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TV-Tipp: Manaslu - Berg der Seelen

Aktuelles • 22. Dezember 2021
1 Min. Lesezeit

Eine tragische Expedition: Bei der Besteigung des Manaslu in Nepal vor rund 30 Jahren erlebte der Südtiroler Extrembergsteiger Hans Kammerlander den Tod zweier Kollegen hautnah mit. Die Frage, warum er noch lebt und seine Freunde sterben mussten, verfolgt ihn bis heute. Jahre nach dem Unglück beschließt er, sich seinem Schicksalsberg erneut zu stellen. ServusTV zeigt die Dokumentation am 27. Dezember.

Manaslu
Foto: ServusTV/ Planet Watch / iStock
Der Manaslu (8.163 m) von Lho im Budhi Gandaki Valley in Nepal ausgesehen
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Hans Kammerlander wurde 1996 mit der bis heute schnellsten Besteigung über die Nordroute zum Gipfel des Mount Everest in der Rekordzeit von 16h und 40min weltberühmt. Noch unglaublicher war es im Anschluss als erster Mensch vom Gipfel des höchsten Berges der Welt mit Skiern abzufahren. Seine schmerzvollste Tragödie erlitt Hans Kammerlander hingegen 1991 am Manaslu in Nepal, wo er zwei seiner besten Freunde verlor. Einer stürzte aus unerfindlichen Gründen ab, der andere wurde neben ihm vom Blitz erschlagen. Hans, selbst in akuter Lebensgefahr, überlebte das Berg-Gewitter am Rande des Wahnsinns.

Kammerlander und der Manaslu

Im Herbst 2017 kehrte Hans Kammerlander zu seinem Schicksalsberg zurück. Das Ziel der Expedition unter der Leitung von Stephan Keck war es, den Manaslu endlich zu besteigen und anschließend von dem 8.163 Meter hohen Gipfel mit Skiern auf einer neuen Route abzufahren. Aufgrund der Wetterlage, scheiterte dieses Unterfangen (wir haben berichtet). Dennoch kam Kammerlander dem „Berg der Seelen“ sehr nahe und stellte sich gemeinsam mit Regisseur Gerald Salmina und seinem Team den Originalschauplätzen der Tragödie von 1991.

Filmplakat: „Manaslu - Berg der Seelen“
Foto: Planet Watch / Arnold Pöschl
Bergsteiger Hans Kammerlander

Packendes Lebensportrait

Salmina hat im Film ein einfühlsames und authentisches Lebensportrait von Hans Kammerlander gezeichnet. Seinen Weg vom Bergbauernbub, der anfangs dachte, dass hinter dem Talschluss die Welt aufhört, zum weltbekannten Bergsteiger, der zahlreiche Triumphe und ebenso viele Tragödien vorzuweisen hat. Hans selbst ist im Film der Erzähler, der das Publikum mit seiner ruhigen, ehrlichen und sehr bestimmten Art und Ausdrucksweise sofort in den Bann zieht. Dramatische Sequenzen wurden mit Schauspielern so authentisch wie möglich in den Dokumentarfilm eingearbeitet.

TV-Tipp

ServusTV zeigt „Manaslu – Berg der Seelen“ am Montag, den 27. Dezember 2021, um 21:10 Uhr. Davor, um 20:15 Uhr, wird übrigens eine andere Bergwelten-Dokumentation ausgestrahlt: „Schwabenkinder – Über die Berge ins Ungewisse“.

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