Nassfeld Sportgastein

Eine Woche im Gasteinertal

Travel-Guide
•
12 Min.
•
15.10.2026

Foto: Gasteinertal Tourisms GmbH

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Das Gasteinertal im Salzburger Pongau zählt zu den variantenreichsten Tälern Österreichs, das nicht nur unzählige Wander- und Bike-Strecken, sondern auch Thermalbäder und architektonische Sehenswürdigkeiten bereithält. Was man dort in einer Woche alles erleben kann, verrät dir dieser Travel-Guide.

Inhalt

  1. Warum Berg-Urlaub im Gasteinertal?

  2. Das Gasteinertal – alles, was du wissen musst

  3. Der perfekte 7-Tage-Plan für das Gasteinertal

  4. Bad Gastein, kurz erklärt

  5. FAQ zum Gasteinertal

Text: Ulrike Krasa

Warum Berg-Urlaub im Gasteinertal?

Wer zum ersten Mal ins Gasteinertal reist, ist oft überrascht, wie unterschiedlich die einzelnen Orte und Landschaften auf engem Raum sind. Während in Bad Gastein historische Grandhotels neben dem Wasserfall thronen und Bad Hofgastein für seinen gepflegten Kurpark und die Therme bekannt ist, öffnet sich nur wenige Kilometer weiter, hinter dem Örtchen Böckstein mit Sportgastein, eine hochalpine Landschaft. Gerade diese Kontraste machen den besonderen Reiz des Gasteinertals aus: An einem Tag geht es auf einen Höhenweg, am nächsten in eine Therme oder zu einer Hütte mit Blick auf die Dreitausender.

Zwischen Bergsport und Entspannung

Hast du eine Woche im Gasteinertal vor dir, stellt sich schnell die Frage: Welche Orte und Touren lohnen sich genau für mich? Sommer wie Winter lassen sich die Berge hier erwandern oder mit dem Bike erkunden, wobei die Gondel die Unternehmungen erleichtern kann. Neben Highlights wie dem Stubnerkogel, von dem du bis zum Großglockner hinüberschauen oder dich über eine spektakuläre Hängebrücke zittern kannst, dem berühmten Wasserfall in Bad Gastein oder dem hochalpinen Sportgastein, gibt es eine große Auswahl an Touren, Almen und Aussichtspunkten. Besonders eignet sich die Region für aktive Urlauber, die Naturerlebnisse und Erholung miteinander verbinden möchten. Ambitionierte Bergsportler wiederum finden in Sportgastein und den höheren Lagen anspruchsvolle Tourenmöglichkeiten.
Dieser Guide hilft bei der Planung eines einwöchigen Aufenthalts und zeigt Tag für Tag konkrete Vorschläge für Wanderungen, Ausflüge und sehenswerte Orte im Tal.

Das Gasteinertal – alles, was du wissen musst

Wo liegt das Gasteinertal?

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Das Gasteinertal, eine der bekanntesten Berg- und Thermendestinationen Österreichs, liegt im Salzburger Pongau und erstreckt sich am Rand des Nationalparks Hohe Tauern über rund 40 Kilometer von Dorfgastein bis nach Sportgastein. Die Region ist sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn gut bereisbar. Du erreichst das Tal mit dem Auto entweder über die A 10, die Tauernautobahn, Abfahrt Bischofshofen, dann über die B 311 bis zur Abfahrt Gastein oder von Norden kommend über die B 311 von Zell am See. Per Auto-Zug geht es über die Tauernschleuse vom Kärntner Mallnitz bis nach Böckstein bei Bad Gastein. Personenzüge halten in Bad Hofgastein und Bad Gastein.

