Foto-Blog

Ski am Rücken: Der Arlberger Winterklettersteig

Fotogalerie • 27. Dezember 2019

Der Winter ist allgemein nicht als die beste Klettersteig-Saison bekannt – es sei denn man schnallt sich die Freeride-Ski auf den Rücken. Matthias Knaus hat genau dies am Arlberger Winterklettersteig bei St. Anton ausprobiert!

Arlberger Winterklettersteig

Der Arlberger Winterklettersteig

Zur Tourenplanung gehört unbedingt das Einholen des Lawinenlageberichtes sowie ein LVS-Gerät.

Zum Einstieg: Los geht’s am Parkplatz beim Wellnesscenter in Pettneu am Arlberg. Von dort fährt ein kostenloser Skibus zur Rendlbahn Talstation in St. Anton. Eine Tourengeher-Liftkarte besorgen, mit drei Liften geht’s zur Rifflscharte (2.645 m). Hier kommt die Skiausrüstung auf den Rucksack, Gurt und Klettersteig-Set an den Körper.

Der Arlberger Winterklettersteig ist mit D bewertet. Das mag hoch erscheinen, da nur jeweils kurze Steilstufen Kraft und Klettertechnik erfordern, der Rest aber deutlich einfacher ist (A/B). Insgesamt ist jedoch zu beachten, dass man sich im winterlichen Hochgebirge bewegt und besonders die äußeren Bedingungen entscheidend sind, wie schwer oder einfach die Tour am Klettersteig ist. Liegt beispielsweise viel Schnee, können die Anforderungen weit höher sein.

In einem Kar unterhalb des Beilstein beendeten wir den Aufstieg und fuhren von dort das Malfontal ab. Bis zur Hinteren Malfon Alm (1.825 m) war dies in gutem Schnee möglich. Anschließend folgten wir dem festgefahrenen, teils vereisten Weg bis Pettneu.

Bergwelten-Tipp

Die Tour ist auch problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln machbar. Skitouren zum Kombinieren auf Riffelspitze (2.935 m), Kreuzjochspitze (2.919 m), Beilstein (2.749 m) oder Hohe Spitze (2.796 m). Auch der Übergang in das Skigebiet Kappl ist eine Überlegung wert.

Zum Autor

Der Bergführer Matthias Knaus ist Gründer und Ideengeber von Zeit für Draußen.

Die Tour im Detail

Mehr zum Thema

Tief im PowPow: Freerider am Stubaier Gletscher, Tirol
Folge dem Stock: Um im freien Gelände Informationen zur idealen und sicheren Linie an die Freeride- und Skitouren-Gruppe weiterzuleiten, haben sich 7 Stockzeichen bewährt. Wir zeigen euch, welche.
Überall im Zeitschriftenhandel: Das Bergwelten Magazin (Dezember/Januar 2018/19)
Im aktuellen Bergwelten Magazin (Dezember/Januar 2018/19) haben wir uns auf die Suche nach dem Schnee gemacht: Wir waren Freeriden im Gasteiner- und Engelbergertal, sind mit Schneeschuhen durch das Tannheimer Tal und Adelboden gewandert, haben mit den Skitourenski das Karwendel durchquert und die Lenzerheide erkundet, der Osttiroler Dolomitenhütte einen Besuch abgestattet, sind auf Fatbikes in der Steirischen Ramsau geradelt und auch noch auf die Kanaren gereist. Die schönsten Fotos wollen wir euch dabei nicht vorenthalten!
Reise Marokko
Auch 2018 hat es uns auf Bergwelten.com wieder in die Ferne gezogen. Von der Südspitze Südamerikas bis nördlich des Polarkreises, auf dem Vintage-Fahrrad, zu Fuß und hoch zu Ross – das waren eure 10 beliebtesten Reportagen.

Bergwelten entdecken