Alpinwanderung Schneeberg über den Novembergrat, Abstieg Mieseltal
- Ein paar Schritte gehen, Markierungen suchen, Ausblick bestaunen, dann wieder kraxeln – beste alpine Unterhaltung also.Foto: Alexander Papis / Bergwelten Magazin 2026/05Bevor am Grat die Hände zum Einsatz kommen, geht es kurz gemütlich durch den Bergwald.Foto: Alexander Papis / Bergwelten Magazin 2026/05Weitere Vorzüge des Schneebergs: Wandern am Plateau (hier beim Damböckhaus).Foto: Alexander Papis / Bergwelten Magazin 2026/05Weitere Vorzüge des Schneebergs: Wandern am Plateau und Buchteln in der Schutzhütte Baumgartner.Foto: Alexander Papis / Bergwelten Magazin 2026/05Jetzt festhalten, das gilt sowohl für den Aufstieg als auch für den umwerfenden Ausblick: hier auf die mächtige Ostflanke des Schneebergs mit der Breiten Ries unter Kaiserstein und Festenkogel.Foto: Alexander Papis / Bergwelten Magazin 2026/05

Eine Tour von
Beschreibung
Ein stiller, felsiger Anstieg auf das Hochplateau von Niederösterreichs höchstem Berg, dem Schneeberg: Vom Schneebergdörfl führt die Runde zunächst durch das Schrattental und den unteren Schneidergraben, ehe der Novembergrat zwischen Krummer Ries und Schneidergraben deutlich alpiner wird. Der Grat verlangt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Freude an leichter, unversicherter Kletterei – belohnt aber mit Blicken ins Puchberger Becken, weiter zu den letzten Ausläufern der Alpen und auf die Felsformationen der Ostflanke des Schneebergs. Abstieg über den Bergbahnhof Hochschneeberg, die Schutzhütte Baumgartner und das Mieseltal – Tagesrundtour für geübte Bergwanderer.
Tourcharakter: Lange, abwechslungsreiche Bergwanderung mit leichtem Felsgelände am Novembergrat (T4). Die Kletterstellen erreichen etwa UIAA I, vereinzelt I+; der Grat ist kein Klettersteig und nicht versichert. Aufstieg und Abstieg sind steil, die Gesamtrunde verlangt Kondition.
Höchster Punkt: Optional Aufstieg auf das Klosterwappen, 2.076 m, oder den Waxriegel 1.888 m; sonst Hochplateau bei Damböckhaus/Hochschneeberg, rund 1.800 m.
Beste Jahreszeit: schneefreie, trockene Monate; bei Nässe, Altschnee, Vereisung oder schlechter Sicht ist insbesondere der Novembergrat nicht geeignet für eine Tour.
Beste Jahreszeit
Aussichtsreich
Einkehrmöglichkeit
Rundtour
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Bergwelten Tipp
Im Abstieg lohnt sich die Einkehr in der Schutzhütte Baumgartner. Hier gibt es legendär gute Buchteln! Die Mehlspeise hat der Hütte den Zweitnamen „Buchtelstation“ eingebracht.

Österreich, Puchberg am Schneeberg
Wegbeschreibung
Wegbeschreibung
Der Wegverlauf in Kürze
- Schneebergdörfl
- Schneidergraben
- Nördlicher Grafensteig
- Novembergrat
- Schneebergplateau/Damböckhaus
- Bergstation Hochschneeberg
- Kaltwassersattel
- Mieseltal
- Schneebergdörfl
Anstieg
Vom Parkplatz im Schneebergdörfl folgt man der Straße Richtung Schwabenhof und wandert weiter durch das Schrattental Richtung Schneidergraben und Nördlicher Grafensteig. Sowohl Schneidergraben als auch Nördlicher Grafensteig sind ausgeschildert – der Novembergrat selbst allerdings nicht. Die Forststraße führt zunächst zum Unteren Schneidergraben; der links als Steig abzweigt und die Forststraße später noch mehrfach quert.
Zwischen Wald und Geröll geht es steil hinauf, bis der Nördliche Grafensteig erreicht ist. Rechts abzweigen, der Weg durch den Wald erreicht wenig später die Sitzstatt auf 1.371 m: eine Lichtung, die sich gut für eine Rast vor dem Grat eignet. Dort links vom Grafensteig abzweigen und der roten Markierung des Novembergrats folgen, wo es schnell felsig wird. Ausschau nach den roten Markierungen halten. Immer wieder sind die Hände gefragt, die Felsstufen – allesamt unversichert – verlangen umsichtiges, sicheres Steigen.
Mit der Höhe wird die Felslandschaft markanter und offener. Auf rund 1.800 m endet der Grat auf dem grasigen Schneebergplateau, nahe des Damböckhauses, wo man einkehren kann.
Abstieg
Von dort weiter, dann an der Bergstation Hochschneeberg vorbei am Zahnradbahnwanderweg Richtung Schutzhütte Baumgartner auf 1.398 m, wo es legendär gute Buchteln gibt. Danach kurz weiter parallel zur Zahnradbahn bergab in den Kaltwassersattel zur Adolf-Kögler-Hütte. Links abzweigen: Ein gut markierter Steig führt steil durchs Mieseltal hinab. Zum Schluss auf dem langen, talauswärts führenden Forstweg zurück ins Schneebergdörfl.
Die wichtigsten Infos in Kürze
- Ausgangspunkt: Schneebergdörfl
- Stützpunkte: Damböckhaus, nahe dem Ausstieg des Novembergrats, Bergbahnhof Hochschneeberg, Schutzhütte Baumgartner, an einer Zwischenstation der Zahnradbahn, bekannt für ihre Buchteln
- Anforderungen: Gute Ausdauer für eine steile Tagestour, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, keine Probleme in Kletterstellen UIAA I, vereinzelt I+; kein Klettersteig.
- Schlüsselstelle: Novembergrat: Kletterstellen UIAA I, vereinzelt I+; bei Nässe, Altschneefeldern und schlechter Sicht nicht empfehlenswert!
- Ausrüstung: Festes Schuhwerk, normale Bergausrüstung (warme Kleidung nicht vergessen - Wind am Schneeberg)
- Varianten: Zusätzlich Aufstieg auf das Klosterwappen, 2.076 m, oder den Waxriegel 1.888 m
Anfahrt und Parken
Anfahrt und Parken
Von Wien auf der B26 nach Puchberg am Schneeberg und weiter nach Schneebergdörfl, bei der Feuerwehr rechts halten und bis zu den Parkmöglichkeiten auf der linken Seite.
Parkplatz
Der Parkplatz befindet sich nach der Feuerwehr auf der linken Seite.
Öffentliche Verkehrsmittel
Von Wien aus kommt man per Zug in knapp eineinhalb Stunden mit Umstieg in Wiener Neustadt nach Puchberg. In der Wandersaison gibt es wochenends vereinzelte Direktverbindungen ab Wien. Ins Schneebergdörfl geht es entweder in 5 Minuten per Taxi oder ab Puchberg zu Fuß (3,5 km).
Sicherheitshinweis
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