
Kann ich die Zugspitze schaffen? Routen, Schwierigkeit, Verhältnisse und ehrliche Einschätzung
Foto: Matthias Fend/ Bergwelten Magazin
von Markus Meier
Inhalt
Das Wichtigste dieses Artikels in Kürze
Steigende Unfallzahlen und die Gründe
Zugspitze: Leicht erreichbar, leicht unterschätzt
So schätzt du die Verhältnisse richtig ein
Die vier Zugspitze-Aufstiege im Detail
Zusammenfassend: 3 Dinge, die du für den Gipfel wirklich mitbringen musst
Tipps für die richtige Vorbereitung
Fazit
Das Wichtigste dieses Artikels in Kürze
- In den letzten Monaten haben sich alpine Unfälle auf dem höchsten Berg Deutschlands gehäuft.
- Die Zugspitze ist entgegen der verbreiteten Meinung kein einfacher Berg, alle Routen erfordern Trittsicherheit, alpine Erfahrung und passende Ausrüstung.
- Körperliche Fitness alleine reicht für eine sichere Begehung der Zugspitze nicht aus, es braucht auch Trittsicherheit, Technik und Orientierung.
- Entscheidend sind immer die tatsächlichen tagesaktuellen Verhältnisse – nicht Erfahrungswerte aus der Vergangenheit.
- In diesem Artikel werden die vier Aufstiegsrouten auf die Zugspitze im Detail vorgestellt – sie sind unterschiedlich schwer, müssen aber allesamt gut vorbereitet werden.
- Fazit: Die Zugspitze ist nicht gefährlicher geworden – aber sie wird öfter falsch eingeschätzt.
Steigende Unfallzahlen und die Gründe

Zugspitze: Leicht erreichbar, leicht unterschätzt

So schätzt du die Verhältnisse richtig ein
- Eingeschneite Klettersteigpassagen. Solange Schnee liegt, sind Teile des Stahlseils verdeckt – dann fehlt die durchgehende Sicherungsmöglichkeit. Erst mit fortschreitender Ausaperung wird der Steig durchgehend nutzbar.
- Steiler Schnee und blankes Eis am Höllentalferner. Im Frühjahr liegt Firn, der mit der Wärme zunehmend in Blankeis übergeht. Spätestens dann sind Steigeisen Pflicht – Grödel oder Spikes reichen nicht –, dazu Pickel und je nach Lage ein Seil.
- Randkluft. Der Übergang vom Gletscher in den Klettersteig verändert sich über die Saison stark: anfangs gut überbrückt, im Spätsommer oft breit und heikel.
- Schneerutsche und Lawinengefahr im Steilgelände sind in der Schneezeit nicht auszuschließen.
- Erschwerte Orientierung. Verdeckte Markierungen, fehlende Trittspuren und antauender Schnee im Tagesverlauf kosten Kraft und Zeit – Gehzeiten verlängern sich deutlich.
Die vier Zugspitze-Aufstiege im Detail
1. Durch das Reintal – der lange Normalweg
2. Durch das Höllental – die anspruchsvolle Königsroute
3. Über den Stopselzieher – ab Ehrwald
4. Über das Gatterl – der kürzeste Weg

Lass dich inspirieren
Reintal, Höllental, Gatterl oder Stopselzieher: Die beliebtesten Routen auf die Zugspitze.
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