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Wer beim Radfahren die sportliche Herausforderung sucht, kommt in der Südsteiermark auf seine Kosten.
Für alle, die Höhenmeter lieben: 10 sportliche Radtouren in der Südsteiermark
Werbung5 Min.12.04.2026
Foto: Tourismusverband Südsteiermark / Lukas Elsneg
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Wer glaubt, die Südsteiermark sei nur sanft und genussvoll, wird hier eines Besseren belehrt. Hinter den Weinbergen warten knackige Anstiege, lange Distanzen und anspruchsvolle Strecken. Perfekt für alle, die sich fordern wollen – und dafür mit großartigen Ausblicken belohnt werden möchten.

Inhalt
  1. 1. Biken ohne Grenzen: Nandlrunde
  2. 2. Vom See zur Alm: Soboth Erlebnistour
  3. 3. Almrunde mit Biss: Glitz-Alm-Tour
  4. 4. Mit dem Bike über alle Berge: Glashütten-Tour
  5. 5. Graveln ohne Grenzen: St. Pongratzen – Sveti Duh-Runde
  6. 6. Teststrecke für Nachwuchsbiker: Wolfgangi-Tour
  7. 7. Flow ohne Ende: Um den Kapuner
  8. 8. Mit dem Rennrad durch die Region: Sausal Zick-Zack
  9. 9. Rauf und runter: Weinstraßen Rock and Roll
  10. 10. Ohne Schweiß, kein Preis: Schilcherland Bergpreis

1. Biken ohne Grenzen: Nandlrunde

Die Nandlrunde zählt zu den ältesten Mountainbike-Routen rund um Eibiswald und ist ein grenzüberschreitender Klassiker mit Geschichte: Ausgetüftelt wurde die Tour von Mountainbike-Pionier Luis Veronik als Grenzübertritte nach Jugoslawien noch verboten waren. Zu groß war die Versuchung, die schönen Singletrails jenseits der Landesgrenze mit dem Bike zu befahren. Heute führt sie über die slowenische Makedamstraße, lässige Schotterpisten und wurzelige Singletrails. Dabei eröffnen sich immer wieder weite Ausblicke ins Drautal bis hin zu Petzen und Karawanken. Besondere Akzente setzen Kraftplätze wie die Kirche Sveti Jernej und die tausendjährige Linde beim Nandl.

Die Nandlrunde
im Überblick:
  • Start: Eibiswald

  • Dauer: 3,5 Stunden

  • Schwierigkeit: Leicht

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Sportliche Mountain- oder Gravelbike-Einsteiger

  • Highlights: Aussicht auf Drautal, Petzen und Karawanken, Kraftplätze an der Kirche Sveti Jernej und der tausendjährige Linde beim Nandl, Aussicht vom Buchenberg


2. Vom See zur Alm: Soboth Erlebnistour

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Diese mittelschwere Mountainbiketour vereint alles, was sportliche Biker suchen: fordernde Anstiege, flowige Abfahrten und eine genussvolle Einkehr. Start ist in Soboth, von wo es hinauf auf den aussichtsreichen Klobensattel geht. Nach der ersten Abfahrt lockt ein Abstecher zur Mariengrotte am Feistritzbach. Entlang der slowenischen Grenze jagen mehrere kurze Anstiege zum türkisblauen Sobother Stausee den Puls in die Höhe. Richtig steil wird es von St. Vinzenz hinauf zur Dreieckalm. Der verdiente Lohn: Eine herzhafte Jause mit Brot, Käse und Speck auf der Dreieckshütte von der aus man einen herrlichen Tiefblick auf das Sulm- und das Saggautal hat. Zum Nachtisch surft man auf spaßigen Singletrails zurück nach Soboth.

Die Soboth Erlebnistour
im Überblick:
  • Start: Soboth Ort

  • Dauer: 4,25 Stunden

  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Fortgeschrittene Mountainbiker und E-Mountainbiker

  • Highlights: Mariengrotte am Feistritzbach, Baden im Soboth-Stausee, Einkehr auf der Dreieckhütte mit Panorama über Sulm- und Saggautal und der knackige Singletrail nach Soboth-Ort


3. Almrunde mit Biss: Glitz-Alm-Tour

Von den Weinbergen bei Wies auf die Koralpe: Mit 64 Kilometern und knapp 1.700 Höhenmetern fordert die Glitz-Alm-Tour selbst erfahrene Mountainbiker. Schmale Singletrails, Steine und Stufen verleihen der MTB-Tour die nötige technische Würze. Gefragt sind Kondition, Fahrtechnik und Orientierungssinn – rasche Wetterumschwünge mit Nebel sind auf der Koralpe keine Seltenheit. Belohnt wird man mit unvergesslichen Momenten und traumhaften Ausblicken auf Glitzfelsen, Frauenfelsen und Ochsenstein. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis in die Täler der Saggau sowie der Weißen und Schwarzen Sulm.

