Vom Brunnen bei der Bushaltestelle Weberei in Engi, 812 m, geht man auf der Dorfstraße talaufwärts durch den Ortsteil Dörfli. Bei der letzten Häusergruppe zweigt man links ab und beginnt den zunehmend steiler werdenden Aufstieg Richtung „Skihütte Stäfeli – Zindelchopf“.
Man geht kurz an einem Bach entlang und dann auf einer Geländerippe in der Falllinie bis zu einem Fahrsträßchen. Beim Altstafelrus, 1.257 m, (Rus = Runse) bleibt man auf dem Sträßchen und gewinnt nach einer Richtungsänderung südwärts im Wald weiter an Höhe. In mehreren Kehren gelangt man zur Alp Sandigen, 1.545 m, wo man dem Zufahrtsweg zu den höher gelegenen Alpen treu bleibt. Im Rücken zeigt sich nun die Felsbastion des Glärnisch in ihrer vollen Größe. Rechts davon und bedeutend niedriger erkennt man den Vorder Glärnisch.
Das Gelände flacht nun merklich ab. Bei der Skihütte Stäfeli, 1.759 m, biegt man links ab und erreicht nach wenigen Schritten die Alp Fitteren (Brunnen), wo nebst Käse auch Milch gekauft werden kann. Man steigt auf dem befahrbaren Alpweg weiter bergan zum Bärenboden, 1.810 m, und von dort weiter zum Zindelchopf, 1.825 m. Es lohnt sich, die wenigen Meter vom Wanderweg hinunter zur Terrasse zu gehen und beim Felsabbruch den atemberaubenden Tiefblick nach Engi zu genießen. Zurück auf dem Weg geht es im Zickzack im terrassierten Lawinenschutzwald zum Figlerboden, 1.920 m, hinauf.
Hier verlässt man die markierte Route und nimmt den letzten Teil des Gipfelaufstiegs in Angriff. Man wendet sich dabei um 180 Grad und geht ca. 80 Meter auf einem gut erkennbaren Pfad weiter leicht bergauf, bis links ein Pfad, direkt den Hang hinaufführend, abgeht. Diesem folgend gewinnt man rasch an Höhe und somit den Südgrat des Sunnenhörnli.
In nun logischer Routenführung nähert man sich dem Gipfel. Linker Hand erkennt man die aus Steinmauern errichteten Lawinenschutz-Terrassen. Der bescheidene Gipfel des Sunnenhörnli, 2.164 m, wird durch einen Steinmann markiert. Die Rundumsicht über das halbe Glarnerland lässt indes kaum Wünsche offen. Auf dem Gipfelgrat steigt man dann weiter an bis zur deutlich erkennbaren Erhebung von Punkt 2.246 m.
Hier verlässt man den Trampelpfad und hält genau auf den im Norden erkennbaren Tümpel bei Punkt 2.163 m zu. Beim Blick zurück erkennt man den bröselig wirkenden Gulderstock. Am Tümpel steuert man die Mitte des Glärnisch an und gelangt so zwischen zwei Geländebuckeln hindurch an den Rand eines Geröllfeldes. Dort führt ein Trampelpfad das Heueggliloch hinunter und hinüber zum Heueggli, 1.965 m.
Hier stößt man auf einen markierten Weg, dem man nach rechts folgt. In nördlicher Richtung steigt man durch zunehmend bewaldetes und mit Farn bewachsenes Weidegebiet ab zu den Alpgebäuden der Schwammhütte und weiter zur Brücke über den Mülibach, 1.510 m.
Auf der gegenüberliegenden Seite hält man sich links und wandert auf dem Sträßchen mit Naturbelag, stets in Nähe des Mülibachs, bis nach Engi. Dort hat man beim Ausgang der Klamm, unterhalb des beeindruckenden Fabrikgebäudes der Weberei, den Ausgangspunkt bereits vor sich.