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Kammerlanders „Manaslu“: Film-Expedition zum Schicksalsberg

Fotogalerie • 12. Dezember 2018

Das Hans Kammerlander-Biopic „Manaslu – Berg der Seelen“, ab 15. Dezember regulär in den Kinos, begeistert die Kritiker. Für die Dreharbeiten ist die Bergsteiger-Legende im Herbst 2017 zu seinem Schicksalsberg, den 8.163 m hohen Manaslu in Nepal, zurückgekehrt (wir haben berichtet). Der Tiroler Bergführer Stephan Keck, der die damalige Expedition leitete, gewährt uns in dieser Bilderstrecke einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des Mega-Filmprojektes.

Hinter den Kulissen der Film-Expedition zum Manaslu (8.163 m)

Stephan Keck über die Film-Expedition

Eine Film Expedition in diesem Ausmaß umzusetzen war, was die Logistik und die Beschaffung der Permits betraf, ein echter Monster Prozess, der ein halbes Jahr Organisation bedurfte, sowie fast ein Jahr Nachbereitung mit sich zog. Wir mussten zehn verschiedene Ministerien konsultieren, um die Permits zu erlangen, Zoll- und Cargo-Formalitäten zu erledigen, die Ausrüstung von Österreich zum Berg befördern zu können oder dafür zu sorgen, dass die gesamte Crew sicher von A nach B kommt. Unzählige Aufgaben, die nur mit einer perfekten Planung – und manchmal auch viel Improvisationstalent – zu lösen waren. Als Expeditionsleiter, Seilpartner von Hans Kammerlander und gelegentlich auch „Schauspieler“ musste ich mir im Nachhinein eingestehen, dass diese Art von Herausforderung manchmal hart an die Grenzen des – psychisch und auch gruppenpsychologisch – Machbaren gegangen ist.

Mehr zum Thema

Filmplakat: „Manaslu - Berg der Seelen“
Bergwelten bei ServusTV

TV-Tipp: Manaslu - Berg der Seelen

Eine tragische Expedition: Bei der Besteigung des Manaslu in Nepal vor rund 28 Jahren erlebte der Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander den Tod zweier Kollegen hautnah mit. Die Frage, warum er noch lebt und seine Freunde sterben mussten, verfolgt ihn bis heute. Jahre nach dem Unglück beschließt er, sich seinem Schicksalsberg erneut zu stellen. ServusTV zeigt die Dokumentation am 6. Januar 2020.

Die Expedition in Zahlen

  • 37 Träger
  • 8 Jaks
  • 2 Köche
  • 2 Küchengehilfen
  • 4 Climbing Sherpas
  • 2 Base Camp-Koordinatoren
  • 3 Kameramänner
  • 2 Kamera-Assistenten
  • 2 Tontechniker
  • 1 Regiseur
  • 2 Regie-Assistenten
  • 1 Expeditionsleiter
  • 2 Office Crews in Nepal
  • 2 Office Crews in Österreich
  • 8 Tage Helikopter-Einsatz
  • 40 Träger fürs Base Camp-Equipment und Verpflegung
  • 2 Begleit-Offiziere
  • 52 Tage Organisation für Cargo, Permits und Logistik
  • 840 kg Verpflegung
  • 2.480 Liter Tee
  • 750 kg Kamera-Equipment
  • 48.700 hm Gesamt-Höhenmeter aller Crew-Mitglieder im Aufstieg
  • 1 Mannschaftszelt
  • 1 Kommunikationszelt
  • 1 Küchenzelt
  • 12 Teilnehmer-Zelte
  • 8 Lokal-Crew-Zelte
  • 12 Hochlagerzelte
  • 1 Duschzelt
  • 1 WC-Zelt
  • 2 Diesel-Aggregate
  • 15 m2 Solarfläche
  • 16 Gasflaschen
  • 18 Notfall-Sauerstoff-Flaschen
  • 42 Base-Camp-Besucher
  • 8.700 kg Equipment gesamt
  • 8 Monate Produktionszeit
  • 1 Film

Der Kino-Film

„Manaslu – Berg der Seelen“, basierend auf der Lebensgeschichte von Hans Kammerlander, ist ab 14. Dezember in Österreich und Südtirol und ab 3. Jänner 2019 in Deutschland in den Kinos zu sehen. Empfehlung!

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750 Kilo Kameraequipment, 50 Träger, 8 Monate Produktionszeit. Wenn das Leben einer Berg-Legende wie Hans Kammerlander verfilmt wird, muss einiges in Bewegung gesetzt werden. Der Tiroler Extrembergsteiger Stephan Keck macht sich dieser Tage mit seinem alpinistischen Vorbild zum Manaslu (8.163 m) auf, wo Kammerlander vor 26 Jahren von einer Unwetter-Tragödie gestoppt wurde. Gemeinsam wollen sie den Gipfel erreichen und mit Skiern abfahren. Uns berichtet er in den kommenden Wochen direkt aus Nepal.
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