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Bergsteiger beim überqueren des Grat.
Foto: Markus Rohrbacher
Klettersteig

Klettersteig Hochjoch

• 14. Oktober 2021

Der Hochjoch-Klettersteig im Montafon kombiniert großes Panorama mit perfekter Absicherung und einer Mutprobe: die Riesen-Seilbrücke.

Uwe Grinzinger für das Bergweltenmagazin Oktober/November 2020

Warum zusteigen?

Weil der hochalpine Eisenweg „a ghöriger“ Steig ist. Der Vorarlberger Universalausdruck für „gut“ oder „anständig“ trifft’s punktgenau: mittlere Schwierigkeit, ein feines Panorama und eine tipptoppe Drahtseilabsicherung: Kaum ein Meter verläuft ungesichert. 

Bergsteiger genießen den Ausblick am Grat.
Foto: Markus Rohrbacher
Der zweite Teil verläuft am aussichtsreichen Grat und meist über sonnengetrockneten Fels.
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Was ist das Besondere?

Der Steig ist zweigeteilt: Den Auftakt bildet die steile Flanke zum Hochjoch. Dort reihen sich nette Felsaufschwünge aneinander, unterbrochen von vielen erdigen Tritten. Letztere sind bei Nässe ausgesprochen rutschig. Das erhöht die Schwierigkeit sprunghaft. Nach dem Gipfel folgt Teil zwei: der einfachere und sonnigere „Hochalpila Grat“. 

Der Bergsteiger in voller Ausrüstung bezwingt das steile Gelände.
Foto: Markus Rohrbacher
Der erste Teil des Klettersteigs führt über eine Schrofen-Flanke auf den Hochjoch-Gipfel. Wer zurückschaut, sieht unten den Schwarzsee.

Wo wird's intensiv?

Nur an wenigen Stellen im Schwierigkeitsgrad C bis C/D. Aber der Kraftaufwand summiert sich am recht langen Steig. Konditionell sollte man also in Form sein. 

Die Bergsteiger klettern über eine heikle Passage.
Foto: Markus Rohrbacher
Beim Spreizschritt über den Spalt tun sich Große leichter.

Was ist die beste Stelle?

Die spektakuläre 60-Meter-Seilbrücke! Scheinbar schwerelos, aber wackelig schwebt man über den grünen Almboden mit den drei Seen. Wer schwindelfrei ist, erfreut sich am genussvollen Durchhänger. Wem dies weniger gefällt, der kann die Hängebrücke umgehen.

Die Brücke in großer Höhe ist nichts für schwache Nerven.
Foto: Markus Rohrbacher
Die luftige Brücke unter dem Gipfel ist das Highlight der Tour.

Was, wenn die Kraft nachlässt?

Nur nach dem Gipfel existiert ein einziger, etwas heikler Notausstieg. Deshalb ist der lange Steig auch bei Gewittergefahr tabu. 

Können wir Einsteiger mitnehmen?

Wegen der Länge des Steiges ist das keine gute Idee. Für Einsteiger passen die kurzen Trainingsklettersteige am nahen Kälbersee besser. Eine Alternative ist, am Hochjoch nur den Gratabschnitt im zweiten Teil zu begehen, und zwar hin und zurück. Dann bleibt die Tour im Schwierigkeitsgrad B. 

Der Hochjoch bietet abwechslungsreiches Terrain.
Foto: Markus Rohrbacher
Am Kamm wechseln Gehgelände und fester Fels.

Wo gibt’s das Getränk?

Nach dem Ausstieg auf der Wormser Hütte. Sie lädt seit 113 Jahren zum gemütlichen „Hock“ ein.

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