
Kindertour: Wildniswandern im Bayerischen Wald
von Uli Wittmann
Der„Eiserne Vorhang“, die stark befestigte Grenze der ehemaligen CSSR, riegelte das Land zum Bayerischen Wald hin ab. Als Schüler war ich einmal an einer Grenzwanderung im Winter dabei. Fasziniert und mit einem leichten Gruseln, sah ich durch das Fernglas, wo sich die Grenztruppen auf der tschechischen Seite getarnt aufhielten um wiederum uns zu beobachten.
So seltsam es klingt: Die Natur im Bayerischen- und dem Böhmerwald profitiert heute noch von der Zeit des „Kalten Krieges“. Hier siedelte sich auf keiner Seite der Grenze Industrie an und die Natur kam ohne störende Menschen aus. Von den Grenzpatroullien mal abgesehen. Es schien fast so, als hätten alle den „Woid“, wie ihn die Einheimischen nennen, vergessen.
Im bayerischen Sibirien
1970 entstand im Bayerischen Wald der erste Nationalpark der Bundesrepublik, der in den Neunziger Jahren auf 24.000 Hektar erweitert wurde. Seltene Tiere wie Fischotter und Luchse haben hier ihr Reservat. Wer den wilden Tieren besonders nahe kommen will, wählt die Rundtour vom Hans-Eisenmann Haus durch das Tierfreigelände.

Wandern · Bayern

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