Die Glitz-Alm Tour
im Überblick:
  • Start: Wies

  • Dauer: 7 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober

  • Geeignet für: Technisch versierte und konditionsstarke Mountainbiker und E-Mountainbiker

  • Highlights: Ausblick vom Glitzfelsen, Frauenfelsen und Ochsenstein, Garanaser Hochmoor, Schirchleralm, Brendl, Kramerin, Glitz und Wirtbartl


4. Mit dem Bike über alle Berge: Glashütten-Tour

Die Glashütten-Tour ist ideal für Mountainbike-Einsteiger mit sportlichem Anspruch. Vom Bauhof Bad Schwanberg geht es stetig bergauf ins Bergdorf Glashütten. Die anschließende Abfahrt über den Gressenberg begeistert mit einem herrlichen Weitblick auf die Koralpe. Besonders ins Auge fällt dabei ihr höchster Gipfel: der Große Speikkogel mit seinem markanten Rundfunksender. Perfekt für eine Pause ist der familiengeführte Alpengasthof Lenzbauer. Hier sorgt regionale Hausmannskost für eine wohlverdiente Stärkung. Danach rollt man entspannt zurück ins Tal zum Ausgangspunkt in Bad Schwanberg.

Die Glashütten-Tour
im Überblick:
  • Start: Bad Schwanberg

  • Dauer: 4,5 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober

  • Geeignet für: Sportliche Mountainbiker-Einsteiger

  • Highlights: Bergdorf und Geopark Glashütten, Aussicht von Gressenberg auf die Koralpe und Heilmoorbad Schwanberg


5. Graveln ohne Grenzen: St. Pongratzen – Sveti Duh-Runde

An der Grenze zwischen Südsteiermark und Slowenien wartet mit der St. Pongratzen–Sveti Duh-Runde ein sportliches Highlight auf ambitionierte Gravelfans. Von Eibiswald aus führt eine teilweise steile Strecke hinauf nach St. Pongratzen. Von dort aus geht es über ruhige Nebenstraßen zum naturbelassenen Kapla See. Der steile Schotteranstieg von Gradišče zur Wallfahrtskirche zum Heiligen Geist gehört zu den schönsten Gravelpassagen der Region. Oben belohnen weite Ausblicke und ein besonderer Kraftplatz rund um Kirche und alte Linde. Wer noch Reserven hat, kann die Tour verlängern und über die Kreuzbergwarte und Großklein zum Ausgangspunkt zurückgelangen.

Die St. Pongratzen – Sveti Duh-Runde
im Überblick:
  • Start: Eibiswald

  • Dauer: 5 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Konditionsstarke Gravelbiker

  • Highlights: Baden im Kapla See, legendärer Anstieg von Gradisce zur Kirche Sveti Duh mit der tausendjährigen Linde, Weitblick über Südsteiermark und Slowenien, Aussicht von der Kreuzbergwarte


6. Teststrecke für Nachwuchsbiker: Wolfgangi-Tour

Bei dieser familienfreundlichen Mountainbiketour von Bad Schwanberg zur Wolfgangikirche können motivierte Nachwuchsbiker ihr sportliches Können unter Beweis stellen. Idyllisch auf einem 766 Meter hohen Hügel gelegen, gehört die 1494 erbaute Kirche mit ihrem frühbarocken Hochaltar zu den beliebtesten Aussichtspunkten im Schilcherland. Bei klarer Sicht reicht der Blick von der Koralm über das Sulm- und Laßnitztal bis nach Graz und zu den Bergen in Slowenien. Auf dem Rückweg laden das Gasthaus Gregorhansl und die urigen Buschenschänken entlang der Schilcherweinstraße zur einer wohlverdienten Stärkung ein.

Die Wolfgangi-Tour
im Überblick:
  • Start: Bad Schwanberg

  • Dauer: 2 Stunden

  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel

  • Beste Jahreszeit: April bis Oktober

  • Geeignet für: Raderprobte Nachwuchs-Mountainbiker

  • Highlights: Buschenschänken und Gasthäuser zum Einkehren, Schloss Hollenegg mit seinem schönen Schlossgarten und das Heilmoorbad Bad Schwanberg


7. Flow ohne Ende: Um den Kapuner

Die Kapuner-Tour im Südsteirischen Schilcherland umrundet den markanten Eibiswalder Hausberg und führt dabei sogar kurz über die Grenze nach Slowenien. Die mittelschwere MTB-Runde hat es sportlich in sich: Über den steilen Römerweg geht es hinauf zum Radlpass, dann folgt ein knackiger Anstieg auf den Kapuner auf slowenischer Seite. Zum Abschluss wartet ein Trailfeuerwerk der Extraklasse: In zahlreichen Anliegern und Steilkurven schlängelt sich der flowige 3Eiben-Hausberg-Trail vom Jägerkreuz zum Buschenschank Glirsch. Nach einer verdienten Einkehr rollt man entspannt nach Eibiswald zurück.

