3.800 statt 3.798 m
Foto: Berg im Bild/Christian Riepler
von Magdalena Kalus und Anja Kaiser
Die Erwartungen an den Glockner sind groß, denn: Wer einmal da war, so heißt es, soll immer wiederkehren. Gespannt fahren wir auf der Kalser Großglocknerstraße in Serpentinen hinauf zum
Unser Ziel immer vor Augen geht es zunächst auf einem Fahrweg, ab der Lucknerhütte dann auf einem malerischen Bergpfad stetig bergan. Immer häufiger halten wir kurz an, um die wunderschönen Tiefblicke ins hinter uns liegende Ködnitztal zu genießen. Schon jetzt können wir nachvollziehen, welche Anziehungskraft gemeint ist, wenn vom mystischen Glockner gesprochen wird. Er ist in der Tat ein besonderer Berg.
Fast spaltenfrei und mit reichlich Altschnee bedeckt ist die Gletscherüberschreitung eine rutschige Angelegenheit, aber relativ ungefährlich. Es folgt ein klettersteigartiges Stück, das uns direkt auf die Adlersruhe bringt. Wir haben unser heutiges Ziel erreicht und nächtigen auf der höchstgelegenen Schutzhütte Österreichs. Die
Wir sind fast die Einzigen am Berg und kommen daher schnell voran. Das Gehen im Seilschaftsverband hatte am Vortag bereits gut funktioniert, nun sind wir als Team perfekt eingespielt. Nach kurzer Zeit erreichen wir das Glocknerleitl und sichern oberhalb im steilen Schnee immer wieder zwischen. In leichter Kletterei geht es über den Kleinglockner und die Glocknerscharte zum letzten Gegenanstieg zum Gipfel.
Wir genießen kurz die Einsamkeit und Ruhe am Gipfel, ein Schlechtwetter-Privileg. An guten Tagen stehen nämlich bis zu 150 Bergsteiger am Gipfel des Glockners – und das nicht ohne Grund. Die Besteigung ist eine Paradetour, die jeder Bergsteiger mindestens einmal im Leben gemacht haben sollte. Mehr Abwechslung geht nicht!
Das hier war der zweite Streich, doch der Dritte folgt sogleich: Gran Paradiso is waiting!
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