Berg-Know-How

5 praktische Apps am Berg

Wissenswertes • 19. August 2020

GPS-Gerät, umfangreiche Wanderkarten und Co. können heute alle auf dem kleinen Computer vereint sein der bequem in jede Hosentasche passt. Im heutigen Berg-Know-How stellen wir euch einige praktische Apps für den nächsten Ausflug in die Berge vor.

Treuer Begleiter: Das Handy ist überall dabei - auch am Berg
Foto: Mauritius-images.com
Treuer Begleiter: Das Handy ist überall dabei - auch am Berg

1. Die richtige Wetter-Prognose

Vor dem Aufbruch in die Berge lohnt sich ein Blick auf das Wetter, um etwaigen Regengüssen auszuweichen und den Ausflug entsprechend zu planen. Die App „meteoblue" bietet euch hierfür detaillierte Wetterprognosen für den Alpenraum, wobei sich die Wettervorhersage durch den Vergleich von Vorhersagen zahlreicher Wettermodelle auf genaue Messdaten berufen.

Seid ihr in der Schweiz unterwegs, empfiehlt sich besonders die App „Wetter-Alarm“. Sie warnt euch vor Unwettern und ermöglicht euch darüber hinaus das Wetter über hochauflösende Panoramabilder von Livecams in Echtzeit mitzuverfolgen. Sowohl bergfex/Wetter als auch Wetter-Alarm sind für iOS und Android gratis verfügbar.

Immer informiert: die richtige App warnt euch vor Wetterumschwüngen
Foto: Mauritius images / Aurora Photos / PatitucciPhotos
Immer informiert: die richtige App warnt euch vor Wetterumschwüngen

2. Touren planen am Smartphone

Wen es spontan für ein Outdoor-Erlebnis in die Berge zieht, die Zeit aber fehlt um auf Bergwelten.com die perfekte Tour zu suchen, der findet unterwegs möglicherweise auch ein gutes Tool zur Planung einer Wanderung im App-Store. „Ortovox Bergtouren“ ist eine App mit vielen Touren die auf einer topografischen Outdoorkarte sowohl online als auch offline abrufbar sind. Zur Navigation können die Karten im deutschen, österreichischen und südtiroler Alpenraum eingesetzt werden. Die zahlreichen Ski-, Kletter-, Hoch- und Bergtouren sowie Freerideabfahrten können praktischerweise nach Strecke, Schwierigkeit oder Dauer sortiert werden. Zusätzlich informiert euch die App über Sicherheitsempfehlungen, wie die Lawinengefahr. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar.

Wissen wohin: Touren können einfach am Smartphone geplant werden
Foto: Mauritius images
Wissen wohin: Touren können einfach am Smartphone geplant werden

3. Orientierung in den Bergen

Für all jene die sich beim Aufstieg mehr zu den umliegenden Bergen wissen möchten gibt es „PeakFinder AR“. Die App nutzt die GPS Daten eures Smartphones und erzeugt ein 360° Panorama auf welchem die angrenzenden Berge und ihre Höhe identifiziert werden. Das Kamerabild des Smartphones wird dabei mit der Panoramadarstellung überlagert, sodass ganz einfach jeder Gipfel bestimmt werden kann. Das Programm greift dabei auf ein integriertes Höhenmodell zurück, die auch ohne Internetverbindung funktioniert. Anders als die vorhin genannten Apps ist „PeakFinder AR“ nicht kostenlos, sondern kann für € 5,49 im App-Store beziehungsweise für € 4,69 für Android-Nutzer erworben werden.

Was für ein Berg ist das? Mit PeakFinder AR findet ihr es ganz einfach heraus.
Foto: Pexels
Was für ein Berg ist das? Mit PeakFinder AR findet ihr es ganz einfach heraus.

4. Im Fall der Fälle: Notruf per App

Bei einem Unglück am Berg heißt es keine Zeit verlieren: So kann man über die „Notfall App für Tirol“ ganz einfach per Knopfdruck den Rettungshubschrauber anfordern. Dabei wird über GPS der Standort des Verunglückten bestimmt und dieser wird zusammen mit den Personendaten an die zuständige Leitstelle übermittelt. Die Übertragung dieser Daten sowie des Standorts ist –  wie der Name der App schon andeutet – nur in Tirol möglich, aber auch außerhalb von Tirol wird eine Notfallmeldung durch einen Anruf über den Euro-Notruf 112 an eine zuständige Stelle übermittelt.

Für die Schweiz gibt es die Rettungs-App „Rega“ die nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Die App „112 Where ARE U“ übermittelt ebenfalls den genauen Unfallstandort an zuständige Stellen.

Im Notfall reicht ein Knopfdruck um den Rettungshubschrauber zu bestellen
Foto: Pexels
Im Notfall reicht ein Knopfdruck um den Rettungshubschrauber zu bestellen

5. mySOS - Notfallfunktion

Hinter der Notfall-App mySOS von der österreichischen Firma summitlynx versteckt sich die Idee eines passiven Notfallsystem für Menschen, die vor allem alleine am Berg unterwegs sind und in eine Notsituation geraten. Dabei wird im Rahmen der App der Tourenverlauf eingegeben, ein geplanter Rückkehr Zeitpunkt definiert und ein Notfallkontakt ausgewählt, der nach Ablauf der Zeit per SMS mit allen gesammelten Daten kontaktiert wird. 

Der Notfallkontakt kann im Anschluss die Bergrettung kontaktieren und weiß besser, wo sie zu suchen beginnen muss und kann so wertvolle Zeit sparen.

Die Notfall-App „mySOS“
Foto: summitlynx
Die Notfall-App „mySOS“

Praxistipp

Apps sind sehr hilfreich, können jedoch schnell zu einem leeren Akku führen. Auch im Flugzeugmodus besteht bei aktiviertem GPS Empfang im Hintergrund die Gefahr, dass sich die Akkulaufzeit rasch verkürzt. Bei längeren Touren empfiehlt sich daher der Erwerb eine Powerbank, um immer genügend Reserven zu haben. Generell gilt: Nicht blind in die Sicherheitsfunktion diverser Apps zu vertrauen, sondern Augen und Ohren am Berg immer offen halten.

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