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Bergwelten

Eine Tour von

Klaus Haselböck

Beschreibung

Ein wenig begangener und landschaftlich sehr reizvoller Anstieg, bei dem man über eine kurze, luftige Klettertour in erstaunlich festem Fels das Hochplateau der Rax erreicht: Dabei geht es von der steirischen Seite aus über das markante Wilde Gamseck. Danach erreicht man über eine einfache Wanderung rasch die Heukuppe, mit 2.007 Metern der höchste Punkt der Rax. Zurück geht es über den Gamsecksteig (A/B), der über das Zahme Gamseck ins Altenbergtal führt.

Tourencharakter

Eine lange, abwechslungsreiche Wanderung mit einer eingeschobenen Klettertour durch markantes Felsgelände am Wilden Gamseck. Die 180 Klettermeter sind markiert und erreichen an drei Stellen den zweiten Schwierigkeitsgrad (UIAA); am Wilden Gamseck gibt es kein Stahlseil als Sicherung, es ist aber als Kletterroute mit Bohrhaken eingerichtet. Der Gamsecksteig, der sich für den Abstieg empfiehlt, ist ein Klettersteig im Schwierigkeitsgrad A/B; die ausgesetzten Passagen sind mit Seilen und kurzen Leitern gesichert, dazwischen liegt viel ungesichertes Gehgelände. Beides zusammen verlangt Kondition, Trittsicherheit und einen wachen Kopf.

Beste Jahreszeit

Schneefreie, trockene Monate. Bei Nässe, Altschnee, Vereisung oder schlechter Sicht ist das Wilde Gamseck nicht zu empfehlen – am Grat gibt es keine einfachen Notausstiege.

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Beste Jahreszeit

Juli bis Oktober
  • Aussichtsreich

  • Mit Öffis erreichbar

  • Rundtour

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Bergwelten Tipp


Schreibzeug einpacken!

Mitten in der Kletterei, nach dem Doppelkamin, kommt man zu einem Wandbuch. Wer etwas zum Schreiben dabeihat, trägt sich ein und liest nach, wer über die Monate hier vorbeigekommen ist.

Wegbeschreibung

Der Wegverlauf in Kürze

  • Altenbergtal
  • Gamseckerhütte
  • Gupfsattel
  • Wildes Gamseck
  • Heukuppe
  • Gamsecksteig zum Gupfsattel
  • Altenbergtal

Anstieg

Los geht es am Parkplatz im hinteren Altenbergtal, wo die Straße endet. Ein markierter Weg zieht taleinwärts zum Nasskamm. Dort hält man sich rechts und wandert an der schön gelegenen Gamseckerhütte vorbei, die aber in Privatbesitz und nicht bewirtschaftet ist.

Danach wird es steiler. Über eine Wiesenrinne gewinnt man Höhe bis zum Gupfsattel, einer flachen Wiesenfläche unterhalb des Grabnergupfs. Hier steht ein Wegweiser, auf dem das Wilde Gamseck angeschrieben ist – und hier trennen sich auch die beiden Anstiege: Rechts setzt der markierte und teilweise versicherte Gamsecksteig übers Zahme Gamseck an (der empfohlene Abstieg), links geht es weiter zum Wilden Gamseck, das wie ein Eckzahn aus dem Felsband herausragt.

Man folgt linkshaltend einem kleinen Steig über den Gratrücken, bis die Felsen beginnen. Ein Steinmann und verblasste rote Punkte zeigen den Einstieg an. Von hier weg hat man bereits einen tollen Ausblick: rechts unten die Kahlmäuer, gegenüber das Reißtal, dahinter das Habsburghaus.

Die Kletterei selbst ist genussvoll und nie schwer. Die erste Felsbastion wird rechts umgangen, danach hält man sich an die Markierungen, die durch die einfachste Linie führen. Wer sichern möchte, findet Klebehaken vor. Nach rund 180 Metern flacht der Grat ab und man steht auf der Gipfelwiese des Gamsecks (1.857 m), mit Gipfelkreuz und Vermessungszeichen.

Ein markierter Weg leitet von hier über das Plateau zur Heukuppe (2.007 m), die schon die ganze Zeit gut sichtbar war (Wer nach der Kletterei genug hat, beginnt gleich beim Gamseck (1.857 m) mit dem Abstieg. Die oben genannten Zahlen schließen den Gipfel mit ein.)

Abstieg

Für den Rückweg geht man dieselbe Strecke zurück an die Plateaukante und steigt über den Gamsecksteig (A/B) ab. Der Steig endet unten wieder am Gupfsattel – von dort folgt man dem Aufstiegsweg zurück zum Ausgangspunkt.

Die wichtigsten Infos in Kürze

  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Altenbergtal
  • Stützpunkte: keine; Direkt auf der Tour gibt es keine bewirtschafteten Hütten. Rund eine halbe Stunde östlich der Heukuppe liegt das Karl-Ludwig-Haus, geöffnet von Mai bis Anfang November.
  • Anforderungen: Gute Kondition für eine längere Tagestour, dazu Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im leichten Felsklettern (bis UIAA II). Die Route lässt sich auch mit Bohrhaken, Seil und Expressschlingen absichern; das Wilde Gamseck ist kein Klettersteig!
  • Ausrüstung: Wer gesichert unterwegs ist, sollte Klettergurt, ein 50-Meter-Einfachseil, Bandschlingen, einige Expressschlingen, Sicherungsgerät und Karabiner mitnehmen. Weil zwischen den Kletterstellen immer wieder gegangen wird, sind gute Zustiegsschuhe die bessere Wahl als klassische Kletterschuhe. Ein Kletterhelm ist in jedem Fall empfehlenswert. Wer auch im Abstieg gesichert gehen will, sollte ein Klettersteigset mitnehmen.



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Anfahrt und Parken

Alternativ mit der Bahn bis Mürzzuschlag, per Bus über Kapellen nach Altenberg. Zu Fuß sind es taleinwärts noch einige Kilometer bis zum Ausgangspunkt.

Parkplatz

Wanderparkplatz Altenbergtal

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Auto über die A2/S6 bis Mürzzuschlag und auf der B23 nach Altenberg an der Rax ins Altenbergtal bis zum Straßenende.

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Sicherheitshinweis

All unsere Tourenbeschreibungen werden von Expertinnen und Experten überprüft. Trotzdem bist du selbst dafür verantwortlich, dich vor jeder Tour über die aktuellen Bedingungen zu informieren. Beachte die Sicherheitshinweise.

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