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Berg-Know-How

Praktische Apps am Berg

• 28. Dezember 2021

GPS-Gerät, Wetterkarte und Co. passen heutzutage bequem in jede Hosentasche. Im heutigen Berg-Know-How stellen wir euch einige praktische Handy-Apps für den nächsten Ausflug in die Berge vor.

Bergsteiger mit Handy
Foto: Mauritius-images.com
Treuer Begleiter: Das Handy ist überall dabei - auch am Berg
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Die richtige Wetter-Prognose

Der Blick auf den Wetterbericht ist die Basis jeder Tourenplanung . Die App „meteoblue" (Android | iOS) bietet euch dafür detaillierte Prognosen und Wetterkarten. Besonders praktisch: Zu jeder Vorhersage wird eine „Treffsicherheit“ in Balkenform angegeben. Diese zeigt, wie einig sich unterschiedliche Wettermodelle sind – und damit wie sehr man sich auf die Prognose verlassen kann.

Seid ihr in der Schweiz unterwegs, empfiehlt sich die App „Wetter-Alarm“ (Android | iOS). Sie warnt vor Unwettern und ermöglicht das Wetter über hochauflösende Panoramabilder von Livecams in Echtzeit mitzuverfolgen. Beide Apps sind kostenlos.

Wanderer im Wald bei Regen
Foto: Mauritius images / Aurora Photos / PatitucciPhotos
Immer informiert: Die richtige App warnt euch vor Wetterumschwüngen

Lawinenlage und Hangneigung

SnowSafe“ (Android | iOS) bündelt kostenlos sämtliche Lawinenlageberichte des Alpenraums. Einfach auf der Karte die gewünschte Region auswählen und den Bericht abrufen. Zusätzlich erweitert „SnowSafe“ euer Smartphone um die Funktion eines Hangneigungsmessers. 

Skitourengeher in den Stubaier Alpen in Tirol
Foto: mauritius images / Bernd Ritschel
Das Lesen des Lawinenlageberichts ist im Winter ein essenzieller Teil der Tourenplanung

Orientierung in den Bergen

All jene, die unterwegs mehr über die umliegende Bergwelt erfahren möchten, werden mit „PeakFinder“ (Android | iOS) ihre Freude haben. Die App erzeugt ein 360°-Panorama, auf dem die angrenzenden Berge und ihre Höhen angezeigt werden. Dabei greift sie auf ein integriertes Höhenmodell zurück, das auch ohne Internetverbindung funktioniert. Anders als die oben genannten Apps ist „PeakFinder“ kostenpflichtig und kann für rund 5 Euro erworben werden.

Berg in herbstlicher Landschaft
Foto: Pexels
Was für ein Berg ist das? Mit PeakFinder findet ihr es ganz einfach heraus

Im Fall der Fälle: Notruf per App

Mit „SOS EU ALP“ (Android | iOS) könnt ihr per Knopfdruck einen Notfall melden. Dabei wird über GPS euer Standort bestimmt und zusammen mit den Personendaten an die zuständige Leitstelle übermittelt. Danach wird eine Sprachverbindung aufgebaut. Aktuell werden die Regionen Tirol und Südtirol unterstützt. Außerhalb wird nur eine Sprachverbindung mit der zuständigen Leitstelle aufgebaut – die Standort- und Personendaten werden nicht geschickt!

Für die Schweiz gibt es die Rettungs-App „Rega“ (Android | iOS), die nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Beide Apps sind kostenlos.

Hubschrauberbergung in den Bergen
Foto: Pexels
Im Notfall reicht ein Knopfdruck, um die Rettungskette in Gang zu setzen

Gipfelbuch und Notfallverständigung

Mit der gratis App „Gipfelbuch und Wandertouren“ (Android | iOS) könnt ihr nicht nur eure Touren dokumentieren und teilen. Die App bietet mit der „mySOS“-Funktion auch ein passives Notfallsystem, das wie folgt funktioniert: In der App wird

  • der Tourenverlauf dokumentiert (sowohl durch händische Checkins als auch durch automatische Kontrollpunkte, die die App aufzeichnet),
  • ein geplanter Rückkehr-Zeitpunkt definiert und
  • ein Notfallkontakt ausgewählt.

Wird die App zur geplanten Rückkehrzeit nicht deaktiviert, bekommt euer Notfallkontakt eine Nachricht mit den gesammelten Daten, die er an die Bergrettung weitergeben kann. Dank des Tourenverlaufs wissen die Rettungskräfte dann, in welchem Gebiet sie suchen müssen.

Die Notfall-App „mySOS“
Foto: summitlynx
Die Notfall-Funktion „mySOS“

Praxistipp

Apps sind sehr hilfreich, können aber schnell den Akku leeren. Selbst im Flugmodus besteht bei aktiviertem GPS die Gefahr, dass die Akkulaufzeit deutlich verkürzt wird. Bei längeren Touren empfiehlt sich daher eine Powerbank, um immer genügend Reserven zu haben. Generell gilt: Nicht blind in die Sicherheitsfunktion von Apps vertrauen, sondern Augen und Ohren am Berg immer offen halten. Und nie auf eine ausführliche Tourenplanung vergessen.

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