Zwischen Wäldern und Wiesen, vorbei an Seen und Felsen: Mit den Hardtail Mountainbikes von KTM kommt man nahezu überall hin. Vor allem für Schotterpisten eignen sich die breiten Reifen gut – und davon gibt es im Chiemgau und rund um den Kaiser einige. Wir waren einmal im Flachen und einmal etwas vertikaler unterwegs:
Der Klassiker: Chiemsee Radrundfahrt
Unsere erste Mountainbike Tour starten wir von Prien am Chiemsee aus in Richtung Süden. Ständig im Blickfeld: Die mystische Silhouette der Chiemgauer Alpen, um die sich an diesem Morgen die Regenwolken türmen.
Der Schotterweg führt uns zunächst durch einen Birkenwald und dann durch die Schilflandschaft des Chiemseer Moos. Wir überqueren die Tiroler Achen, die einen der Zuflüsse des Sees bilden, und fahren dann entlang des Rohrgrabens durch das Landschaftsschutzgebiet im Süden des Chiemsees. Das sogenannte Achendelta ist Mitteleuropas größtes Binnendelta und die Heimat vieler seltener Vogelarten. Bei Schönwetter gibt es hier vom Aussichtsturm aus einiges zu beobachten, wir werden aber leider gerade dort von einem heftigen Regenschauer überrascht. Die Schirme auf der Terrasse der Gastwirtschaft Hirschauer Bucht bieten uns aber einen guten Unterstand – und der frische Kaffee und hausgemachten Süßspeisen verleiten uns, eine etwas längere Pause einzulegen.
Der Chiemsee, das „Bayrische Meer“
© Lena Öller
Über Chieming radeln wir weiter zum Nordufer des Sees, die Route verläuft abwechselnd durch kleine Wälder, idyllische Ortschaften und geschotterte Feldwege. Am Norden des Sees genießen wir den uneingeschränkten Ausblick auf das „bayrische Meer“, wie der Chiemsee oft genannt wird. Und ja, an diesem Tag gleicht er wirklich einer stürmischen See, mit den wilden Wellen, die er hier schlägt.
Was wir an diesem Punkt außerdem bestätigen können: Die Chiemsee-Radrundfahrt eignet sich hervorragend als Schlechtwetterprogramm. Erstens ist bei Regen hier fast nichts los – was ansonsten recht selten vorkommt – und zweitens stört die nasse Fahrbahn bei der flachverlaufenden Strecke kaum. Was aber bestimmt auch eine wichtige Rolle spielt: Die Temperatur liegt an diesem Tag bei angenehmen 20 Grad plus und wir tragen gute Regenkleidung.
In Gstadt am Chiemsee, nach rund drei Viertel der Strecke, legen wir eine Mittagspause beim Gasthaus Zur Überfahrt ein. Die Seeforellen, die hier in unmittelbarer Nähe gefangen wurden, wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Auf den normalerweise obligatorischen Sprung ins kühle Nass verzichten wir aber. Dafür sind wir nach etwas über drei Stunden im Sattel und 55 Kilometern pitschnass – aber dennoch glücklich – wieder zurück an unserem Ausgangspunkt in Prien am Chiemsee.
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© Unknown
Für Einsteiger: Mountainbiken rund um den Walchsee und hinauf zur Haraualm
Unsere zweite Mountainbike Tour soll dann doch weiter hinauf gehen. Wir starten am Westufer des Walchsees, dort haben wir unseren Van beim Parkplatz Seestraße abgestellt. Die ersten paar Meter führt uns ein Schotterweg über eine kleine Halbinsel. Hier, am Rand des Walchseer Hochmoores, haben wir abwechselnd den Walchsee und den Zahmen Kaiser vor uns. Vorbei am Terrassen-Camping Südsee geht es immer am seeseitigen Radweg entlang bis zur Hauptstraße. Dort biegen wir nach rechts ab, fahren vorbei am Hotel Seehof und biegen dann bei der Trachtenstube Achorner links ein. Ab jetzt folgen wir der Beschilderung zur Haraualm, unserem Ziel für heute Nachmittag.
An der nächsten Weggabelung halten wir uns rechts und am Parkplatz der Haraualm biegen wir nach links ein. Jetzt geht’s in die Vertikale! Insgesamt werden 300 Höhenmeter auf einer Strecke von rund drei Kilometern gemacht. Die Tour eignet sich also gut für alle, die gerade mit dem Mountainbiken anfangen, weil sie nicht zu lang, aber dennoch eine Challenge ist. Für jene die mehr wollen, empfiehlt sich die Tour zur nahegelegenen Karalm, die sich über die Naringalm zu einer Runde von knapp 23 Kilometer verbinden lässt.
Zur Haraualm geht es nun einem geschotterten Güterweg entlang aufwärts. Zunächst angenehm schattig durch einen Wald, der dann kurz vor Erreichen der Hütte in eine Weide übergeht. Oben angekommen, schließen wir die Bikes am Zaun ab und bestellen uns unsere Belohnung.
Nach einem Ratscher mit der Wirtin, die uns zeigt, dass man bei Schönwetter wie heute die Spitze des Großglockners erspähen kann, und einer ausgiebigen Brettljause, geht’s für uns zurück ins Tal. Der Weg hinunter eignet sich durch die angenehme Breite und moderate Steilheit ebenfalls sehr gut für Mountainbike-Einsteigerinnen und -Einsteiger.
Im Tal angekommen geht’s am Nordufer des Walchsees zurück zum Van. Heute ist auch der Zwischenstopp im Strandbad möglich – das glasklare Wasser des Walchsees ist an einem Sommertag wie heute eine herrliche Abkühlung.
Mountainbike-Tour hinauf zur Haraualm
© Lena Öller