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Große Abfahrten: Mit Nadine Wallner nach Alaska

• 21. Februar 2017
von Klaus Haselböck

Werden Freeride-Weltmeisterin Nadine Wallner die Alpenberge zu klein, sucht sie in Alaska nach neuen Lines. Wir zeigen, was sie dort dabeihat.

„Skifahren ist wie Zähneputzen“, meint Nadine Wallner. Aus Klösterle am Arlberg stammend, waren die beiden Bretter für sie schon als Dreijährige das Selbstverständlichste der Welt. Mit sechs bewegte sie sich so souverän auf ihnen, dass sie gemeinsam mit ihrem Vater die Valluga-West befuhr – eine vierzig Grad steile, hoch über Lech gelegene Tiefschnee- Abfahrt, die eigentlich ein Test-Piece für gereifte Freerider ist.

„Was bei mir schon früh gesät wurde, kann ich heute ernten“, freut sich die 27-Jährige, die Skifahren längst zum Beruf gemacht hat. Als Jugendliche nahm sie noch an Slalom-Rennen teil, erkannte aber, dass ihre Möglichkeiten dort beginnen, wo die Pisten enden: Die staatliche Skilehrerin und Skiführerin gewann 2013 und 2014 die Gesamtwertung der Freeride World Tour. Bei diesem Pendant zum alpinen Skiweltcup sind nur Start und Ziel vorgegeben. Die Teilnehmer bestimmen selbst, wie spektakulär sie ihre Linie durch eine steile Flanke anlegen und was sie an waghalsigen Elementen in Form von Sprüngen und Salti einbauen.

Leben ohne Dusche

Atemberaubende Freeride-Lines sind Teil der ServusTV-Doku „Exploring Alaska“: Mit der Salzburgerin Eva Walkner, zweifache Freeride-Weltmeisterin, erkundete Nadine bei zwei Reisen den nördlichsten Bundesstaat der USA: „Dort gibt es für Skifahrer viel zu tun.“ Dabei endete der erste Trip dramatisch: Nadine erlitt bei einem Sturz einen offenen Bruch und musste sich durch eine zweijährige Rehabilitation kämpfen, ehe sie 2016 wieder dorthin kam.

In Alaska, das flächenmäßig fast fünfmal so groß ist wie Deutschland, braucht es beim Freeriden eine gänzlich andere Logistik als in den Alpenbergen: Gemeinsam mit der Amerikanerin Kirsten Kremer wurden die beiden samt Zelt (01), Schlafsack (02, 08) und Koch-Ausstattung (57, 60, 61, 63, 66) eingeflogen. Dass das Camp- Leben recht spartanisch ausfiel, hat die Vorarlbergerin nicht gestört: „Ich kann lange ohne Dusche leben.“ Einen Luxus gönnte sie sich hingegen bei den Skiern und nahm gleich zwei Paar mit (34, 35): „Wenn dort etwas kaputtgeht, ist es vorbei.“ Großen Respekt haben dem Freeride-Trio, das die Region über ausgedehnte Skitouren erkundete, die riesigen Seracs und Spalten des 45 Kilometer langen Gletschers abgenötigt: „Das ist alles viel anspruchsvoller als bei uns.“ Steigeisen (25), Seil (07) und Klettergurt (33) hatten sie stets dabei, genauso wie die Notfallausrüstung (12, 37, 50, 51) für Lawinenabgänge.

Exploring Alaska Nadine Wallner Freeriden in Alaska
Foto: Anton Brey
Nadine Wallner in Action: Freeriden in Alaska
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„In so einem Gelände unterwegs zu sein ist faszinierend und ein stetiger Lernprozess“, fasst Nadine Wallner ihre beiden Alaska-Erfahrungen zusammen. Klar ist für sie auch: „Dort muss ich unbedingt nochmals hin.“

TV-Tipp

Bergwelten: Exploring Alaska, 22. Februar 2017, ab 21:15 bei ServusTV.

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