Der Gipfel des Hochkalter

Der Hochkalter: Bergsteigen im Berchtesgadener Land

Regionen
2 Min.
25.08.2023

Foto: Thomas Kujat, Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

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Der 2.607 m hohe Hochkalter zählt zu den eindrucksvollsten Gipfeln der Berchtesgadener Alpen. Während gegenüber der berühmte Watzmann die Blicke auf sich zieht, erleben Bergsteiger am Hochkalter häufig deutlich mehr Ruhe. Wir stellen euch die wichtigsten Hütten und Touren im Hochkaltermassiv vor.

Inhalt

  1. Das Wichtigste in Kürze

  2. Warum sich eine Tour auf den Hochkalter lohnt

  3. Die wichtigsten Touren am Hochkalter

  4. Aufstieg zur Blaueishütte über die Schärtenalm

  5. Vom Gletscher zum Eisfeld: Der Blaueisgletscher

  6. Vom Blaueiskessel auf den Hochkalter

  7. Die Schlüsselstelle am Hochkalter

  8. Anspruchsvolles Vorhaben: Hochkalter Überschreitung

  9. Klettern rund um den Hochkalter: Schärtenspitze-Nordostwand ab der Blaueishütte

Das Wichtigste in Kürze

  • Der 2.607 Meter hohe Hochkalter ist ein eindrucksvoller Gipfel der Berchtesgadener Alpen und weniger besucht als der Watzmann.
  • Wichtige Ziele im Hochkaltermassiv sind die Schärtenalm, die Blaueishütte und verschiedene Kletterrouten. Ausgangspunkt ist der Hintersee in Ramsau.
  • Die Blaueishütte erreicht man vom Hintersee in 2,5 bis 3 Stunden über einfache Forstwege, sie dient als wichtiger Stützpunkt für weitere Touren.
  • Der Anstieg auf den Hochkalter ist ab der Blaueishütte deutlich alpiner und verlangt absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit.
  • Die Überschreitung ist technisch anspruchsvoll.
  • Auch angehende Kletterer kommen in der Gegend auf ihre Kosten: die Schärtenspitze-Nordostwand gilt als klassische Einsteigerroute ins alpine Klettern.

Warum sich eine Tour auf den Hochkalter lohnt

Rund um den Berg warten mit Hintersee, Schärtenalm, Blaueishütte, Blaueisgletscher und zahlreichen Kletterrouten einige spannende Ziele. Wie das Watzmannmassiv liegt auch das Hochkaltermassiv im Nationalpark Berchtesgaden. Der Hochkalter erhebt sich als massiger Kalkblock über dem Blaueiskar mit der Blaueishütte des Deutschen Alpenvereins. Ausgangspunkt für Wanderungen, Bergtouren und Kletterrouten ins Hochkaltermassiv ist das Bergsteitgerdorf Ramsau.
Dort liegt der Hintersee, ein bekanntes Naturmotiv der Region. Der See entstand gemeinsam mit dem umliegenden Zauberwald durch einen gewaltigen Felssturz aus dem Hochkaltermassiv vor rund 3.500 Jahren. Eingebettet zwischen Wald und Fels bildet er den Auftakt für jede Tour.

Die wichtigsten Touren am Hochkalter


Aufstieg zur Blaueishütte über die Schärtenalm

Die Wanderung zur Blaueishütte beginnt ebenfalls in der Nähe des Hintersees in Ramsau, am Parkplatz Seeklause. In 2,5 bis 3 Stunden wandert man über breite Forstwege hinauf zur Hütte auf 1.680 m. Ein Stopp auf der am Weg gelegenen Schärtenalm (1.359 m) für eine regionale Brotzeit lohnt sich dabei besonders.

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Die Blaueishütte wurde in den Jahren 2011 und 2012 komplett umgebaut und bietet heute einen idealen Stützpunkt für weitere Touren im Blaueiskar. Die Wegfindung gilt als unkompliziert.

Vom Gletscher zum Eisfeld: Der Blaueisgletscher

Von der Hütte aus blickt man auf den Blaueisgletscher. Dieser galt lange als nördlichster Gletscher der Alpen. Heute präsentiert sich das Eis nur noch als deutlich geschrumpftes Eisfeld zwischen Hochkalter und Blaueisspitze. Für die Region besitzt er weiterhin Bedeutung. Er könnte als Wasserreserve dienen, falls andere Versorgungsmöglichkeiten ausfallen sollten.

Vom Blaueiskessel auf den Hochkalter

Ab der Blaueishütte wird die Unternehmung deutlich alpiner. Die Route führt über Geröll, Blockwerk und Platten in Richtung Gipfel. Der Hochkalter mit seinen 2.607 m stellt eine gute Herausforderung für alle dar, die ausgesetzte Kletterstellen bis zum II. Schwierigkeitsgrad ungesichert meistern.

Die Schlüsselstelle am Hochkalter

Die bekannteste Passage des Normalwegs ist eine rund 15 Meter hohe Felswand. Sie wurde mit Haken und einem Abseilring ausgestattet und beinhaltet Kletterstellen im II. Schwierigkeitsgrad. Genau hier zeigt sich der Charakter des Hochkalters besonders deutlich: Wandern alleine genügt nicht. Wer den Gipfel erreichen möchte, muss zumindest abschnittsweise vom Wandern ins Bergsteigen wechseln.
Absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind erforderlich, aber auch Kraft und Ausdauer, denn für den Anstieg von der Blaueishütte bis zum Gipfel sollte man mit 3 bis 3,5 Stunden rechnen und danach muss man ja schließlich auch noch absteigen.

Anspruchsvolles Vorhaben: Hochkalter Überschreitung

Wie der Watzmann kann auch der Hochkalter in einer Runde überschritten werden. Da man am Hochkalter aber keine Seilsicherungen findet, ist die Tour technisch schwieriger als die Watzmann-Überschreitung und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Klettern rund um den Hochkalter: Schärtenspitze-Nordostwand ab der Blaueishütte

Eine klassische Einsteigerroute ins alpine Klettern ist die Nordostwand der Schärtenspitze. Die Blaueishütte bildet den Ausgangspunkt für die Route mit der Schwierigkeit oberer III. bis unterer IV. Grad. Die Route eignet sich gut als erste selbstständig unternommene Alpinkletterei. Der Blaueiskessel gilt zudem als ideales Gelände für Kletterkurse.

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