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Filmfestival

Mountainfilm Graz 2022

• 11. November 2022
2 Min. Lesezeit

Vom 15. bis 19. November 2022 ist Graz die Hauptstadt der Berg- und Abenteuerfilmwelt: Der Wettbewerb um den begehrten „Grand Prix“ und die Preise in vier Kategorien bringen die aktuellen und besten Produktionen in die steirische Landeshauptstadt.

In the Shade of Chamlang
Foto: Jeremie Chenal
„In the Shade of Chamlang“ begleitet den Versuch, eine der letzten großen unbestiegenen Felswände im Himalaya zu bezwingen
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Das Publikum darf sich schon jetzt freuen, was Festival-Direktor Robert Schauer diesmal auf die Beine gestellt hat: 282 Filme wurden heuer eingereicht, 119 werden im Rahmen des traditionellen Festivals gezeigt und am Ende (Samstag, 19.11.) bekommen die Sieger, die schon vorab eine Jury ermittelt hat, in der „langen Nacht des Bergfilms“ noch einmal die geballte Aufmerksamkeit.

In der Kategorie „Sport in Berg- & Naturräumen“ fällt „Adam Ondra: Pushing the Limits” auf: Regisseur Jan Simanek hat ein facettenreiches Porträt seines Landsmannes geschaffen, der seit einigen Jahren als stärkster Kletterer der Welt gilt. Der Vorbereitungen auf internationale Wettkämpfe werden in dieser Doku einsame Klettereien gegenübergestellt. Für einen Preis ist „The Ultimate Run“ von Christoph Thoresen nominiert: Hier führt der Südtiroler Free-Rider Markus Eder alle Genres des Skifahrens in einem Streifen vor.

Adam Ondra in „Pushing the Limits“
Foto: Jan Simanek
In „Adam Ondra: Pushing the Limits“ bereitet sich der Ausnahme-Kletterer auf die Olympischen Spiele in Tokyo vor

Ein vielschichtiger Repräsentant aus der Kategorie „Alpinismus & Expeditionen“ ist etwa „Ganz Oben“: Ralf Dujmovits, der als erster Deutscher auf allen 14 Achttausendern der Welt stand, wird als Alpinist, aber vor allem als lebendiger Charakter vorgestellt. Erfolge gehören für ihn genauso wie das Scheitern und unerfüllte Sehnsüchte – in seinem Fall eine Besteigung des Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff – zu einem erfüllten Leben. Auf der Festivalbühne wird Ralf Dujmovits gemeinsam mit Vertretern der Filmcrew über seine Expeditionen und die Dreharbeiten sprechen. „24 Stunden Odyssee“ begleitet das kletternde Paar und Dreamteam Babsi Zangerl und Jacopo Larcher auf ihrem Weg durch die schwierigste Route in der Eiger-Nordwand.

Filme wie „Der Sibirische Tiger – Seele der russischen Wildnis” von Franz Hafner sind repräsentativ für großartige Produktion aus dem Bereich von „Natur und Umwelt“, die in Graz gezeigt werden. In dieser Kategorie liegt der inhaltliche Fokus – beispielsweise auch bei „Rückkehr nach Alaska“ von Beat Bieri – längst auf dem Schutz der fragilen Ökologie und den Klimaveränderungen des Planeten.

Beat Kammerlander in „Visionäre der Vertikalen“
Foto: Ray Demski
Beat Kammerlander wird im Rahmen des Festivals seinen Vortrag „Visionäre der Vertikalen“ halten

Bei „Menschen & Kulturen“ darf man sich auf „Namaste Himalaya“ von Anna Baranowski und Michael Moritz freuen: Die Doku zeichnet anhand eines wandernden Paars ein feinfühliges Nepal-Bild. Für den „Horse Tamer“ begleitete der iranische Filmemacher Hamid Sardar mehr als zehn Jahre das Leben der letzten mongolischen Nomaden und ihren Pferden.

Als Spezial-Programm werden diesmal die österreichische Kletter-Legende Beat Kammerlander und der ukrainische Top-Alpinist Ukrainer Mikhail Fomin im Rahmen des Festivals Multivisionsvorträge halten.

In Summe ist Mountainfilm Graz mehr als nur Kino: Auf der Bühne erzählen manche der Filmschaffenden mit den Protagonisten von ihrer Arbeit und ermöglichen dem Publikum tiefere Einblicke zur Entstehung der Produktionen. Das Festival ist auch ein Meetingpoint für Gleichgesinnte, die sich über die Filme für eigene Abenteuer inspirieren lassen. Durch die ebenfalls anwesenden Vertreter aus der Sportartikel-Industrie gibt es zudem vor Ort die Beratung zur passenden Ausrüstung. Einige gute Gründe also Mitte November nach Graz zu kommen.

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