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Was gibt es Neues?

7 Dinge für den Sommer 2022

• 2. Juni 2022
6 Min. Lesezeit
von Gerald Valentin

Der Sommer ist da und mit ihm viele Produktinnovationen für Outdoor-Fans, die es in den kommenden Monaten in die Berge und an die Seen lockt. Vom Wasserfilter im Strohhalmformat über die aufladbare Stirnlampe bis hin zur unkaputtbaren Kühlbox – unser Experte Gerald Valentin stellt neue Produkte für die heiße Jahreszeit vor.

Neue Produkte für den Sommer 2022
Foto: Bergwelten
Neue Produkte für den Sommer 2022
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1. Sauber

LIFE STRAW Personal Water Filter
Foto: LIFESTRAW
LIFESTRAW Personal Water Filter

Während man in unseren Bergen zumeist bedenkenlos aus Bächen trinken kann, ist in fernen Ländern Vorsicht geboten. Achtzig Prozent aller Reisekrankheiten sind auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. Zumeist sind es Bakterien, die Magen und Darm beleidigen und den Urlaub vermiesen können. LifeStraw hat mit dem Personal Water Filter ein innovatives Trinksystem entwickelt, mit dem man auf Reise, aber auch beim Baden an einem heimischen See, keinen Durst leiden muss.

Die Membranmikrofilter von LifeStraw setzen auf eine ähnliche Technologie, wie sie bei der Nierendialyse eingesetzt wird. Kernstück des Filters ist eine Membran, an deren mikroskopisch kleinen Poren Partikel größer als ein Zehntausendstel eines Millimeters zurückgehalten werden. Faktisch werden damit alle Schwebstoffe, Bakterien und tierische Einzeller aus dem Wasser entfernt. Laut Hersteller ist der Membranmikrofilter in der Lage, 99,999999% der Bakterien (einschließlich E. coli), 99,999% der Parasiten (Giardia, Cryptosporidium, etc.) und Mikroplastikteilchen zu entfernen. Viren und Chemikalien bleiben im Filter nicht hängen.

Der Personal Water Filter ist außerordentlich leicht und kann mit rund 20 cm Länge in einer Jacke verstaut oder mit dem Band um den Hals getragen werden. Zum Trinken kniet man sich an den Bach, den See oder ein sonstiges Gewässer, taucht das Teil in das Wasser und saugt es wie bei einem Strohhalm an. Da die Flüssigkeit den Filter durchströmen muss, ist dabei kräftiges Saugen angesagt. Durch Blasen nach dem Trinken wird der Filter wieder gespült, die Funktionsdauer wird mit 4.000 Liter angegeben.

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2. Magnetisch

Peak Design
Foto: PEAK DESIGN
Halterung von Peak Design

Mit der Out Front Bike Mount - Halterung von Peak Design kann das Smartphone in einer optimalen Sichtposition am Lenker des Fahrrads befestigt werden. Egal ob Schotterweg oder Trail, Magnete und ein mechanisches Schloss sollen sicherstellen, dass das Smartphone fest verbunden ist und nicht verloren geht. Für die Befestigung an der Halterung wird das Handy in eine Hülle aus robustem Polycarbonat gesteckt, in welcher das magnetisch-mechanische Schloss integriert ist. Aus optischen Gründen ist die Hülle mit einem schönen Nylon-Canvas-Gewebe ummantelt.

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Im Einsatz hat die wertige Aluminiumkonstruktion selbst bei ruckartigen Belastungen des Fahrrades hohe Stabilität gezeigt. Über eine mitgelieferte Rändelschraube kann man das Telefon im Handumdrehen neu positionieren und die Fahrt in Hoch- oder Querformat filmen. Eine gute Idee ist die Befestigung der Hülle, die über Magnete sowie über einen mechanischen und einfach zu bedienenden Verschluss erfolgt. Unglücklicherweise ist dieser Verschluss beim Testmodell nicht korrekt in die Hülle eingerastet, sodass beim Biken von wirklich holprigen Trails Abstand genommen werden musste.
Fazit: Innovatives Produkt mit Luft nach oben bei der Qualitätssicherung.  

3. Kuschelig

EXPED Sleepwell Silk/Cotton Mummy
Foto: EXPED
EXPED Sleepwell Silk/Cotton Mummy

Der Schweizer Hersteller Exped führt seit dem heurigen Jahr minimalistische Schlafsäcke im Programm, die als Liner in einem dicken Schlafsack oder als Schlafsack für warme Sommertage verwendet werden können. Als Materialien stehen Baumwolle, Seide oder Kunstfaser zur Verfügung, bei den Schnitten gibt es eine Rechtecks- oder eine Mumienform zur Auswahl.

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Für den Test wurde der Sleepwell Silk/Cotton Liner mit einer Kombination aus Seide (55%) und Fairtrade-Baumwolle (45%) ausgewählt. Seide ist außerordentlich hautfreundlich und besitzt temperaturausgleichende Eigenschaften. Sie kühlt bei Hitze und beginnt zu wärmen, wenn die Temperatur sinkt. Die hochwertige Baumwolle trägt ebenso zu einem wohligen Innenklima bei und verhilft dem Stoff zu höherer Reißfestigkeit.

Der getestete Schlafsack weist eine Größe von 195 x 79 cm auf – groß genug, dass bei normaler Körpergröße keine Beklemmung aufkommt. Die Kapuze lässt sich mit einem Kordelzug eher schlecht als recht anpassen.
Im Test hat das feine Stoffmaterial hinsichtlich des Komforts uneingeschränkt überzeugt. Auch Volumen und Gewicht des Sleepwell Silk/Cotton Mummy sind fast unschlagbar. Einschränkungen müssen wahrscheinlich bei der Langlebigkeit in Kauf genommen werden, da eine intensive Verwendung wohl dem feinen Stoff zusetzen wird. Umso erfreulicher ist es, dass dem Produkt eine Garantie von fünf Jahren gewährt wird.