Die wichtigsten Orte

Bad Gastein
Der bekannteste Ort im Tal ist geprägt von seiner historischen Belle Époque-Architektur, dem tosenden Wasserfall im Ortszentrum und seiner langen Tradition als Kurort. Im Sommer versammelt das internationale Kunstfestival sommer.frische.gastein internationale Künstler und Kunstaffine.
Bad Hofgastein
Bad Hofgastein gilt als das Zentrum für Wellness und Erholung. Der Ort liegt in der Ebene, inmitten des Gasteinertals, und bietet neben Thermalwasser auch Bergbahnen, attraktive Shoppingmöglichkeiten, den Kurpark sowie ein breites Freizeitangebot für Familien und Aktivurlauber.
Dorfgastein
Der nördlichste Ort des Tals bietet einen ruhigen Einstieg in die Region und ist besonders bei Familien sowie Genusswanderern beliebt. Am dortigen Hausberg, dem Fulseck, kann man über einen kurzen Höhenweg mit 360-Grad-Blick zur spektakulären Sky Lounge „Wolke 7“ wandern, Paragleiten, oder mit dem Mountaincart ins Tal rasen.
Böckstein
Der kleine Ort Böckstein, nur ein paar Kilometer hinter Bad Gastein gelegen, hat nicht nur ein frisch renoviertes Barockkircherl, es beherbergt auch das sehenswerte Montanmuseum und das älteste erhaltene, unter Denkmalschutz stehende Knappenensemble Europas. Die Kaiserin-Sisi-Promenade entlang der Ache verbindet Böckstein mit Bad Gastein. Hier entlang des Plätscherns mit Blick auf die Bergwelt spazieren zu gehen, ist zu jeder Jahreszeit ein kontemplativer Genuss.
Sportgastein
Am idyllischen Talende öffnet sich eine hochalpine Landschaft mit direktem Zugang zum Nationalpark Hohe Tauern. Der Talschluss mit mehreren urigen Hütten ist Ausgangspunkt für zahlreiche Bergtouren und Naturerlebnisse.

Das zeichnet die Region aus

Wandern
Von familienfreundlichen Panoramawegen und idyllischen Almwanderungen bis zu anspruchsvollen, hochalpinen Gipfeltouren bietet das Tal ein außergewöhnlich vielfältiges Wanderangebot.
Nationalpark Hohe Tauern
Große Teile der umliegenden Bergwelt gehören zum Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Schutzgebiet der Alpen.
Thermalwasser
Das natürliche Thermalwasser prägt die Region seit Jahrhunderten und macht das Gasteinertal zu einem der bedeutendsten Kur- und Wellnessstandorte Österreichs.
Historische Kurtradition
Bereits im 19. Jahrhundert zog das Gasteinertal mit seinem weltweit einzigartigen Radon-Thermalwasser und dem Heilstollen Gäste aus ganz Europa an. Kaiserin Sisi war sogar sechs Mal hier. Bis heute prägen prachtvolle Hotels und historische Gebäude das Ortsbild, insbesondere in Bad Gastein.
Wintersport
Im Winter verwandelt sich die Region in ein vielseitiges, weitläufiges Skigebiet für jedes Level mit mehreren Skibergen, Langlaufmöglichkeiten, Skitouren-Routen und Winterwanderwegen.

Beste Reisezeit

Sommer (Juni bis Oktober)
Die ideale Zeit für Wanderungen und Bergtouren. Besonders die Monate Juni, September und Anfang Oktober bieten oft angenehme Temperaturen und vergleichsweise ruhige Bedingungen auf den Wegen. Aufgrund der Lage, mitten im Gebirge, sollte man auch im Sommer immer eine warme Jacke im Gepäck mithaben.
Winter (Dezember bis März)
Die beste Zeit für Skiurlaub, Winterwanderungen und Thermenbesuche. Dank seiner Höhenlage gilt vor allem das Skigebiet in Sportgastein als besonders schneesicher. Skitouren sind dort manchmal bis in den Mai hinein möglich.

