Umweltbewusst am Berg

Was darf ich aus der Natur mitnehmen?

Tipps & Tricks • 3. September 2020

Pflanzen pflücken, Steine mitnehmen, Tiere füttern – auf Wanderungen locken viele kleine Freuden. Doch es gibt Gründe, weshalb man in den Bergen nicht so tun kann, als wäre man daheim.

Bergblumen
Foto: mauritius images/ Knut Stritzke
Bergblumen erfreuen unser Auge - man sollte sie aber besser lassen, wo sie sind

1. Blumen pflücken

Enzian, Edelweiß, Steinröschen und Schusternagerl – in den Bergen sieht man Blüten, die man gerne auch im eigenen Garten hätte. Verständlich, doch der Großteil (etwa die genannten) ist geschützt und darf weder gepflückt noch ausgegraben werden, da sonst im nächsten Jahr die Samen fehlen.
Besser: Foto machen, Pflanze bestimmen, sich freuen. Oder: Enzian aus dem Gartencenter holen.

2. Steine sammeln

Amethyst und Bergkristall, Granat und Mondstein – solche Steine machen sich gut als Deko zu Hause. Und man darf sie sogar mitnehmen.
Wichtig jedoch: Sich vorher über lokale Bestimmungen informieren. Teilweise gilt bei Funden nämlich Meldepflicht, es dürfen nur Hammer und Meißel verwendet werden, und das Gelände darf nicht mutwillig zerstört werden.
Außerdem: Schutzzonen beachten.

3. Tiere füttern

Gämse und Steinbock, Kolkrabe und Murmeltier – sicher, sie sind fast so lieb wie die Hauskatze, die man täglich füttert. Für wilde Tiere kann das aber sehr schädlich sein. In manchen Gegenden mussten Murmeltiere auf Diabetes untersucht werden, da sie von Touristen viel mit Schokolade gefüttert wurden.
Wer den kleinen Erdbewohnern unbedingt etwas geben möchte, kann Karotten mitbringen.

Das Bergwelten Magazin, AT-Ausgabe (August/September 2020)
Foto: Bergwelten
Das Bergwelten Magazin, AT-Ausgabe (August/September 2020)

Diese praktischen Outdoor-Tipps stammen aus dem Bergwelten Magazin (August/September 2020). Die aktuelle Ausgabe ist überall im Zeitschriftenhandel oder ganz bequem per Abo für Österreich, Deutschland und die Schweiz erhältlich.

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