Seefeld in Tirol: Zentrum der Nordischen Disziplinen

26. April 2016
von Susanne Gurschler
Seefeld gehört seit den Anfängen des Tourismus in Tirol zu den beliebtesten Feriendestinationen. Den Ruf eines vielseitigen Wintersportorts konnte die „Olympiaregion" bis heute ausbauen. Ganz besonders gilt es aber als Langlauf-Dorado.
 
Seefeld Tirol
Foto: Olympiaregion Seefeld Hiltpolt
Langlaufen in Leutasch
Seefeld Tirol
Foto: Olympiaregion Seefeld Holzknecht
Seefeld mit Gschwandtkopf
Seefeld Tirol
Foto: Olympiaregion Seefeld Holzknecht
Reith bei Seefeld
Seefeld Tirol
Foto: Olympiaregion Seefeld Rudolf
Skating in Wildmoos
Wer den steilen Zirler Berg das erste Mal hoch fährt, erwartet sich eines sicher nicht: ein beschauliches Plateau. Aber genau das ist die Region Seefeld: beschaulich, mit hügeligen Wiesen, Feldern und Wäldern und rundum imposant aufragenden Berggruppen wie dem Wettersteingebirge, der Erlspitzgruppe und der Mieminger Kette.
 
Im Nordwesten liegt die Leutasch, im Nordosten Scharnitz, im Süden Reith und im Westen das zur Gemeinde Telfs gehörende Mösern. Seefeld, der Kernort der Ferienregion, liegt malerisch: Der Ausläufer des Gschwandtkopfes reicht bis ins Dorf, südlich schließt sich der Wildsee an, davor liegt das Reither Moor.
 

Gut erreichbares Wintersport-Zentrum

Seit alters her profitiert die Region davon, wichtige Verbindung zwischen Nord und Süd zu sein. Dazu kommt die Nähe zu Innsbruck (17 Kilometer), zur deutschen Grenze (zehn Kilometer) und dem Großraum München. Die Mittenwaldbahn („Karwendelbahn“), die 1912 eröffnet wurde und wegen ihrer spektakulären Streckenführung noch heute als technische Meisterleistung gilt, gewährleistet eine gute Anbindung nach Garmisch-Partenkirchen und nach Innsbruck.
 
Seefeld punktete schon früh als Urlaubsdestination und gehörte zu den ersten international bekannten Skigebieten Tirols. Ab 1947 gab es einen Skilift auf den Gschwandtkopf, 1954 wurde das Skigebiet Rosshütte erschlossen.
 
Auch die unmittelbare Nähe zu Innsbruck machte sich bezahlt: 1964 war Seefeld Austragungsort der Nordischen Disziplinen der Olympischen Spiele in Innsbruck , 1976 noch einmal. Hier fand von 2000 bis 2004 das Snowboard-Event Air & Style statt, seit 2004 ist die Region Austragungsort des Doppelweltcups der Nordischen Kombination (heute: Nordic Combined Triple). Im Febuar 2016 gab es erstmals den Skimarathon Kaiser-Maximilian-Lauf (Hauptrennen 65 km, Amateurrennen 22 km). 2019 kommt die Nordische Ski-WM nach Seefeld.
 

„Sibirien Tirols“ und Langlauf-Dorado

In der Region Seefeld ist alles zu finden, was Wintersportlers Herz schneller schlagen lässt und professionelle Athleten für das Training brauchen – von Olympiaschanzen über eine Biathlonanlage mit 30 Schießständen bis zu Kunsteisbahnen. Die Bergbahnen Rosshütte verfügen über insgesamt neun Lifte, auf den Gschwandtkopf führen acht.
Die Pisten der Rosshütte sind zu 100 Prozent beschneibar, fast zur Gänze der Gschwandtkopf. Dabei liegt die Schneesicherheit ohnehin schon bei 85 Prozent. Das Plateau wird gern als „Sibirien Tirols“ bezeichnete, weil die Nordströmung für große Kälte sorgt.
 
Seefeld zählt zu den besten Langlaufdestinationen im alpinen Raum: 279 km Loipen stehen zur Verfügung, davon 125 km für Skating und 154 km für klassisch; dazu kommen winters noch 70 Kilometer Laufstrecke. Das Angebot für Skitourengeher ist ebenfalls mehr als beachtlich.
 

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