Der perfekte 7-Tage-Plan für das Gasteinertal

Tag 1: Wandernd Bad Gastein entdecken

Ausgangspunkt
Mozartplatz in Bad Gastein (oder Variante: Anfang des Wasserfallwegs in Bad Bruck)
Aktivität
Gemütlich spazierst du vom Mozartplatz direkt ins Zentrum des einzigartigen Orts, vorbei am Grand Hotel de l´Europe, das zeitgleich mit der Titanic gebaut wurde und immer wieder als Filmkulisse dient, weiter zur Brücke über den Wasserfall, bis hinunter ins „Kraftwerk“. Wer lieber eine Abkürzung nehmen will, fliegt mit der Zip-Line „Flying Waters“ über den Wasserfall, die bald nach dem Mozartplatz startet.
Du kannst Bad Gastein aber auch über eine spektakulärere Alternative erreichen: Auf dem „Wasserfallweg“ gehst du vom tiefer liegenden Ortsteil Bad Bruck aus, direkt am 341 Meter hohen Wasserfall, an moosigen Felsen und Fotopoints entlang, bis in das historische Ortszentrum. Im Hochsommer ist das ein besonders erfrischender Aufstieg!
Nach der Brücke, die über den Wasserfall führt, geht’s weiter in Richtung des nicht mehr aktiven und unter Denkmalschutz stehenden Kraftwerks mit zwei riesigen Turbinen. Es liegt genau neben der tosenden Gasteiner Ache mit dem mächtigen Wasserfall und fungiert heute als Café mit großer Terrasse. Entweder du gehst dann wieder zum Mozartplatz zurück oder wanderst noch weiter die Kaiser-Wilhelm-Promenade entlang und genießt dort den besten Blick ins Gasteinertal. Hier flanierte einst die High Society und rastete sich bei noch erhaltenen Pavillons und Aussichtsplattformen aus. Wo die Promenade durch ein Wäldchen führt, lassen sich manchmal Eichhörnchen blicken, die auf Nüsse hoffen.
Das erwartet dich
Die Tour ist der ideale Einstieg für alle, die ein Gefühl für die Besonderheiten dieser Region bekommen möchten. Im Ort bummelst du entlang historischer Hotels, bis du nach circa 20 Minuten schon den berühmten Wasserfall rauschen hörst. Oder Du wanderst ab Bad Bruck parallel zum Wasserfall ins Zentrum.
Alternative bei Schlechtwetter
Wenn es regnet, kannst du die Felsentherme besuchen. Zur Auswahl stehen Panorama-, Zirben- und Stollensauna, als besonderes Highlight ist der Felsen in ihrer Architektur integriert. Die verschiedenen Innen- und Außenbecken haben ganzjährig zwischen 24 und 34 Grad. Oder du wärmst dich im kleinen Radon-Thermal-Dunstbad der Familie Röck in einer ihrer weltweit einzigartigen Dunstkammern auf und gönnst dir danach eine wohltuende Massage. Unbedingt anrufen, ob Sie einen Termin frei haben!
Praktische Tipps und Adressen
  • Der Besuch des Ortes lohnt sich zu jeder Tages- und Jahreszeit
  • Flying Waters
  • Beste Terrasse am Wasserfall: Café im Kraftwerk
  • Im Winter ist der Wasserfallweg geschlossen
  • Schau dir das cool renovierte historische Hotel Badeschloss gleich nach dem Wasserfall von innen an.
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Lass dich inspirieren

Die besten Wanderungen im Gasteinertal

Entlang der Gasteiner Ache, durch Zirbenwälder zu Almwiesen oder auf hochalpinen Pfaden – die Wanderwege des Gasteiner Tals sind abwechslungsreich. Wir stellen dir 5 der schönsten Touren vor.

