Weisssee

Der Weißsee in den Hohen Tauern – Wanderungen, Infos & Tipps

Tourentipps
4 Min.
20.05.2026

Foto: Eileen Barthel

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Der Weißsee liegt hochalpin an der Grenze zwischen der Granatspitz- und der Glocknergruppe im Bundesland Salzburg. An seinem Ufer steht das bekannte Berghotel Rudolfshütte und in der Umgebung bieten sich zahlreiche interessante Touren an - im Sommer wie im Winter. Hier findest du eine Auswahl an Wanderungen, Klettersteigen und Skitouren, die man vom Weißsee aus machen kann, sowie weitere Infos und Tipps.

Alle Infos auf einen Blick

Der Weißsee ist ein Stausee in Salzburg in den Hohen Tauern im Gemeindegebiet von Uttendorf. Er befindet sich auf 2.250 Metern Höhe an der Grenze zwischen der Granatspitz- und der Glocknergruppe. An seinem Ufer steht das Berghotel Rudolfshütte, das u. a. als alpines Ausbildungszentrum dient.

Daten & Fakten


Wanderung zum Weißsee vom Enzingerboden

Ausgehend von der Talstation der Weißsee Gletscherbahn am Enzingerboden wandert man in rund 2:40 h vorbei am Grünsee steil hinauf zum Weißsee, an dessen Ufer das Berghotel Rudolfshütte steht.
Alternativ kann man natürlich auch mit den Seilbahnen der Weißsee Gletscherwelt fahren.


Sommertouren ausgehend vom Weißsee

Mit dem Berghotel Rudoflshütte bietet sich am Weißsee eine sehr hochwertige Übernachtungsmöglichkeit, die es erlaubt, mehrere Tage im Gebiet zu verbringen und damit verschiedene Touren zu unternehmen bzw. einen Zwischenstopp auf einem der Weitwanderwege einzulegen, die über den Weißsee und die Rudolfshütte führen. Außerdem bieten sich in direkter Umgebung zwei interessante Klettersteige an.

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Vom Weißsee zur Sudetendeutschen Hütte

Wer von Hütte zu Hütte unterwegs ist kann dies beispielsweise auf der Glocknerrunde tun. Etappe 2 führt von der Rudolfshütte am Weißsee zur Sudetendeutschen Hütte.

Kronprinz-Rudolf-Klettersteig

Ein toller Klettersteig in der Schwierigkeit B, der im hochalpinen Ambiente der Glocknergruppe atemberaubende Aussichten bietet.

Kristall-Klettersteig

Wer es wirklich wissen will, der kann den Kristall-Klettersteig besuchen. Die Schwierigkeit ist mit extrem schwer (E) bewertet. Nichts für Anfänger, aber für fortgeschrittene, kräftige und ausdauernde Klettersteigprofis ein echtes Vergnügen.


Wintertouren ausgehend vom Weißsee

Das Gebiet rund um den Weißsee und die Rudolfshütte ist auch im Winter für Skitourengeher sehr interessant. Auf der Rudolfshütte werden sogar immer wieder Alpinkurse diverser Organisationen angeboten.

Auf die Granatspitze

Eine der bekanntesten Touren ausgehend von der Rudofshütte führt auf die 3.086 Meter hohe Granatspitze. Die Tour besticht durch die lässige Blockkletterei im Gipfelbereich, die traumhafte Aussicht und die schönen Abfahrten hinunter zum Weißsee.

Auf den Stubacher Sonnblick

Eine anspruchsvolle Skitour führt vom Weißsee hinauf auf den 3.088 Meter hohen Stubacher Sonnblick. Die Tour ist schwierig und im oberen Bereich sind Kletterstellen bis zum I. und II. Schwierigkeitsgrad zu bewältigen.

Über die Granatspitze zum Lucknerhaus

Etappe 5 der Skiroute Hochtirol führt unter anderem über die Rudolfshütte. Von hier aus geht es am nächsten Tag auf die Granatspitze und hinunter zum Lucknerhaus in Osttirol.


