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Luibiskogel

Luibiskogel

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Tourdaten

Sportart
Wandern

Anspruch
T4 schwierig
Dauer
10:30 h
Länge
17,2 km
Aufstieg
2.069 hm
Abstieg
2.069 hm
Max. Höhe
3.096 m

Details

Beste Jahreszeit: Juli bis September
  • Einkehrmöglichkeit
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Der Luibiskogel im Geigenkamm ist ein relativ einsamer Gipfel. Vom Tal ist es weit hinauf und die Hauerseehütte ist eine Selbstversorgerhütte. Wir müssen uns also unser Essen selbst hinauftragen. Die kleine Hütte liegt idyllisch am türkisblauen Hauersee. Die Tour in dieser einsamen und großartigen Landschaft ist ein wirklich tolles Erlebnis.

Aufstieg
Die Hauerseehütte wird im Sommer von Mitgliedern der Alpenvereinssektion Ludwigsburg bewartet. Am Ötztaler Heimatmuseum in Lehn bei Längenfeld beginnt der Wanderweg, der steil im Wald bergauf zieht. Zwischendrin queren wir zweimal eine Forststraße, bleiben aber immer wieder auf dem schmalen Steig und gewinnen schnell an Höhe.

An einer Bank im Wald rasten wir erstmalig, bevor es weiter steil und schweißtreibend bergauf geht. Wir queren auf einer Brücke den Lehnbach und gelangen wenig später zu den freien Wiesen unterhalb der Stabelealm. Hier bietet sich erstmals auch ein schöner Blick über das Ötztal hinweg auf die andere Talseite. Jetzt können wir in 10 Minuten nach rechts zur Alm hochgehen oder geradeaus hinüber zur Innerbergalm wandern.

Nach der Rast auf der Sonnenterrasse der Alm folgen wir dem Wegweiser in Richtung Hauersee. Vorher nehmen wir aber den Abstecher zur Woeckelwarte. Hier oben am Aussichtspavillon genießen wir einen phantastischen Blick hinunter ins Ötztal und auf die gegenüber aufragenden Berge wie Breiter Grieskogel und Schrankogel.

Wir folgen dem Grat weiter in Richtung Hauersee. Zwischendurch wird der Steig etwas felsiger, ist aber nirgendwo besonders schwierig. An der Abzweigung zur Frischmannhütte sehen wir links bereits die Hauerseehütte. Über Blockwerk gehen wir noch einen kleinen Bogen aus und stehen schon bald am türkisblauen See.

Der Luibiskogel ist der Hüttenberg der Hauerseehütte. Früher musste man zwingend über den Hauerferner, der bei Vereisung unangenehm war. Inzwischen ist der Gletscher soweit zurück gegangen, dass wir den Markierungen bis zum Gipfel folgen können. Die schwierigen Stellen sind dabei versichert, erfordern aber einen trittsicheren und schwindelfreien Berggeher.

Wir überqueren den Abfluss des Hauersees und wandern um diesen herum. In Kehren zieht der Steig hinauf, so dass wir schnell an Höhe gewinnen. In einer kleinen Einschartung sehen wir den Gipfel und den Rest des Gletschers vor uns. Im Frühsommer bei Schneeauflage können wir problemlos über den spaltenlosen Ferner aufsteigen. Ansonsten folgen wir den Markierungen am rechten Rand. Einige Stellen sind dabei versichert. Unterhalb der Luibisscharte zweigen die Markierungen nach rechts ab und führen über Schutt hinauf zum Gipfelaufbau. Die Gipfelwand überwinden wir mit Hilfe von zuverlässigen Ketten und stehen wenig später am aussichtsreichen Gipfel des Luibiskogels. Der Blick ist vor allem hinüber zu den schroffen Gipfeln des Kaunergrats und nach Süden zur Wildspitze beeindruckend.

Abstieg
Für den Abstieg nehmen wir den bekannten Weg hinunter zur Hauerseehütte und weiter zur Innerbergalm. Hier können wir noch einmal einkehren und anschließend nach Lehn zurück wandern.

💡

Wem der Abstieg zu viele Höhenmeter sind, der kann natürlich noch einmal in der Hauerseehütte übernachten. Bei einer größeren Gruppe kann man auch ein Taxi organisieren, das von der Innerbergalm ins Tal fährt.

Anfahrt

Ins Ötztal bis zum Ortseingang von Lehn, dort rechts zum Parkplatz am Heimatmuseum.

Parkplatz

Parkplatz am Heimatmuseum in Längenfeld-Lehn.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Oetz und weiter mit dem Bus nach Längenfeld. Zu Fuß nach Lehn.

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