Travel-Guide

4 Min.

Tag 2: Wanderung auf den Stubnerkogel und zur Hängebrücke

Ausgangspunkt
Talstation der Bergbahn auf den Stubnerkogel in Bad Gastein.
Aktivität
Heute steht der Besuch des Stubnerkogels am Programm. Du kannst ihn entweder zu Fuß in ca. 4 Stunden bezwingen, immerhin müssen 1.100 Höhenmeter überwunden werden, oder bequem in 20 Minuten mit der Gondel bis zum Gipfel schweben.
Oben erwartet dich ein beeindruckendes 360 Grad-Panorama, das bis zum höchsten heimischen Berg reicht. Logisch, dass eine der beiden futuristischen Aussichtsplattformen daher auch „Glocknerblick“ heißt. Aber es wartet hier noch ein ganz besonderes Highlight auf dich: Falls du nicht weißt, ob du schwindelfrei bist, hier kannst du´s ausprobieren: Die Hängebrücke gleich hinter der Bergstation der Stubnerkogelbahn auf 2.200 Metern lässt dich bestimmt nicht kalt. Bei ihren 140 Metern Länge könnte es sein, dass dir der Blick durch die Seilkonstruktion den Puls in die Höhe treibt. Vor allem, wenn sie bei sanftem Wind schwankt.
Anschließend wanderst du eine gute Stunde mit Blick auf den Gamskar- und den Graukogel auf einem bequemen Wanderweg bis zur Mittelstation hinunter und kehrst kurz davor beim Bergstadl auf eine echte Pongauer Spezialität ein: Fleischkrapfen mit Sauerkraut.
Dann entscheidest du dich, ob du bei der Mittelstation die Gondel besteigst oder ins Tal wanderst. Wählst du den Abstieg zu Fuß, kommst du noch bei der über 600 Jahre alten Bellevue-Alm vorbei, von der im Winter eine Rodelbahn ins Tal führt.
Das erwartet dich
Diese eher leichte Wanderung bietet ein einzigartiges Panorama auf das gesamte Gasteinertal, auf den Gamskarkogel und die Hohen Tauern, führt durch Almwiesen, die im Winter als Skipisten genutzt werden, und ist für Familien sowie Genusswanderer geeignet. Wer einen knackigen Zusatzgipfel integrieren möchte, geht auf den Zittrauer Tisch.
Praktische Tipps
  • Die beste Startzeit für diese Tour ist der Vormittag, da du so genügend Zeit hast, das Panorama, die Hängebrücke, die Wanderwege und die regionalen Spezialitäten zu genießen.
  • Dauer: Mit Aufstieg und Abstieg ca. 8 Stunden, mit Gondelauffahrt und Rückweg bis zur Mittelstation ca. 5 Stunden.
  • Der nächstgelegene Gipfel, der Zittrauer Tisch (2.463 m), lässt sich vom Stubnerkogel in ca. 1,5 Stunden in einer mittelschweren Wanderung erreichen. Von dort kannst du über die urige Zittraueralm, wo du eine köstliche Jause mit hausgemachten Schmankerln bekommst, ebenfalls zur Mittelstation absteigen. Achte auf die aktuelle Uhrzeit, wann die letzte Gondel der Stubnerkogelbahn ins Tal fährt.
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Lass dich inspirieren

Die besten Erlebnisse im Gasteinertal, die du nicht verpassen solltest

Im Gastseinertal wird dir auch abseits der Wanderwege nicht langweilig: Flying Fox über einen Riesenwasserfall, die älteste Knappensiedlung der Welt, ein kurioses Dunstbad oder Klassikonzerte auf Almen – das sind die spannendsten Erlebnisse für deinen Urlaub.

Travel-Guide

5 Min.

Tag 3: Wanderung auf dem Gasteiner Höhenweg

Ausgangspunkt
Kirche in Bad Hofgastein
Aktivität
Du startest direkt bei der neu renovierten Kirche in Bad Hofgastein, schaust hinein und umrundest sie. Dahinter wanderst du am Friedhof entlang und folgst den Schildern zum Gasteiner Höhenweg. Auf halber Höhe des Friedhofs findest du einen Brunnen, aus dem zu jeder Jahreszeit warmes Thermalwasser rinnt! Nach 20 Minuten hast du den Anstieg geschafft, dann geht es 7,8 km in einer Höhenlinie in Richtung Bad Gastein.
Du kommst an urigen Bergbauernhäusern, einer alten Mühle und am Naturdenkmal Gadauner Schlucht, 2024 Sieger der ORF-Sendung „9 Plätze - 9 Schätze“, vorbei und querst sie durch den beleuchteten Tunnel „Katharinenstollen“. Der Weg führt in circa zwei Stunden durch Almwiesen und Wälder, stets mit herrlichem Blick auf das Tal. Am Ende lockt der Gasthof Gamskar https://gasthof-gamskar.at/ mit Kasnocken im Pfandl und karamellisiertem Kaiserschmarren. Zurück nach Bad Hofgastein kommst du entweder über den gleichen Weg oder mit dem Bus ab Bad Bruck. Die folgende Beschreibung zeigt dir den Weg aus umgekehrter Richtung.
Das erwartet dich
Panoramawanderung mit moderatem Anspruch. Der Gasteiner Höhenweg zählt zu den beliebtesten Wanderungen im Gasteinertal und bietet die ideale Kombination aus Naturgenuss, Ausblick und Lokalkolorit.
Praktische Tipps
  • Im Winter ist der Gasteiner Höhenweg gesperrt.
  • Einkehrmöglichkeiten finden sich am Anfang beim Café Gamskar und am Ende beim Gasthof Gamskar - hier gibt’s nicht nur den besten karamellisierten Kaiserschmarrn im Tal, sondern auch einen Alpaka-Shop.

