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Perle in den Kitzbüheler Alpen

Der Wildseelodersee im Porträt

Der Wildseelodersee – oder einfach nur Wildsee genannt – ist eine wahre Perle in den Kitzbüheler Alpen. Er wird von schönen Aussichtsbergen eingerahmt, bietet einen wahrhaft traumhaften Blick auf den Wilden Kaiser, die Loferer- und Leoganger Steinberge und an seinem Ufer steht eine gemütliche Alpenvereinshütte.

Der Wildseelodersee mit dem Wildseeloderhaus
Foto: Roland Obholzer, Bergwelten-Fotowettbewerb 2018
Der Wildseelodersee mit dem Wildseeloderhaus
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Lage

Der Wildseelodersee liegt auf 1.847 Metern Höhe in den Kitzbüheler Alpen oberhalb von Fieberbrunn in Tirol. Eingerahmt wird er von der Henne mit 2.078 Metern im Osten und vom Wilseeloder mit 2.119 Metern im Westen. An seinem Ufer steht das Wildseeloderhaus, eine Alpenvereinsschutzhütte, die zur Einkehr und Übernachtung einlädt.

Charakteristik

Der Wildseelodersee ist ein typischer Karsee, der im Zuge der letzten Eiszeit entstanden ist. Sein Name stammt von der darunter liegenden Wildalpe. Der See ist rund 11 Meter tief und hat eine Fläche von 2,5 Hektar. An seinem nordseitigen Ufer fließt ein Bach aus dem See, der allerdings schon nach kurzer Zeit in einem so genannten „Ponor“ – einer Öffnung in der Geländeoberfläche – verschwindet. Erst nach drei Kilometern taucht das Wasser – wie Markierungsversuche bestätigt haben – bei der Karstquelle „Schreiende Brunnen“, die als Schleierwasserfall austritt, wieder auf.

Historie

Der See gehörte einst dem Kloster Rott in Bayern, für das der See aber wertlos, da nicht fischbar war. Aus diesem Grund vermachten es ihn den adeligen Brüdern Hanns und Carl Rosenberger als Erblehen.

Bis heute rankt sich eine Sage um den See: Einst soll hier eine Alm gewesen sein. Die Senner lebten im Überfluss und hatten keine Achtung vor den Gaben der Natur. Als sie einmal sogar mit Brotlaiben und Butterkugeln kegelten, brach ein wildes Unwetter los und es viel so viel Regen, dass die Alm gänzlich im Wasser des heutigen Sees verschwand.

Gut zu wissen

Im Wildseeloderhaus kann ein Ruderboot gemietet werden und Hartgesottene wagen sich nach der Bergtour sogar ins kalte Wasser.

Anreise und Parkplatz

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit dem Zug gelangt man von Saalfelden oder Wörgl nach Fieberbrunn. Von hier weiter mit dem Bus bis zur Talstation der Fieberbrunner Bergbahnen.

Mit dem Pkw: Von Wörgl über St. Johann in Tirol, hier in Richtung Saalfelden, Zell am See halten und bis zum östlichen Ortsausgang von Fieberbrunn. Zu den Bergbahnen zweigt man rechts ab; gut beschildert. Großer Parkplatz an der Talstation. Mit der Seilbahn bis zur Bergstation am Lärchfilzkogel.

Kürzester Weg zum See

Von der Bergstation Lärchfilzkogel wandert man auf einem gut beschilderten Wanderweg vorbei an der Wildalm und zum Schluss etwas steiler aufwärts zum See.

Gehzeit: 1 h

Höhenmeter: 280 m

Alternative: Ein völlig anderer Zustieg erfolgt von Süden von Lengau/Hinterglemm, für den man rund 7 h Gehzeit einplanen sollte.

Touren in der Umgebung

Die Umgebung des Wildseelodersees bietet zahlreiche schöne Touren, wie etwa auf den Hausberg der Fieberbrunner, den Wildseeloder. Diesen kann man aber auch gleich mit einer Gipfelrunde rund um den See kombinieren.

Oder man besteigt die Henne, die sogar mit einem Klettersteig erschlossen ist.

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Einkehrmöglichkeit

Direkt am Wildseelodersee steht das Wildseeloderhaus. Die Alpenvereinsschutzhütte bietet eine schöne Sonnenterrasse und Übernachtungsmöglichkeiten für 32 Personen.

Infos in Kürze

Höhenlage: 1.847 m

Gebirgsgruppe: Kitzbüheler Alpen

Größe in Hektar: 2,5 ha

Max. Tiefe: 11 m

Fischbesatz: Ja, aber nur sehr kleine

Mountainbiken erlaubt: Nein

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