
Anstieg auf die Weißkugel. Hier sieht man die leicht abfallende Strecke in den Talboden. Foto: Matthias Knaus 
Melag (1.912), Ausgangspunkt der Tour. Foto: Matthias Knaus 
Zu Beginn der Tour auf die Weißkugel am Parkplatz. Über die Loipe links vom Bach geht’s zu der bereits sichtbaren Melagalm. Foto: Matthias Knaus 
Aufstieg auf die Weißkugel. Im Wald hinter der Melagalm. Foto: Matthias Knaus 
Aufstieg auf die Weißkugel. Der Wald wird lichter. Den bewaldeten Hügel umgeht man rechts. Foto: Matthias Knaus 
Aufstieg auf die Weißkugel. Das Gelände wird offener. Im Hintergrund die Berge des Rojentals. Foto: Matthias Knau 
Aufstieg auf die Weißkugel. : An dieser felsigen Steilstelle wendet man sich nach links, um auf die Moräne zu gelangen. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Auf der Moräne bei ca. 2.300 m Seehöhe. Etwas oberhalb dieser Markierung beginnt man mit der Querung der Moränenhänge. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Insbesondere in diesem Abschnitt gilt es die Lage gut einzuschätzen. Der Karlinbach, unterhalb der großen Hänge, stellt eine Geländefalle dar. Im Bild hinten erkenn man die kleine Zwing, auf die man nach Querung der Hänge zusteuert. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Am Karlinbach angelangt. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Diese beiden weichen der felsigen Klamm aus und steigen weiter nordwestlich an, im Bereich eines offenen Bachverlaufs. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Das Gelände weitet sich. Im Bereich eines Sommerwegs gelangt man oberhalb von 2.500 m Seehöhe Richtung O in den Talboden. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Im Talboden angelangt (ca. 2.500 m). Über die zweistufige Moräne (links im Bild) steigt man auf. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Achtung! Oberhalb kann Eis von den Vernagl Eiswänden abbrechen. Etwas aufteilen macht Sinn. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Aufstieg über die Moräne. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Kurz nach dem Anseilpunkt. Man erkennt die Weißkugel und das Weißkugeljoch links von ihr. Der nächste Abschnitt der Route führt zum Joch. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Aufstieg über den Langtauferer Ferner. Im Hintergrund, die Weißseespitze mit dem plateauartigen Gepatschferner. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Am Weißkugeljoch (3.356 m). Der nächste Abschnitt führt durch die im Bild sichtbare, steile O-Flanke. Erscheint dies als ein zu kühner Plan, kann man um’s Eck zur Langtauferer Spitze (3.529 m) ausweichen. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Blick über den Hintereisferner. Im Bild erkennt man den Übergang über die Felsrippe (südl. vom Joch) zum Hintereisjoch. Unter Umständen eine Option. Foto: Matthias Knaus 
Anstieg auf die Weißkugel. Am Fuß der O-Flanke. Foto: Matthias Knaus Bildergalerie (20)

Die Weißkugel ist ein Grenzgipfel zwischen Süd- und Nordtirol. Mit 3.738 m Höhe ist sie der dritthöchste Berg in Österreich und vor allem im Frühling – als Skitour – ein begehrtes Ziel. Von jeder Seite kommend, verlangt sie ein gewisses Maß an Erfahrung. Die hier beschriebene Route beginnt in Melag und führt vom Langtauferer Tal her zum Gipfel. Es ist dies ein sehr langer und anspruchsvoller Weg. Der Preis für die Mühen ist Abgeschiedenheit in einer wilden Arena - in Summe eine Skihochtour par excellence.
Die hier angeführten Tourdaten entsprechen dem Aufstieg - bitte für die Abfahrt entsprechend Zeit einplanen.
Aussichtsreich

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Strecke: 10-15 km Aufstieg: über 1.200 m Dauer: 6-8 h
Einen Tag mit günstiger Lawinensituation und guter Sicht abwarten. Aufgrund mehrerer Flachstücke ist Pulverschnee eher hinderlich. Früh schlafen gehen und früh starten – der Tag wird lang und intensiv! Richten Sie sich eventuell ein Trinkdepot ein.