Tag 4: Rundwanderung in Sportgastein

Ausgangspunkt
Parkplatz am Ende der Mautstraße in Sportgastein.
Aktivität
Diese Rundwanderung führt ohne großartige Steigungen durch das von den Gasteinern so genannte „Nassfeld“ – und das ist wahrlich ein Stück vom Paradies: Vergletscherte Gipfel soweit das Auge reicht, darunter eine Almenwelt mit weidenden Kühen, der glasklaren, sanft plätschernden Nassfelder Ache und urigen Hütten. Hier kannst du entschleunigen, staunen und genießen. Du solltest dir dafür mindestens zwei Stunden Zeit nehmen und eine der Hütten, z. B. die Pottingerhütte besuchen. Wer zusätzlich noch eine Höhenwertung anhängen möchte, kann hinter dem Valeriehaus über den Rupertiwanderweg zu den beiden Bockhartseen oder vis-à-vis auf den Kreuzkogel aufsteigen.
Der hochalpine Talabschluss ist aber auch Ausgangspunkt für anspruchsvollere Touren, z. B. auf das spektakulär gelegene Niedersachsenhaus auf 2.471 m, von dem du über die Riffelscharte weiter bis hinüber ins Rauriser Tal gehen kannst.
Wenn du anstatt mit dem Auto oder dem Bus lieber zu Fuß ins Nassfeld gelangen möchtest, kannst du die Hochebene auch in ca. 1,5 h über den Nassfelder Weg ab Böckstein erreichen.
Das erwartet dich
Eine gemütliche Wanderung inklusive hochalpinem Naturerlebnis. Der Nassfeld-Talkessel weist Nationalparkcharakter auf und lässt dich Schritt für Schritt entschleunigen.
Praktische Tipps
  • Süße Spezialität der Pottingerhütte, sind die „Pofesen“: Gebackene Weißbrotscheiben mit Powidl oder Schwarzbeeren gefüllt.
  • Im Jänner und Februar schafft es die Sonne aufgrund der Höhe der umliegenden Berge nur kurz ins Tal: Zwischen 11 und 14 Uhr ist die beste Zeit für den Rundweg!
  • Im Winter kannst du dort Husky-Schlittenfahrten buchen.

