Ausnahmeklettererin

Barbara Zangerl - Aus dem Schatten der Meister

Aktuelles • 19. November 2015

Das Ausnahmetalent Barbara Zangerl nimmt den Zuseher mit auf eine Reise zu ihren bisher schwierigsten Touren – der „Alpinen Trilogie“.

Barbara Zangerl
Foto: ServusTV/ Alpsolut
Barbara Zangerl

Für viele Jahre war Barbara Zangerl als eine der besten weiblichen Boulderer der Welt und für zahlreiche Rekorde bekannt. Schon damals war sie eine der ersten Frauen, die es schaffte Klasse 8b zu klettern. An der Spitze dieser jungen Karriere erlitt sie im Alter von 19 Jahren einen Bandscheibenvorfall, der sie zwang dem Bouldern den Rücken zu kehren. Doch das Ende des Weges war für die gebürtige Vorarlbergerin noch nicht gekommen. So begann sie mit dem alpinen Klettersport und stellte sich den härtesten Routen der Berge – der „Alpinen Trilogie“.

Diese entstand Anfang der 1990er Jahre, als sich in den großen Wänden der Alpen der „10te Grad“ etablierte: „End of Silence“ am Feuerhörndl – erstbegangen von Thomas Huber, Stefan Glowacz’s Route „Des Kaisers neue Kleider“ am Wilden Kaiser und „Silbergeier“ von Beat Kammerlander im Schweizer Rätikon. Alle drei Extremkletterrouten gelten als Meilensteine des alpinen Klettersports und sind nicht umsonst weltweit in die alpinen Geschichtsbücher eingegangen.

Trotz herber Rückschläge ließ sich Barbara Zangerl nicht aufhalten und stellte sich der Herausforderung dieser harten Touren. Ihre Leidenschaft und Disziplin wurden schließlich belohnt: Als erste Frau in der Geschichte schaffte sie es alle drei Routen zu erklimmen und ist somit insgesamt die fünfte Person überhaupt, der das gelungen ist. Eine Leistung, die auch den Erstbesteigern großen Respekt abringt.


 

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