Wegbeschreibung
Aufstieg
Von Melag (1.912 m) über die Langlaufloipe oder den Winterwanderweg zur Melagalm (1.974 m, 2,2 km). Von der Alm über ein Feld zum Waldrand. Man folgt dem beschilderten Gletscherlehrpfad, der zunächst durch den Wald leitet, dann in offenes Gelände führt. Einen auffälligen ersten Hügel umgeht man rechts. Man gelangt stets Richtung O aufsteigend auf die Moräne. Auf etwa 2.300 m Seehöhe überschreitet man sie und gelangt so zum Karlinbach. Den idealen Punkt für den Übergang markiert ein Felsen, an dem Tafeln des Gletscherlehrpfads befestigt sind. Der Bereich um die Moräne ist eine der Schlüsselstellen der Tour: Die Querung der großen Hänge erfordert eine günstige Lawinensituation, die Geländefalle am Hangfuß sollte beachtet werden.
Im Talbereich des Karlinbach steht man bald vor einer engen Schlucht. Die Schlucht ist nur sehr selten mit genügend Schnee gefüllt, um sie zu begehen. Der Normalweg zweigt vor der Schlucht links ab und in einem seitlich einmündenden Bachlauf steigt man neben Felsen steil an. Bis etwa 2.480 m Seehöhe bleibt man seitlich des Bachs, anschließend quert man über nun weniger steiles Gelände weiter nach O. Achtung: Eine erste Möglichkeit nach Osten zu gehen (ca. bei 2.450 m) erweist sich als weniger günstig.
Etwa auf 2.500 m Seehöhe befindet man sich in einem weiten Talboden. Vor einem liegt der Langtauferer Ferner, links oberhalb thronen die Vernagl Eiswände, und rechts von einem dominieren die beiden Bärenbart Kögel. Man geht geradewegs auf den auffälligen Moränenrücken zu und achtet dabei auf das Eis über einem. Der Moräne entlang aufwärts, bis zu den letzten erkennbaren Felsen in ihrem Verlauf (ca. 2.900 m, Anseilpunkt). Den Langtauferer Ferner begeht man in seinem linken (östlichen) Randbereich. Knapp 2,5 km sind es von der Moräne zum Weißkugeljoch (3.356 m).
Ab dem Weißkugeljoch steigt man in der großen und steilen O-Flanke auf. Dieser Abschnitt bildet die zweite Schlüsselstelle der Tour (Lawinengefahr und Sturzrisiko beachten). So lange wie möglich mit Skiern, im oberen Teil der Flanke meist stapfend zum Gipfelgrat. In der O-Flanke sind die Verhältnisse sehr entscheidend. Im Idealfall hat man trittfesten, kompakten Schnee. Bei harter Schneeoberfläche besteht gewisse Rutsch- und Absturzgefahr. Skidepot an den Gipfelfelsen. Im letzten Abschnitt klettert man im kombinierten Gelände (Fels bis UIAA II).
Abfahrt
Entlang der Aufstiegsroute. Man kann am Langtauferer Ferner auch links, im westlichen Grenzbereich, abfahren. Diese Linie ist schön, führt jedoch näher an Spaltenzonen heran und sollte deshalb gut überlegt entschieden werden.
Varianten
Früher war es üblich, vom Weißkugeljoch über eine Felsrippe nach S zu queren und so zum Hintereisjoch zu gelangen. Die Felsrippe ist jedoch mittlerweile zunehmend unangenehm, weshalb der Weg durch die O-Flanke bevorzugt wird. Liegt besonders viel Schnee kann der Übergang zum Hintereisjoch (3.432 m) nach wie vor besser sein. Vom Hintereisjoch gelangt man ohne nennenswerte Schwierigkeiten Richtung N zu den Gipfelfelsen (Skidepot dieser Variante).
Die wichtigsten Infos in Kürze
Ausgangspunkt: Melag (1.912 m)
Höhenmeter Aufstieg: 1.900 Hm
Höhenmeter Abfahrt: 1.900 Hm
Aufstiegszeit: ca. 7-8 h
Ausrüstung: Vollständige Ausrüstung für Skihochtouren inklusive Steigeisen und Eispickel. Aufgrund des Felsgeländes wird ein leichtes Einfachseil empfohlen.
Alternative Touren/Varianten: Langtauferer Spitze (3.529 m, S-), Bärenbartjoch (3.292 m, S).
Lokale Experten: Bergführer im Vinschgau. Weitere Bergführer in der Region.
Die Bilder zur Tour wurden am 2. April 2026 aufgenommen.
Anfahrt und Parken
Mit dem PKW ab Graun, über die schmale Talstraße bis nach Melag.
Gebührenpflichtiger Parkplatz in Melag (EUR 6/Tag, Stand 4/2026).
Von Mals oder Graun fährt die Buslinie 276 nach Melag. Diese Verbindung ist jedoch vorwiegend am Schulverkehr ausgelegt.
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