Tag 5: Almen und Hütten: Auf die Gadauner Hochalm

Ausgangspunkt
Parkplatz beim Skizentrum Angertal
Aktivität
Heute geht es durch das Angertal, ein höhergelegenes Seitental des Gasteinertals, hinauf auf die Gadauner Hochalm. Du startest am besten beim Parkplatz des Skizentrums Angertal. Wo sich im Winter die Skischulen tummeln, ist es im Frühling, Sommer und Herbst ruhig. Du kannst dich zwischen zwei Aufstiegsvarianten entscheiden: Knackig über den Wolfstall, einen anfänglich steileren Waldweg, dann hast du die Hochalm in ca. 2 Stunden erreicht. Oder du wanderst gemütlich auf der Forststraße neben dem Angerbach, an Wiesen, Wäldern und dem Goldwäscher-Platzerl entlang und dann weiter auf einem gut beschilderten Forstweg bis auf die Hochalm. So brauchst du ca. 2,5 Stunden für den Aufstieg.
Oben angekommen eröffnet sich ein weitläufiges Almplateau, auf dem sich mehrere Almhütten befinden. Eine davon ist im Sommer immer für Wanderer und Mountainbiker geöffnet. Zum Beispiel die wundschöne Feldinghütte.
Für den Rückweg ist es besonders lohnend, wenn man die Wanderung als Rundweg anlegt, die Hochalm überquert und in Richtung Rockfeldalm talwärts geht. Später kommst du auch an der Thaler-Mahder-Hütte vorbei, wo du dich ebenso mit köstlichen selbstgemachten Spezialitäten stärken kannst. Lass dir den wichtigsten Raum der Almhütte zeigen: Die Kammer, wo der Käse reift! Von hier geht es über einen etwas steileren Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt im Angertal.
Das erwartet dich
Eine ausgedehnte Wald- und Almwanderung aufs Hochplateau inklusive Panorama-Ausblicken und kulinarischen Genüssen.
Praktische Tipps
  • Rechne auf jeden Fall mit mindestens 5 Stunden für die gesamte Wanderung.
  • Du kannst auch mit dem Bus zum Parkplatz Angertal gelangen.
  • In den Wäldern kann man im Juli und August Eierschwammerl finden.
  • Wanderst du mit Hund, rechne mit Kühen auf der gesamten Hochalm.
  • Weiter hinten im Tal entlang des Angerbachs liegt die Knappenwelt Angertal (ca. 45 Minuten vom Parkplatz). Die nachgebaute historische Anlage zeigt einen spätmittelalterlichen Verhüttungs- und Bergbauplatz, der von einem großen Wasserrad angetrieben wird. Die Knappenwelt ist frei zugänglich und kann jederzeit besichtigt werden.
Bockhartseehütte mit See und Wiese

Lass dich inspirieren

Die schönsten Hütten und Almen im Gasteinertal

Über die gesamte Länge des Gastseinertals laden ursprüngliche Almen und Hütten zur Einkehr ein. Hier kannst du nach deiner Wander- bzw. Biketour besonders herzhaft und aussichtsreich schlemmen.

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3 Min.

Tag 6: Wellness und Entspannung: In die Alpen- oder Felsentherme

Aktivität
Heute solltest du den Tag in einer der beiden Thermen des Gasteinertals verbringen. Die Alpentherme in Bad Hofgastein trumpft nicht nur mit den klassischen Innen- und Outdoorbecken auf, sondern auch mit einem großzügig angelegten Außenliegebereich mit Sportbecken und einem 1.300 m2 großen Naturbadesee mit direktem Blick auf die Schlossalm. Auch diese See wird zu 100 Prozent mit Thermalwasser gefüllt. Zusätzlich gibt es eine ausgedehnte Sauna World mit unterschiedlich temperierten Saunen und mit einem eigenen Bereich nur für Damen, die Ladies World.
Wer die Therme mit Kindern besucht, ist in der Family World mit dem neuen Alpe Adria Dom auf drei Ebenen bestens aufgehoben: Eines der Highlights ist das swim-in Meereswasser-Aquarium Montequarium auf Ebene 1, wo du in einem Tunnel direkt in ein 300.000 Liter Aquarium hineinschwimmen und die Fische hautnah erleben kannst. Auf Ebene 2 gibt es die Bergwald Sauna, eine speziell für Familien errichtete Textilsauna, um das Saunieren einmal kennenzulernen. Danach können alle im Familien-Ruheraum Gipfelrast auf Ebene 3 mit Bergblick auf die Gasteiner Gipfel entspannen.
Möchtest du´s ein bisschen ruhiger? Dann ist die etwas kleinere Felsentherme in Bad Gastein vielleicht etwas für dich.
Besonders spannend ist hier das architektonische Konzept, oder bist du schon einmal in einem Thermalbad geschwommen, in dem der Berg einen wesentlichen Teil des Bades darstellt? Die freiliegenden Felsen sind hier ein Bestandteil des Designs, das einem so den Bezug zur Natur und den Ursprung des Thermalwassers noch deutlicher vermittelt. Natürlich gibt’s auch in der Felsentherme eine ausgedehnte Saunalandschaft mit Panorama-, Zirben-, Stollen- und Graukogelsauna, die allesamt unterschiedliche Temperaturen aufweisen. Neben dem warmen Outdoorbecken zum Hinausschwimme kannst du auch ein paar Längen im kühleren Sportbecken ziehen.
Das erwartet dich
Nach den Aktivitäten davor erwartet dich mal ein Tag zum Ausspannen. Eine wohltuende Thermen-Auszeit – mit Blick auf die Berge.
Praktische Tipps
  • Im Winter ist es besonders schön in den dampfenden Außenbecken zu relaxen.
  • Für diejenigen, die sich leicht erkälten, aber in der kalten Jahreszeit trotzdem draußen schwimmen möchten: Pack‘ die Badehaube ein…
  • Bei manchen Unterkünften ist der Thermeneintritt inkludiert.