Die Kapuner-Tour
im Überblick:
  • Start: Eibiswald

  • Dauer: 3 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Sportliche Mountainbiker und E-Mountainbiker

  • Highlights: Knackige Anstiege am Römerweg und auf den Kapuner, flowige Abfahrt auf dem 3Eiben-Hausberg-Trail, Besuch im Schloss Eibiswald


8. Mit dem Rennrad durch die Region: Sausal Zick-Zack

Die Sausal Zick-Zack-Tour ist eine lange, fordernde Rennradrunde für echte Ausdauerbegeisterte. Von Gamlitz geht es über Ragnitz hinauf auf den Seggauberg und weiter entlang der Sausaler Weinstraße. Steile Passagen, schnelle Wechsel und stetiges Auf und Ab treiben den Puls nach oben – besonders rund um die steilen Weinberge von Kitzeck im Sausal. Die Tour ist über 90 Kilometer lang und hat rund 1.200 Höhenmeter, was Kondition und Durchhaltevermögen verlangt. Belohnt wird man mit großartigen Ausblicken und genussvollen Zwischenstopps entlang der Strecke.

Der Sausal Zick-Zack
im Überblick:
  • Start: Gamlitz

  • Dauer: 5,25 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Rennradfahrer mit guter Grundkondition

  • Highlights: Schloss Gamlitz, Weingüter und Buschenschänken entlang der Sausaler Weinstraße, Weinort Kitzeck im Sausal mit dem Steirischen Weinmuseum und Lavendelfeldern, Besuch im Schloss Seggau


9. Rauf und runter: Weinstraßen Rock and Roll

Steile Anstiege, schnelle Abfahrten und große Ausblicke – der Weinstraßen Rock and Roll zaubert leidenschaftlichen Rennradfahrern garantiert ein Lächeln ins Gesicht. Auf 77 Kilometern und rund 1.000 Höhenmetern jagt ein Auf und Ab das nächste. Von Gamlitz führt die mittelschwere Rennradrunde über Leutschach, Eichberg und Labitschberg durch die hügelige Landschaft der Südsteirischen Weinstraße. Wer durchhält, wird belohnt: mit spektakulären Ausblicken, sonnendurchfluteten Rebhängen und genussvollen Stopps entlang der Strecke. Ein intensiver Rennradtag, der Kraft kostet – und lange im Gedächtnis bleibt.

Der Weinstraßen Rock and Roll 
im Überblick:
  • Start: Gamlitz

  • Dauer: 4,5 Stunden

  • Schwierigkeit: Mittel

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Sportliche Rennradfahrer

  • Highlights: Fotospot am Steiermark Herzbankerl, Schloss Seggau, Freibad Ehrenhausen


10. Ohne Schweiß, kein Preis: Schilcherland Bergpreis

Auf der Jagd nach Höhenmetern werden ambitionierte Rennradfahrer beim Schilcherland Bergpreis fündig. Diese anspruchsvolle Runde fordert die Wadln – und zeigt die Südsteiermark von ihrer schönsten Seite. Zum Einrollen führt die Strecke von Gamlitz aus flach bis nach St. Peter im Sulmtal. Dann folgt die Schlüsselpassage: der steile Anstieg nach St. Anna mit bis zu 16 Prozent Steigung. Hier zählen Kraft und Ausdauer. Oben angekommen werden die Fahrer mit weiten Ausblicken bis nach Slowenien und Ungarn belohnt. Zurück führt die Route über Eibiswald. Entlang der Südsteirischen Weinstraße sorgen zahlreiche Buschenschänken für ein genussvolles Finale: Ein Glas Schilcher erfrischt und rundet den schönen Tag ab.

Der Schilcherland Bergpreis
im Überblick:
  • Start: Gamlitz

  • Dauer: 6 Stunden

  • Schwierigkeit: Schwer

  • Beste Jahreszeit: März bis Oktober

  • Geeignet für: Sportliche Rennradfahrer

  • Highlights: Bergetappe nach St. Anna, Weingüter und Buschenschänken entlang der Südsteirischen Weinstraße