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Blick auf die Kletterer auf der herbstlichen "Rasante Kante"
Foto: Bernhard Hörtnagl
Klettersteig-Check: Für Fortgeschrittene

Der Gerlossteinwand-Klettersteig im Zillertal

• 13. September 2021

Der Gerlossteinwand-Klettersteig im Zillertal ist ein Eisenweg, wie ihn Könner mögen.

Uwe Grinzinger für das Bergweltenmagazin Oktober/November 2019

Warum zusteigen?

Weil der Steig spektakulär mitten durch eine wuchtige Nordwand führt. Er bietet alles, was eine tolle Wandkletterei ausmacht: glatte Platten, steile Kamine, luftige Verschneidungen, knackige Überhänge. Die Namen der Einzelpassagen wie „Rasante Kante“ oder „Pfundiger Pfeiler“ sprechen für sich. Trotz Seilbahnunterstützung stellt diese Halbtagestour einen hohen Anspruch an Kraft und Ausdauer der Klettersteiggeher.

Wo wird es intensiv?

Schlüsselstellen dieses Eisenweges sind der „Pfundige Pfeiler“ und die „Schwarze Verschneidung“, beide werden mit dem Schwierigkeitsgrad D bewertet. Weitere Stellen sind kaum einfacher (C/D). Wer schon am selektiven Einstieg Probleme hat, sollte abbrechen. Denn in dieser Tonart geht es weiter.

Die Klettergruppe in einer steilen, anspruchsvollen Passage der Gerlossteinwand
Foto: Bernhard Hörtnagl
Trotz Trittbügeln ist der „Pfundige Pfeiler“ anspruchsvoll.
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Gibt es einen Notausstieg?

Zwischendurch kann man nicht mehr „flüchten“, wenn man sich doch überschätzt hat. Die wenigen Rastplätze der durchgehend steilen Tour sollte man also klug nutzen und kraftsparend steigen.

Können wir Kinder mitnehmen?

Nein. Für Kinder und Ungeübte ist dieser Klettersteig nicht geeignet.

Was ist sonst zu beachten?

Die Nordwand ist im Sommer sehr angenehm, weil sie länger Schatten bietet. Im Frühjahr sollte man dagegen nicht zu bald anrücken und im Herbst nicht zu spät, denn auch der Schnee hält sich hier deutlich länger. Und nach Regen bleibt es länger rutschig.

Und das Panorama?

Das beeindruckt: Es reicht von den Fels- und Eisriesen der Zillertaler Alpen bis übers Zillertal hinaus zum Rofan.

Wo gibt es das Getränk zur Belohnung?

Insider schwören auf die urige „Alte Kotahornalm“. Diese ist beim Abstieg über einen kurzen Abstecher zu erreichen.

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