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Portraitreihe

Die Bergführer unserer Alpen

25. März 2020

Sie haben einst die Erstbesteiger und frühen Pioniere des Alpinismus nach oben geführt. Sie sind heute moderne Dienstleister und die Personifizierung des touristischen Bergsteigens. Aber vor allem sind sie eines – die stillen Begleiter der Berge. Im Rahmen der neuen Portraitreihe stellen wir euch Bergführer und Bergführerinnen der Alpen vor, gewähren Einblick in ihren Beruf und ganz persönlichen Alltag in den Bergen.

Die Bergführer im Portrait

Wo sich Walter Zörer am wohlsten fühlt: in den Bergen dieser Welt
Wenn man über den Beruf Bergführer berichten will, dann führt in Österreich eigentlich kein Weg an Walter Zörer vorbei. Der 49-jährige Osttiroler ist seit über 30 Jahren als Bergführer tätig und liebt seinen Beruf. Er hat Expeditionen auf die 8.000er-Gipfel des Himalaya geleitet, im Dienste der Wissenschaft die Antarktis erkundet und ist seit neuestem Präsident des Verbands der Österreichischen Berg- und Skiführer. Bergwelten hat ihn für die Portraitreihe „Bergführer der Alpen“ zum Gespräch getroffen.
Klaus Kranebitter ist am liebsten draußen unterwegs, egal ob als Bergführer oder privat mit der Fotokamera im Gepäck
Klaus Kranebitter, 46, ist Bergführer, Fotograf und Gründer der SAAC-Camps sowie der Initiative SnowHow. Der gebürtige Innsbrucker hat sich schon Früh für ein Leben in und von den Bergen entschieden. In seiner beruflichen Laufbahn hat er nicht nur ferne Länder bereist und entlegene Berge bestiegen, sondern auch gelernt, was den Beruf Bergführer wirklich ausmacht. Wir haben ihn zum Interview getroffen und eröffnen mit ihm unsere neue Portraitreihe auf Bergwelten.com, die sich den Bergführern unserer Alpen widmet. 
Die bergführende Traumerfüllerin Magdalena Habernig auf dem Weisshorn (4.504 m) in den Walliser Alpen
In Österreich gibt es rund 1.500 Bergführer und 30 Bergführerinnen. Die 38-jährige Osttiorlerin Magdalena Habernig ist eine von ihnen. Warum sich die studierte Meteorologin für ein Leben von und in den Bergen entschied und wie sie in den Westalpen ihr zweites Zuhause fand, erzählt sie im Gespräch.
„Wenn der Alpinismus dein Leben prägt, dann kommst du um die umfassendste Ausbildung nicht herum."
Jürgen Reinmüller vereint viele Berufe in einer Person: Staatlicher Berg- und Skiführer, Alpinschulleiter, Sachverständiger für Alpinunfälle, Lawinensprengbeauftrager und Umweltsystemwissenschafter. Aber vor allem ist der 37-jährige Steirer aus dem Gesäuse eines: passionierter Kletterer. Ein Gespräch über die Faszination, die unterschiedlichen Facetten und die Zukunft des Berufswesens Bergführer.
Das Skifahren war von Kindheit an Michaels große Leidenschaft und ist es bis heute geblieben
Der 32-jährige Berg- und Skiführer Michael Mautz besteigt Berge am liebsten per Ski: Von den Kärntner Heimatbergen bis hin zu den schroffen Gipfeln nördlich des Polarkreises. Einen eindeutigen Lieblingsberg hat der Weltenbummler keinen, doch ist er jedes Mal aufs Neue erfreut, wenn er schöne Gipfelerlebnisse mit seinen Gästen teilen kann. Bergwelten traf den Ausbildungsleiter des Bergführerverbandes der Sektion Kärnten zum Gespräch. 
Roman Dirnböck ist seit über 30 Jahren als Bergführer tätig. Unterwegs am Stüdlgrat zum Gipfel des Großglockner (3.798 m)
Roman Dirnböck, 53, ist seit über 30 Jahren als Bergführer tätig und bezeichnet sich selbst als „bergsüchtig“. Mit Kletterschuhen, Seil und Steigeisen hat der gebürtige Niederösterreicher den halben Globus bereist und ist mit seinen Gästen auf alle 82 Viertausender der Alpen gestiegen.
Günter Karnutsch mit einem seiner Gäste im Aufstieg auf den Gipfel des Dachsteins, Steiermark
Günter Karnutsch ist Präsident des Verbands der Salzburger Bergsportführer: Mit rund 40 Jahren Berufserfahrung darf er auf ein ereignisreiches und abenteuerliches Leben zurückblicken. Wir haben mit ihm über die Faszination der Berge, Skitourengäste, die im Anzug anreisen, sowie zukünftige Herausforderungen an seinen Beruf gesprochen.
Christoph Hüthmair am Gipfel des Zinalrothorn (4.221 m) in den Walliser Alpen
Christoph Hüthmair, 36, ist Bergmensch von Kopf bis Fuß. Für nichts in der Welt würde er sein Leben in und von den Bergen eintauschen wollen. Wir haben den oberösterreichischen Bergführer zum Interview getroffen, sind der Frage nach dem beruflichen Glück nachgegangen und haben erfahren wieso mit Braunbären in Kletterrouten nicht zu spaßen ist.
Hans Thurner am Gipfel des Wilden Hinterbergl (3.288 m) im Tourengebiet der Franz-Senn-Hütte in den Stubaier Alpen
Für Hans Thurner bedeutet Bergführen mehr, als bloß seinen Gästen den Weg auf den Gipfel zu zeigen. Der gebürtige Niederösterreicher hat die entlegensten Regionen der Erde bereist, die höchsten Gipfel bestiegen und ist mit Rucksack, Zelt und Wanderschuhen über den Alpenbogen von Wien nach Nizza marschiert. Die Alpen sind aber nach wie vor sein Zuhause und liebstes Arbeitsfeld.

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