Tag 7: Zum Abschluss: Besuch der Burg Klammstein

Du warst beim Kinderfasching gerne Prinzessin oder Ritter? Dann solltest du dir dieses kulturelle Highlight unbedingt noch geben: Gleich beim Tunnel, durch den du das Tal bald verlassen wirst, thront die Burg Klammstein, das älteste historische Gebäude im Tal, am Felsen 60 Meter über der Straße. Seit vier Jahrzehnten wird das beeindruckende Bauwerk, das ursprünglich zum Schutz des Tales gedient hat, kontinuierlich renoviert. Du kannst eine interessante Führung der enthusiastischen Burgfamilie Ferner mitmachen, in der Burgschenke einkehren und vielleicht über ein Ritteressen bei deinem nächsten Besuch im Tal nachdenken.
Das erwartet dich
Ein beeindruckender Kultur-Stopp, der am Weg liegt.
Praktische Tipps
  • Öffnungszeiten der Burg: Donnerstag-Sonntag, 10.30 - 16.00 Uhr
  • Burgführungen: 11.00 - 15.00 Uhr
  • Ritteressen: mit Voranmeldung, Donnerstag und Samstag ab 17.00 Uhr buchbar

Bad Gastein, kurz erklärt

Zwischen Kurtradition, Leerstand und Aufbruch

Bad Gastein gehört zu den ungewöhnlichsten Orten im Alpenraum. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Siedlung zu einem international bekannten Kurzentrum. Kaiser, Künstler und wohlhabende Gäste reisten wegen des Thermalwassers ins Tal. In den 1980er Jahren sangen internationale Stars wie Liza Minelli, Charles Aznavour und Shirely Bassey bei mondänen Gala-Konzerten im Kongresszentrum. Bis 2015 gab es sogar ein Casino. Noch heute prägen prachtvolle Hotels aus der Belle Époque das Ortsbild. Gleichzeitig sind an manchen Stellen Leerstände und Spuren vergangener Glanzzeiten sichtbar. Genau dieser Kontrast hat den Begriff des „morbiden Charmes“ geprägt, der häufig mit Bad Gastein verbunden wird.
Wer den Ort besucht, erlebt deshalb keine perfekt inszenierte Alpenkulisse, sondern einen Ort mit Geschichte, Brüchen und Charakter. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Gebäude saniert, behutsam renovierte Hotels mit modernem Twist wieder eröffnet und öffentliche Bereiche aufgewertet. Dadurch entstand in letzter Zeit zunehmend eine Mischung aus historischer Kurarchitektur, kreativer Szene und modernem Tourismus. Yoga-Festivals, Kunstausstellungen, Konzerte oder die Slopestyle-Freestyle-Skiing-Wettbewerbe, die mitten durch den historischen Ortskern führen, ziehen unterschiedliche Menschen an und beleben den Ort das ganze Jahr. Auch die Filmindustrie hat den Ort in den letzten Jahren entdeckt.
Dort und da gibt es einige wenige Häuser, die noch auf Investoren warten, aber gerade diese Unvollkommenheit und die einmalige Lage am riesigen Wasserfall machen Bad Gastein für viele Besucher interessanter als klassische Ferienorte.

