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Der Einzige im Großen Walsertal

Der Seewaldsee im Portrait

Der Seewaldsee liegt im UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal in Vorarlberg, im Gemeindegebiet des Bergdorfes Fontanella, auf einer Höhe von 1.132 Metern. Der natürliche Badesee ist der einzige See im Großen Walsertal, eingebettet zwischen saftigen Wiesen und den Bergen des Großen Walsertals. In 35 Minuten von Fontanella (Säge) zu Fuß oder im Sommer mit einem kleinen Bummelzug erreichbar, ist er vor allem bei Familien beliebt.

Der Seewaldsee
Foto: Alpenregion Bludenz Tourismus GmbH, Alex Kaiser
Der Seewaldsee
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Lage

Der Seewaldsee liegt am Südwesthang der Blasenka, im Gemeindegebiet des Bergdorfes Fontanella. Diese befindet sich auf 1.145 Metern Höhe und ist damit das höchstgelegene Gebirgsdorf des Großen Walsertales, das besonders für seine sonnenreiche Lage bekannt ist.

Die Gegend rund um den Seewaldsee besticht durch ihre liebliche Landschaft, das Gewässer ist eingebettet in sanfte Hügel und saftige Wiesen. Ganz anders zeigt sich hingegen das Panorama des gegenüberliegenden Lechquellengebirges mit seinen schroffen und markanten Gipfeln.

Fontanella und der zur Gemeinde gehörende Ortsteil Faschina sind Teil des politischen Bezirks Bludenz – die Stadt Bludenz selbst ist etwa 20 km entfernt.

Charakteristik

Der Seewaldsee liegt abseits der befahrbaren Straßen. Die Gegend bietet mit weitläufigen Wiesen und Wäldern somit perfekte Erholungsmöglichkeiten. Da die Wasserzufuhr gering ist und sich das Wasser somit schnell erwärmen kann, sind die Badetemperaturen in den Sommermonaten im Seewaldsee sehr angenehm.

Geologie

Der Seewaldsee ist ein sogenannter Himmelsteich. Als Himmelsteiche oder Himmelsweiher bezeichnet man Stillgewässer, die oberflächlich kaum Zu- oder Abflüsse haben und somit nur von Grundwasser oder Niederschlägen gespeist sind. Sie kommen nur in niederschlagsreichen Regionen vor bzw. in Regionen, in denen die jährlichen Niederschlagsmengen größer sind als die Verdunstung. Dass der See nicht leerläuft, liegt an dem wasserundurchlässigen Seegrund. Gespeist wird er durch eine Bodenquelle.

Entstanden ist der Seewaldsee am Ende der letzten Eiszeit, als sich die Gletscher aus den Alpentälern zurückzogen.

Fauna und Flora

Der See liegt inmitten einer Landschaft aus Wiesen und Wald mit Grau-Erle, Esche und Berg-Ahorn, die auf teils steilen Hängen wachsen.

Der See selbst ist von einem mehr oder weniger breiten Schilfgürtel umgeben – teils mit den in Vorarlberg potenziell gefährdeten Pflanzenarten Rispen-Seggen und Schnabel-Seggen. Am Südufer findet man einen Bestand des ebenfalls in Vorarlberg nur mehr selten vorkommenden Teich-Schachtelhalms; im See selbst gibt es geringe Vorkommen von Alpen-Laichkraut.

Zoologisch gesehen ist der See als Habitat für Amphibien und Wasserinsekten von Bedeutung.

Der See und dessen unmittelbare Umgebung sind im Biotopinventar Vorarlberg als besonders schützenswert ausgewiesen.

Gut zu wissen

Der Seewaldsee ist seit dem 19. Jahrhundert im Privatbesitz zweier Familien. Seit den 1960er-Jahren wird er touristisch und als Naherholungsgebiet genutzt, Umkleide- und Bademöglichkeiten sind vorhanden.

Mit einer Tageskarte ist Fischen erlaubt und man kann Hechte, Karpfen oder Forellen fangen. Hunde dürfen übrigens am Seewaldsee nicht ins Wasser.

Anreise und Parkplatz

Der See ist nicht mit dem Auto erreichbar. Entweder man wandert in ca. 35 Minuten von Fontanella/Säge zum See oder fährt im Sommer mit dem Bummelzug ab der Haltestelle Fontanella/Säge.

Öffentliche Verkehrsmittel: Ab dem Bahnhof Nenzing mit dem Landbus 76 nach Thüringen, dann mit dem Landbus 78 nach Fontanella/Säge.

Pkw: Auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Nenzing, anschließend auf der Walgaustraße bis Fontanella/Säge fahren. Hier befindet sich auch der Parkplatz.

Kürzester Weg zum See

In 35 Minuten wandert man auf einem breiten Forstweg, teils auch auf Asphalt bis zum Seewaldsee.

Touren in der Umgebung

Das Gebiet Fontanella-Faschina bzw. das gesamte Große Walsertal bietet Wanderern und Bergsteigern tolle Tourenmöglichkeiten, z. B. auf das Glatthorn, Zafernhorn, Bärenalpe oder die Blasenka.

Einkehrmöglichkeit

Am See befinden sich zwei Einkehrmöglichkeiten: die Jausenstation Seestüble und das Gasthaus Seewaldsee

Infos in Kürze

Höhenlage: 1.132 m

Gebirgsgruppe: Bregenzerwaldgebirge

Größe in Quadratmeter: 1,2 Hektar

Max. Tiefe: 14 m

Max. Temperatur der Oberfläche: 20–24 °C

Fischbesatz: Ja

Mountainbiken erlaubt: Der See ist auch mit dem Rad auf der ausgewiesenen Mountainbike-Strecke erreichbar.

Erreichbarkeit im Winter: Der Weg zum See ist auch als Winterwanderung machbar.

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