
Zwischen Ende März und Anfang April verwandelt sich die Wachau in ein Blütenmeer aus Weiß und zartem Rosa. Diese fünf Wanderungen führen zu den besten Orten, um die Marillenblüte an der Donau zu genießen.
Wenn über 100.000 Marillenbäume ihre Knospen öffnen, verwandelt sich die Wachau in ein Blütenmeer aus Weiß und zartem Rosa. Wer zur richtigen Zeit kommt, erlebt eines der eindrucksvollsten Frühlingsschauspiele in Niederösterreich.
Die Marillenblüte startet voraussichtlich Mitte bis Ende März und geht bis in den April hinein. Je nach Witterung dauert sie zwischen 10 Tagen und drei Wochen. Die Blüte beginnt bei Krems und breitet sich dann durch die Wachau bis nach Aggsbach Markt und den Spitzer Graben aus.
Rossatz-Arnsdorf ist Österreichs größte Marillenanbau-Gemeinde – kein Wunder, dass es hier sogar sieben Wanderwege gibt, die unter dem Namen „Marillenmeile" durch Marillengärten und an Marillenanbaubetrieben vorbeiführen. Die gesamte Route verläuft von St. Johann im Mauertale über Oberarnsdorf nach Hofarnsdorf bis Mitterarnsdorf und Bacharnsdorf.
Die Marillenmeile ist in zwei Bereiche unterteilt: Die Marillenmeile Ost umfasst die Ortschaften Rührsdorf, Rossatz und Rossatzbach, die Marillenmeile West die Ortschaften St. Johann im Mauertale sowie die vier Arnsdörfer Oberarnsdorf, Hofarnsdorf, Mitterarnsdorf und Bacharnsdorf.





Der Welterbesteig ist ein traumhafter Weitwanderweg durch die gesamte Wachau. Auf der Etappe 10 von Aggsbach Dorf nach Hofarnsdorf kann man am Südufer der Donau auch die Marillenblüte besonders schön erleben. Von oben blickt man auf die blühenden Bäume und am Ende der Etappe gibt es in Aggstein einen 1,6 Kilometer langen Genusswanderweg durch Wiesen mit Marillenbäumen, der sogar mit dem Kinderwagen begehbar ist.




Rund um Unterbergern prägt die Marille das Landschaftsbild. Auf der Etappe 13 des Welterbesteiges Wachau von Unterbergern nach Mautern genießt man immer wieder Blicke auf blühende Marillengärten. Unterwegs kommt man am Stift Göttweig vorbei, das einen eigenen Marillengarten besitzt. Empfehlenswert ist auch ein Abstecher zur Ferdinandswarte, von der aus man einen der schönsten Blicke ins Donautal hat.





Wer etwas mehr Abwechslung sucht, findet sie oberhalb von Rossatz. Die Hirschwand (635 m) und der Seekopf (671 m) gehören zu den wenigen Erhebungen der Wachau, die für Wanderer und Klettersteigfans gleichermaßen geeignet sind. Die Rundtour über den Steinige-Ries-Steig und den Meurersteig dauert rund vier Stunden.
Unterwegs wechseln sich Felskulissen aus rotgelbem Gneis, Eichen- und Kiefernwälder sowie Tiefblicke zur Donau und auf malerische Ortschaften ab.
Wichtig: Die Besteigung der Hirschwand erfordert Klettersteig-Erfahrung, da es hier Stellen mit Eisenklammern und Drahtseil gibt.




Der Marillen-Erlebnisweg in Krems-Angern ist ein ca. 7 km langer Rundweg mit mehreren Stationen. Auf dem zweistündigen Spaziergang erfährt man auf ausführlichen Schautafeln Wissenswertes über die Tiere im Marillengarten, die Marillenblüte und die Arbeit im Obstgebiet. Start und Ziel ist der Weinhof Aufreiter.
Tipp für die Anreise: Da die Parkmöglichkeiten begrenzt sind, empfiehlt sich die Anreise von Krems mit dem Bus 446.




Da die Parkplätze in der Wachau begrenzt sind und gerade zur Zeit der Marillenblüte auch Stau entstehen kann, empfehlen wir unbedingt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Frühlingsticket Wachau (13. März bis 26. April 2026): Gültig an Freitagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen für Wachaubusse, Fähren und die Wachaubahn. Erwachsene: 14 Euro, Kinder: 7 Euro.
Tageskarte Wachau: Ganzjährig erhältlich, gültig für Wachaubusse und Fähren. Erwachsene: 12 Euro, Kinder: 6 Euro.
Wachaubahn: Startet ab 13. März in die neue Saison, fährt bis 23. April an Freitagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen.
Weil die Marillenblüte in der Wachau so ein beliebtes Ereignis ist, kann man die Entwicklung der Knospen und Blüten mittels einer Live-Webcam beobachten. Ob sich die Anreise lohnt, kann man stets aktuell auf der Marillenblüten-Webcam beobachten.


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