FAQ zum Gasteinertal

Wie viele Tage sollte man im Gasteinertal einplanen?
Für einen ersten Aufenthalt sind fünf bis sieben Tage ideal, um die wichtigsten Wandergebiete, Orte und Thermen kennenzulernen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Von Dezember bis März ist das Gasteinertal ein herrlicher Ort um den Winter mit Skifahren, Skitouren, Schneeschuhwandern, Rodeln und Winterspaziergängen zu genießen. Im April und Mai ist es etwas ruhiger. Ab Juni bis Oktober ist es hier ideal zum Wandern, Mountainbiken und um in der Natur zu relaxen. Wer Ruhe sucht, findet häufig im September und Oktober besonders angenehme Bedingungen.
Kann man das Gasteinertal ohne Auto besuchen?
Ja, es gibt Bahnhöfe in Bad Hofgastein und in Bad Gastein, durch die Tauernschleuse geht es mit der Bahn weiter in Richtung Kärnten. Viele Ausflugsziele sind mit Bus und Bergbahnen erreichbar. Vom Anreise- bis zum Abreisetag können Übernachtungsgäste das neue Guest Mobility Ticket des Bundeslands Salzburg für Bus, Bahn sowie Regionalzüge kostenlos nutzen!
Welche Wanderungen eignen sich für Einsteiger?
Die Wanderung am Stubnerkogel, Wanderrouten auf der Schlossalm, der Rundweg in Sportgastein und der Gasteiner Höhenweg eignen sich für Einsteiger ganz besonders.
Ist das Gasteinertal für Familien geeignet?
Das Gasteinertal eignet sich zu jeder Jahreszeit für einen Familienurlaub. Familien profitieren von Bergbahnen, Erlebniswegen, einfachen Wanderungen und zahlreichen Schlechtwetterangeboten.
Was sollte man bei einem ersten Besuch nicht verpassen?
Beim ersten Besuch des Gasteinertals solltest Du auf keinen Fall einen Bummel durch Bad Gastein und Bad Hofgastein, eine Fahrt auf die Schlossalm, den Stubnerkogel und einen Thermenbesuch verpassen.
Wo liegt der Unterschied zwischen Bad Gastein und Bad Hofgastein?
Bad Gastein liegt erhöht, im hinteren Teil des Gasteinertals direkt am Fuße des Graukogels und vis-à-vis vom Stubnerkogel. Durch den Ort braust der weltberühmte Wasserfall. Die Häuser und teilweise historischen Hotels sind in mehreren Etagen manchmal direkt an den Berg gebaut und mit schmalen Gassen und Wegen verbunden. Bad Hofgastein ist niedriger als Bad Gastein gelegen und ziemlich in der Mitte des Gasteinertals. Der Ort breitet sich in der Ebene aus. Er wird vom Kurpark, der Fußgängerzone, vielen Shops und Freizeitangeboten geprägt.

Weitere interessante Infos zum Gasteinertal:

zwei Mountainbiker bei schönem Wetter im Gasteiner Tal

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Die schönsten Bike-Touren im Gasteinertal

Jede Talseite des Gasteinertals kannst du mit dem Bike erkunden. Und ja: Die Wahl fällt nicht leicht, denn jede Tour ist wunderschön und hat´s mitunter echt in sich! Unser Tipp: Einfach eine nach der anderen genießen.

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4 Min.

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Die besten Unterkünfte im Gasteinertal

Im circa 40 km langen Tal gibt es Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget: Vom traditionellen Bauernhof, über Camping bis hin zu jüngst renovierten, exklusiven Hotels, die Retro-Charme der Gründerzeit mit moderner Architektur vereinen.

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Brettljause

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Die besten Märkte und Mitbringsel aus dem Gasteinertal

Das Gasteinertal bietet nicht nur eine schöne Bergwelt und eine breite Palette an Aktivitäten, sondern auch viele regionale Produkte aus der heimischen Landwirtschaft, die man als Geschenk oder für sich selbst mit nach Hause nehmen kann.

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