Einkehrmöglichkeit: Berghotel Rudolfshütte

Die Rudolfshütte ist keine Hütte im eigentlichen Sinn, sondern ein Berghotel, das auch alle Annehmlichkeiten eines Hotels bietet. Im Sommer wie im Winter ist die Rudolfshütte ein wichtiger Stützpunkt für Alpinkurse, bietet gleichzeitig aber auch alles, was es für einen angenehmen Familienurlaub in hochalpinem Ambiente benötigt.


Anreise und Parkplatz

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Von Zell am See aus gelangt man mit der Buslinie 670 nach Uttendorf. Von dort fährt die Buslinie 672 direkt zur Talstation der Weißsee Gletscherbahn.

  • Mit dem PKW: Über die Bundesstraße 168 erreicht man Uttendorf von Mittersill oder Zell am See kommend. In Uttendorf fährt man im Kreisverkehr in Richtung Weißsee Gletscherwelt. Auf der Panoramastraße in Richtung Stubachtal gelangt man zur Talstation Enzingerboden.

  • Parkplatz: Die Talstation der Weißsee Gletscherbahn beim sogenannten Enzingerboden bietet kostenlose Parkplätze.


Besonderheiten zum Weißsee

Stromgewinnung

Der Weißsee war ursprünglich ein natürlicher Bergsee. In den Jahren 1950 bis 1952 wurde der See durch den Bau einer 39 Meter hohen Staumauer zu einem Speichersee ausgebaut, der Teil der Kraftwerksgruppe Stubachtal ist. Der Weißsee dient dabei als Jahresspeicher für die darunterliegenden Stauseen und wird von der ÖBB-Infrastruktur betrieben – d. h. der Strom wird für den Betrieb der Bahn genutzt.

Tourismus

Einhergehend mit dem Bau der Staumauer am Weißsee ging auch der Bau der Seilbahn vom Einzigerboden bis zur heutigen Rudolfshütte im Jahr 1951. Damit wurde das Gebiet touristisch erschlossen – sowohl für den Sommer- als auch für den Wintergast.

Geschichte der Rudolfshütte

Die Rudolfshütte wurde ursprünglich 1873 von der damaligen Sektion Austria des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins direkt am Ufer des damals noch natürlichen Weißsees gebaut. Da durch den Bau der Staumauer die Rudolfshütte überschwemmt worden wäre, wurde sie gesprengt. Als Ausgleich erhielt die Sektion Austria eine ehemalige KZ-Baracke, die zwischenzeitlich als alpiner Stützpunkt genutzt wurde. Im Jahr 1958 baute der Alpenverein die Hütte neu, 1979 wurde sie zum Alpinzentrum erweitert bevor sie schließlich 2004 an einen privaten Betreiber verkauft wurde.


Häufig gestellte Fragen zum Weißsee

Wie kommt man zum Weißsee?
Den Weißsee erreicht man vom Enzingerboden im Stubachtal entweder zu Fuß in einer Wanderung von ca. 2:40 Stunden oder mit den Seilbahnen der Weißsee Gletscherwelt.

Wie kommt man zur Rudolfshütte?
Da die Rudolfshütte praktisch direkt am Ufer des Weißsees steht, ist die Anreise ident: Von der Talstation der Weißsee Gletscherwel (Parkplatz), dem Enzingerboden, gelangt man in 20 Minuten mit der 6-er Umlaufbahn über die Mittelstation zur Bergstation. Von dort führt ein Tunnel direkt zum Berghotel Rudolfshütte.

Was kann man rund um den Weißsee machen?
Der auf über 2.000 Metern Höhe gelegene Weißsee bietet eine tolle hochalpine Umgebung im Nationalpark Hohe Tauern. Wanderungen, Bergtouren und Klettersteige sind in direkter Umgebung möglich. Im Winter sind es vor allem klassische, hochalpine Skitouren, die Wintersportler anziehen. Außerdem ist die Rudolfshütte ein wichtiger Stützpunkt für Mehrtageswanderungen wie z. B. die Glocknerrunde. Der große Vorteil des Weißsees: Im Sommer kann man der Hitze des Tales entfliehen, im Winter darf man aufgrund der Höhenlage meist mit guten Schneeverhältnissen rechnen.