
So trainierst du fürs Sportklettern
Foto: Christian Riefenberg
von Claudia Timm
Inhalt
1. Einstieg mit System
2. Technik ist Trumpf
3. Köpfchen statt Kraft
4. Ängste überwinden
5. Krafttraining ja oder nein?
6. Verletzungen vermeiden
7. Übung macht den Meister
1. Einstieg mit System

2. Technik ist Trumpf
a) Saubere Fußarbeit
b) Klettern mit dem Körperschwerpunkt
c) Am langen Arm klettern

d) Zugrichtung der Griffe beachten
e) Vorausschauendes Klettern
3. Köpfchen statt Kraft

4. Ängste überwinden
So gehst du vor:
- Suche dir einen erfahrenen Sicherer, der weich sichern kann.
- Wähle eine Route, in der du dich wohlfühlst – idealerweise im Überhang, damit du frei ins Seil fällst.
- Starte mit kleinen Stürzen im Toprope und steigere dich langsam zu Vorstiegsstürzen oberhalb der sechsten Sicherung: unter der letzten geklippten Exe, auf Hüfthöhe und schließlich darüber.
- Fällt dir das Loslassen schwer, berühre stattdessen kurz den nächsten Griff – das lenkt die Aufmerksamkeit vom Sturz weg auf die Bewegung.
- Greife beim Sturz nicht ins Seil und lande kontrolliert mit leicht gebeugten Beinen.

5. Krafttraining ja oder nein?
6. Verletzungen vermeiden
- Aufwärmen ist Pflicht: Vor dem Klettern solltest du besonders Finger, Arme und Schultern gezielt mobilisieren. Starte mit leichten Dehn- und Aktivierungsübungen und beginne dein Training mit einfachen Routen zum Aufwärmen.
- Achte auf belastende Bewegungen: Moves wie Dynamos oder Aufsteller sehen cool aus, sind aber sehr belastend für Sehnen und Gelenke. Führe sie nur aus, wenn du die nötige Körperspannung hast – und dosiere sie im Training.
- Höre auf, bevor du völlig platt bist: Wenn dir die Kraft ausgeht, steigt die Verletzungsgefahr. Deine Muskeln können dann Griffe nicht mehr richtig halten – die Belastung geht direkt auf Gelenke, Bänder und Knorpel.
- Gönn dir Pausen: Trainingsfreie Tage helfen deinem Körper bei der Regeneration. Wenn du Schmerzen hast, heißt es Pause machen statt durchziehen.
- Finger weg von Griffbrett: Hangboard, Campusboard und ähnliche Tools sind nichts für Einsteiger. Sie erhöhen die Belastung auf Sehnen und Finger – ohne das nötige Fundament steigt das Verletzungsrisiko rapide.
- Ausgleichstraining nicht vergessen: Starke Gegenspieler und Beweglichkeit sind entscheidend. Dehne regelmäßig und trainiere deine Schultern, Rumpf und Antagonisten gezielt – das schützt vor typischen Kletterbeschwerden an Fingern, Ellenbogen oder Schultern.
