Lawinenschaden

Erzherzog-Johann-Hütte: Staublawine zerstört Materialseilbahn

Aktuelles • 21. Dezember 2020

Die Materialseilbahn und Infrastruktur der Erzherzog-Johann-Hütte wurde von einer Staublawine größtenteils zerstört! Der weitere Betrieb der höchsten Schutzhütte Österreichs auf 3.454 m ist somit fraglich, der Österreichische Alpenklub (OEAK) hat zum Spendenaufruf ausgerufen.

Die Staublawine zerstörte drei Stützen der Materialseilbahn der Erzherzog-Johann-Hütte
Foto: Toni Riepler
Die Staublawine zerstörte drei Stützen der Materialseilbahn der Erzherzog-Johann-Hütte

Zukunft der Adlersruhe ungewiss

Nach den starken Schneefällen in Osttirol hat vergangene Woche eine gewaltige Staublawine wesentliche Teile der Infrastruktur der Erzherzog-Johann-Hütte auf dem Großglockner zerstört. Hüttenwirt Toni Riepler gab nach einem ersten Erkundungsgang bekannt, dass drei der insgesamt fünf Liftstützen der Materialseilbahn von der Lawine völlig demoliert wurden.

Die in Alpinkreisen auch als „Adlersruhe“ bezeichnete Erzherzog-Johann-Hütte gilt als wichtiger Standpunkt für die Glockner-Besteigung und als entscheidender Stützpunkt für Rettungsaktionen auf dem höchsten Berg Österreichs. Die durch den Schaden entstandenen Reparaturkosten dürften mehrere hunderttausend Euros betragen. „Sollten die Mittel für Wiederherstellung der Seilbahn nicht aufgebracht werden können, ist dies für den Österreichischen Alpenklub, sowie für den Pächter existenzbedrohend“, so der Österreichische Alpenklub in seiner Stellungnahme.

Eine zerstörte Seilbahnstütze im Mittelbereich der Materialseilbahn, im Hintergrund der Großglockner
Foto: Toni Riepler
Eine zerstörte Seilbahnstütze im Mittelbereich der Materialseilbahn, im Hintergrund der Großglockner

Spenden für die Adlersruhe

Der Österreichische Alpenklub hat ein Spendenkonto eingerichtet und freut sich über jede Unterstützung. 

Österreichischer Alpenklub Oberbank

IBAN: AT18 1500 0043 8102 4381 

BIC: OBKLAT2L 

Verwendungszweck: Lawine 

Mehr zum Thema

Neues Glocknerbiwak Salewa3000
In den vergangenen Tagen wurde eine moderne Biwakschachtel hinter dem alten, baufälligen Glocknerbiwak auf 3.205 m aufgestellt. Hier seht ihr beeindruckende Bilder vom Baufortschritt am höchsten Berg Österreichs.
Angy Eiter während ihrer Erstebgeung von „Madame Ching“ (9b) im Tiroler Oberland
Extrem steil, stark überhängend und über 50 Meter lang: Die österreichische Sportkletterin Angy Eiter hat mit der Erstbegehung ihres Projekts „Madame Ching“ (9b) abermals die Grenzen des Machbaren verschoben. Der Kurzfilm „Erste Sein“ dokumentiert eindrucksvoll ihren wochenlangen Kampf mit der noch unbegangenen Route, die sie erst Zug für Zug zusammensetzen musste.

Bergwelten entdecken