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Die Kletterer am Weg zum Gipfel.
Foto: Markus Rohrbacher
Klettersteig-Check: Für Fortgeschrittene

Der Sisi-Klettersteig im steirischen Salzkammergut

• 29. Oktober 2021

Kompromisslose Linienführung, atemberaubendes Panorama: auf Besuch beim Sisi-Klettersteig im steirischen Salzkammergut.

Uwe Grinzinger für das Bergweltenmagazin August/September 2020

Warum der Name „Sisi“?

Weil Kaiserin Elisabeth („Sisi“) den Loser, diesen Stockzahn über Altaussee, aus eigener Kraft bestiegen haben soll – für Royals nicht selbstverständlich. Und betörend schön war sie auch, sagen viele – so wie der Klettersteig, der heute auf den Loser führt.

Die Kletterer beim Start des Klettersteiges.
Foto: Markus Rohrbacher
Nach dem Start wird es gleich sportlich und bald anhaltend steil.
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Worin liegt diese Schönheit?


„K. u. k.“ steht bei diesem Eisenweg für kompromisslose Linienführung und kolossales Panorama. In der Südwand wechseln lotrechte Aufschwünge mit luftigen Quergängen, während unten der Altausseer See und am Horizont das Gletschereis des Dachsteins funkeln.

Die Kletterer beim überqueren einer Passage.
Foto: Markus Rohrbacher
Bei der Seejodler-Querung hat man reichlich Luft unter den Fersen.

Wo wird’s intensiv?

An mehreren Stellen im Schwierigkeitsbereich C/D bis D. Wo Trittbügel fehlen, verlangt Reibungskletterei gute Beintechnik. Wer dort kein Auge für natürliche Tritte beweist und sich krampfhaft nach oben zieht, steht bald mit aufgepumpten Armen da.

Was sind die besten Stellen?

Pflicht-Fotolocation und abschließender Prüfstein sind der Panorama-Quergang und der Sisi-Pfeiler. Unter Überhängen pirscht man sich dort an einen bauchigen Aufschwung heran, den man dann spektakulär überwindet.

Eindrücke vom Ausblick während des Klettersteiges.
Foto: Markus Rohrbacher
Wie Fliegen an der Wand kleben die Klettersteiggeher am Fels. Über den Panorama-Quergang gelangt man an den Sisi-Pfeiler.

Wo können wir durchschnaufen?

Auf Absätzen zwischen den senkrechten Wandstufen. Sie sind ausgezeichnete Rastplätze.

Die Kletterer gönnen sich eine kurze Pause.
Foto: Markus Rohrbacher
Leichtere Passagen helfen, den Puls wieder zu beruhigen.

Gibt es einen Notausstieg?

Ja, aber erst kurz vor Schluss. Um überhaupt bis zum Fluchtweg zu kommen, muss man also den Großteil des Steigs meistern.

Können wir Einsteiger mitnehmen?

Nein. Novizen tasten sich lieber am nahen Übungsklettersteig „Sophie“ an die Senkrechte heran – der kleinen, vergleichsweise zahmen Klettersteigschwester der „Sisi“ (Schwierigkeitsgrad A/B mit einigen wenigen C-Stellen).

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