Foto-Blog

Bouldern auf der Koralpe

Fotogalerie • 14. Juni 2019
von Robert Maruna

Bouldern im Sommer hört sich nach oberkörperfreiem Spaß an echtem Fels an. In Wirklichkeit ist das Bouldern während der mitteleuropäischen Sommerzeit ein schweißaufreibender Kraftakt, der selbst die besten Boulderer der Welt zur Verzweiflung bringen kann. Nicht so auf der Kärntner Koralpe: das Hochplateau bietet kühle Temperaturen, scharfen Granitgneis und jede Menge Spaß. Sofern man gewillt ist die Beine in die Hand zu nehmen und den zweistündigen Zustieg hinter sich zu bringen. Fotograf Bernhard Fiedler hat der Koralpe für das Bergwelten Magazin (August/September 2018) einen Besuch abgestattet – wir zeigen die schönsten Bilder.

Vier Freunde auf der Koralpe
Foto: Bernhard Fiedler
Vier Freunde auf der Koralpe

Bouldern im Sommer

Hitze bedeutet wenig Reibung, wodurch selbst gediegene Leisten zu Nanocracks und die besten Aufleger zu gusseisernen Schweißpfannen mutieren. Ergo: Die meisten Boulderer flüchten auf die südliche Halbkugel oder verziehen sich in dunkle Boulderhallen, aus denen sie erst wieder Ende September, wie blutdurstige Vampire empor steigen. Die meisten Kletterer haben allerdings notorische Budgetprobleme und im Sommer in einer Halle zu sitzen ist erstens schlecht für den Teint und zweitens wirklich zu hinterfragen. Also warum nicht den Alpen treu blieben und einfach jenseits der 2.000-Höhenmeter-Marke nach dem felsigen Glück suchen? Vier Freunde haben sich aufgemacht und sind dem Gerücht gefolgt, dass es in Kärnten eine Hochalpe gibt, die moderate Temperaturen, feinsten Granit und einsame Blöcke beheimatet. 

Boulderparadies Koralpe

Zum Fotografen

Zuerst war das Klettern, das er schon von Kind an betreibt. Es gab Jahre, da kam er auf 200 Klettertage, und irgendwann nahm er dann auch die Spiegelreflexkamera des Großvaters mit. Aus Spaß und Neugierde wurde viele Jahre später ein Beruf, sowohl als Felsakrobat vor der Kamera, als auch wachsames Auge hinter der Linse. Bernhard Fiedler ist Kletterer – vom Großzeh bis zur Spitze seines Haupthaars, und er ist Fotograf – von der Verwendung analogen Silberchromids hin zu den unendlichen Möglichkeiten digitaler Megapixel. Der leidenschaftliche Volvo-Fahrer hat mit den Kletterschuhen an den Füßen und der Kamera in der Hand den halben Globus bereist. Heute lebt und arbeitet er in Wien.

-

Mehr zum Thema

Bouldern auf der Kärntner Koralpe
Kletterparadiese

Bouldern im Alpenraum

Das Bergwelten Magazin (Oktober/ November 2018) entführt euch ins versteckte Boulderparadies Koralpe, aber nicht nur im Süden von Österreich finden sich solch unberührte Oasen - auch der restliche Alpenraum hat einiges an Flesblöcken zu bieten.
Bouldern Silvapark Paznaun Galtür Bergwelten
Der Silvapark ist ein genialer Felsenspielplatz im Paznauntal, nicht nur für Kinder: Gebouldert wird auf über 2.000 Metern Höhe, auf einem Sonnenplateau mit Aussicht und alpinem Flair. Im Bergwelten Magazin (Oktober/November 2017) findest du die ganze Geschichte, hier die einzelnen Sektoren im Detail!
Bouldern am Attersee
Im Salzkammergut wimmelt es nicht nur vor Seen und Bergen, auch zahlreiche Boulderblöcke finden sich in der Seenlandschaft. Am Südufer des Attersees verstecken sich im lichten Mischwald über 140 Boulderblöcke mit 300 Problemen: Von alpinen Schlüsselstellen in Kniehöhe und größter Körperbeherrschung auf kleinstem Raum. Wir stellen euch das Bouldergebiet Attersee im Detail vor.

Bergwelten entdecken