der Rauhe Kamm bildet den östlichen Grat des Ötschers (1.893 m). Er führt über ausgesetzte Felsbänder bergauf und erfordert dabei Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie Kletterkenntnisse bis zum ersten Schwierigkeitsgrad (UIAA). Wer den Grat zum Sonnenaufgang erlebt, weiß, warum Trainer, Trailrunner und Schneeberg-Kenner Gerald Demolsky sagt: „Wenn am Rauhen Kamm die Sonne aufgeht, geht mir das Herz auf.“
Wichtiger Hinweis: Aufgrund von Schadholzaufarbeitungen ist der Wanderweg Rauher Kamm zwischen 1. und 30. September 2026 gesperrt, inklusive des Steigs „Himmelsleiter“ und der Forststraße „Reitsteig“ zwischen Raneck und Bärenlacke.
  • Start: Lift-Talstation Großer Ötscher (Lackenhof)
  • Dauer: 5 h
  • Strecke: 17,4 km
  • Höhenmeter: 1.290 m im Aufstieg und Abstieg
  • Einkehren: Ötscherschutzhaus (1.418 m) an der Bergstation des Doppelsessellifts

Tipp: Wer die Tour auf den Rauhen Kamm im Rahmen einer Mehrtagestour absolvieren möchte, der kann die Haute Route Niederösterreich absolvieren. Die Weitwanderung führt in zwölf Etappen durch die wilde Natur Niederösterreichs.

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2. Über den Novembergrat auf den Schneeberg

Der Novembergrat zeigt eindrucksvoll, wie alpin Ostösterreich sein kann. Auf dem Weg zum Schneeberg (2.076 m), dem höchsten Berg Niederösterreichs, gilt es rund 1.200 Höhenmeter zu überwinden. Das Herzstück der Tour ist der felsige Grat, der mit ausgesetzten Passagen, leichter Kletterei und beeindruckenden Tiefblicken für echtes Alpinfeeling sorgt. Bernadette Baum und Thomas Mondel, Geschwister aus Klosterneuburg und Stammgäste am Schneeberg, bringen es auf den Punkt: „Der kann es schon“, sagt Thomas Mondel, „wenn du ihn so machst, musst du dir den Schneeberg verdienen.“
  • Start/Ziel: Schneebergdörfl
  • Dauer: ca. 6 h
  • Strecke: 12 km
  • Höhenmeter: 1.124 m im Aufstieg und Abstieg
  • Einkehren: Fischerhütte (2.049 m), Damböckhaus (1.810 m) und Schutzhütte Baumgartner für die legendären Schneebergbuchteln

3. Über den Nandlgrat am Schneeberg

Eine Gratwanderung mit leichten Kletterpassagen in der Rax-Schneeberggruppe: Von Losenheim führt der Anstieg über den Nandlgrat auf das Schneeberg-Plateau. Der Abstieg erfolgt über den Fadensteig, mit Einkehrmöglichkeit in der Edelweisshütte.
  • Start/Ziel: Talstation des Sessellifts in Losenheim
  • Dauer: ca. 5 h
  • Strecke: 9,5 km
  • Höhenmeter: 1.121 m im Aufstieg und Abstieg
  • Einkehren: Edelweisshütte (1.235 m)

4. Haidsteig (C/D) in der Rax-Schneeberg-Gruppe

Einer der abwechslungsreichsten Klettersteige Ostösterreichs: Der Haidsteig (Schwierigkeit C/D) in der Rax-Schneeberggruppe ist durchweg steil und wartet mit zahlreichen exponierten Passagen auf. Wer schnell und fit genug ist, kann den Steig nach einem kurzen Abstieg mit dem noch anspruchsvolleren Königschusswand-Steig (D/E) kombinieren.
  • Start: Parkplatz beim Griesleitenhof
  • Dauer: ca. 5 h
  • Schwierigkeit: D
  • Höhendifferenz: 920 hm im Aufstieg und Abstieg
  • Einkehren: je nach Abstiegsvariante kommt man an der Neuen Seehütte (1.643 m) und am Waxriegel-Haus (1.361 m) oder am Ottohaus (1.650 m) vorbei

5. Wildes Gamseck auf die Rax

Das Wilde Gamseck ragt wie ein Eckzahn aus den Kahlmäuern der Rax – erstbegangen 1883 von Eugen Guido Lammer, dem radikalsten Verfechter des führerlosen Bergsteigens seiner Zeit, und seinem Gefährten Leeder. Der Fels ist überraschend fest und angenehm rau, was das Steigen zum Genuss macht; moderne Absicherung bieten Bohrhaken.
  • Start: Altenberg an der Rax, Parkplatz im Talschluss
  • Dauer: ca. 6 h
  • Strecke: 12,1 km
  • Höhenmeter: 1.100 m im Aufstieg und Abstieg
  • Einkehren: auf der Tour selbst keine bewirtschaftete Hütte; eine halbe Stunde unter der Heukuppe liegt das Karl-Ludwig-Haus (1.804 m)

6. Auf den Grimming

Eindrucksvoll erhebt sich der Grimming (2.351 m) als gewaltiger Gebirgsstock zwischen dem Ausseerland und dem Ennstal. Die anspruchsvolle Tour über die Grimminghütte und den Südostgrat zum Gipfel erfordert gute Kondition, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit. Besonders im oberen Abschnitt ist volle Konzentration gefragt: Dort muss ein kurzer, seilfreier Klettersteigabschnitt bewältigt werden. Die Tour richtet sich aufgrund ihres Anspruchs und ihrer Länge an erfahrene Bergsportlerinnen und Bergsportler.
  • Start: Parkplatz des Schloss Trautenfels
  • Dauer: ca. 8 h
  • Strecke: 12,9 km
  • Höhenmeter: 1.670 m im Auf- und Abstieg
  • Einkehren: Grimminghütte (966 m)

7. Über den Josefinensteig auf das Hochtor

Auf rund 13 Kilometern und fast 1.500 Höhenmetern erleben geübte Bergwanderinnen und Bergwanderer auf dieser Tour alles, was den Nationalpark Gesäuse auszeichnet: wilde Felsen, einsame Wälder und spektakuläre Tiefblicke. Vom Wanderparkplatz in Johnsbach steigt man über die Hesshütte (1.699 m) und weiter über den Josefinensteig (Schwierigkeit A/B) hinauf zum Hochtor-Gipfel.
  • Start: Wanderparkplatz in Johnsbach
  • Dauer: ca. 6:30 h
  • Strecke: 13,1 km
  • Höhenmeter: 1.497 m im Auf- und Abstieg
  • Einkehren: Hesshütte (1.699 m)

8. HTL-Wels-Klettersteig auf den Alberfeldkogel (C)

Traumhafte Ausblicke auf den Traunsee und den Dachstein bietet der Alberfeldkogel-Klettersteig im Höllengebirge: Der Steig in mittlerer Schwierigkeit (C, vereinzelt anspruchsvoller) eignet sich für alle, die bereits etwas Klettersteigerfahrung mitbringen und schwindelfrei sind. Für die gesamte Tour inklusive Zu- und Abstieg sollte man rund 2:15 Stunden einplanen.
  • Start: Bergstation der Feuerkogelseilbahn
  • Dauer: ca. 2:15 h
  • Schwierigkeit: C
  • Höhenmeter: 250 m im Auf- und Abstieg
  • Einkehren: Berggasthof Edelweiss, Feuerkogelhaus, Christophorushütte

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