
Martin Mayr hat gemeinsam mit Kornelius Obleitner für uns mehr als 100 Boulder-Touren im Zillertaler Ginzling Wald aufgezeichnet. Hier verrät er seine Tipps für das Bouldergebiet.
Ginzling Wald war für mich der erste Kontakt mit Boulderblöcken im Zillertal. Beim Seilklettern konnte ich nie an meine Grenzen gehen – ich hatte Angst vor dem Stürzen, der Fokus lag immer nur auf der nächsten Schlinge und nicht auf der Bewegung. Und so kam es, dass mein Freund Mario und ich irgendwann das Bouldergebiet Ginzling Wald erkundeten und uns sofort in diese Art zu klettern verliebten. Hier habe ich auch das erste Mal neue Boulder geputzt. Wir befreiten Blöcke von Moos und Flechten und versuchten, sie mit unseren Kletterfähigkeiten zu lösen. Ich habe mir in Ginzling das Boulderfieber eingefangen und bin es seit 20 Jahren nicht mehr losgeworden.
Es ist eines ersten Gebiete im Zillertal, an dem man nach der langen Winterpause seine Hallenfitness checken kann, da hier der Schnee schnell geschmolzen ist. Außerdem hat das Gebiet einen kurzen Zustieg und Boulder in allen Schwierigkeiten.
Sun Dance sit ist einer meiner Favouriten, da er mir alles abverlangt: maximale Züge, Knieklemmer und die Höhe sind ein genialer Mix.
Je nach Schnee kann man schon im Februar klettern. In den Sommermonaten ist der Morgen die beste Tageszeit, da die Sonne erst ab Mittag in das Gebiet kommt. Der schöne, trockene Herbst ist aber mit Sicherheit die beste Jahreszeit im Ginzling Wald.
Info: Ginzling Wald bietet über 100 Boulder in den Schwierigkeitsgraden 3c bis 8b+. Hier gibt es alle Topos auch als pdf Download.

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