4. Aufladbar

DECATHLON Forclaz Dynovation
Foto: DECATHLON
DECATHLON Forclaz Dynovation

Die Forclaz Dynovation überrascht mit einer besonderen Innovation. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stirnlampen, deren Stromversorgung über Batterien oder aufladbare Akkus erfolgt, muss bei dieser Lampe der Strom selbst erzeugt werden. Das klingt anstrengend, ist in der Realität aber sehr einfach. Durch Ziehen am Kopfband wird ein Dynamo angetrieben, der gewonnene Strom speist einen Lithium-Ionen-Akku. Eine Minute Aufladezeit ergibt 5 Minuten Licht.

Bezüglich Lichtstärke kann es die Forclaz Dynovation nicht mit hochwertigen Sportstirnlampen aufnehmen. Sie ist eher eine Notlampe, die im Rucksack für den Fall der Fälle stets mit dabei ist und deren Stromversorgung immer sichergestellt ist. Die LED-Lampe leuchtet mit 15 Lumen rund 10 m weit und gewährleistet damit genug Helligkeit zum Marschieren. Zum Laufen oder Biken ist die Lampe zu schwach. Die maximale Leuchtdauer beträgt 10 Minuten, auch ein Rotlicht ist verfügbar. Die Steuerung der Lampe erfolgt über eine Taste und einen Schieber und ist auch mit Handschuhen machbar. Zum Schutz vor Regen ist die Lampe spritzwasserfest, das Gehäuse ist schlagfest.

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5. Frostig

YETI Roadie 24 Cool Box
Foto: YETI
YETI Roadie 24 Cool Box

Yeti wurde mit der Mission gegründet, eine Kühlbox zu bauen, die allen Herausforderungen der rauen Natur standhält. Das Modell Roadie 24 ist die verbesserte Version der schon legendären Vorgängerin, einer Kühlbox ohne Kompromisse. Sie wird im Rotationsgussverfahren hergestellt, was sie extrem stabil macht, sodass sie beim Campen als Tisch oder Hocker verwendet werden kann. Außerdem punktet sie mit durchdachten Details wie flachen, rutschfesten Standfüßen, versteckten Tragehenkeln oder dem auslaufsicheren Ablasssystem.
Weintrinker aufgepasst: Das neue Design bietet Platz für aufrechtstehende Flaschen. Ihre knapp 5 cm dicken Wände und die gefriertruhenähnliche Dichtung inklusive patentiertem Verschlusssystem halten der sommerlichen Außentemperatur stand und sorgen für verlässliche Kühle über mehrere Tage. Dank ihres schlanken Designs passt die Box hinter den Vordersitz des Autos und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf eiskalte Getränke, egal wie lange die Fahrt dauert.

6. Reibungsstark

UNPARALLEL L5 UP
Foto: UNPARALLEL
UNPARALLEL L5 UP

In der Kollektion 2022 präsentiert der amerikanische Hersteller Unparallel multifunktionelle Schuhe für den Zustieg, die Halle und leichtere Klettereien. Der L5 UP ist eine Kombination aus Kletterschuh und komfortablem Sneaker. Die reibungsstarke Sohle kommt aus dem hauseigenen Gummi, der in einem speziellen Herstellungsprozess über den Zehenrand gezogen wird und den Vorfuß umhüllend schützt. Die dämpfende Doppel-EVA-Zwischensohle soll den Schritt dämpfen, das Obermaterial aus synthetischem Mikrofaser-Mesh steht für ein komfortables Innenklima.

Im Test hat der Schuh durch bequemes An- und Ausziehen gefallen, durch Einklappen der Ferse kann der Schuh auch als Slipper verwendet werden. Das Innenfutter zeigt sich hautfreundlich, bei warmen Temperaturen fühlt sich der L5 UP jedoch ein wenig schwitzig an. Die Sohle am Vorfuß ist glatt, an der Ferse sollen leicht erhabene Noppen Grip abseits des felsigen Terrains vermitteln. Mit diesem Profil disqualifiziert sich der Schuh für alpine Zustiege, da auf feuchtem oder erdigem Untergrund die Reibung fehlt und ein sicheres Steigen nicht möglich ist. Der Schuh fühlt sich in trockenen Klimazonen, in Klettergärten, aber auch in der Kletterhalle zu Hause. Im urbanen Gebrauch kann er als schicker Sneaker punkten.

7. Bequem

BIG AGNES Ditch Rider 32 L
Foto: BIG AGNES
BIG AGNES Ditch Rider 32 L

Mit seiner Optik scheint der Ditch Rider 32 alle Voraussetzungen für ernsthafte alpine Unternehmungen zu erfüllen. Doch der Blick täuscht, bei dem Rucksack von Big Agnes – einem Outdoorunternehmen aus Colorado – handelt es sich um ein funktionelles Teil für gemäßigtere Tagestouren und Ausflüge.

Er ist aus strapazierfähigem und abriebfestem Nylon gefertigt, das geräumige Hauptfach ist von oben über einen Roll-Top-Verschluss aber auch über einen durchlaufenden Reißverschluss am Rückenteil zugänglich. Die Stretch-Netzseitentaschen, zwei Reißverschlusstaschen und das größere Frontfach bieten zusätzlichen Stauraum für die Regenjacke und alles, was man griffbereit haben möchte. Daisy Chain und elastische Schlaufen bieten Befestigungsmöglichkeiten an der Außenseite.

Dank des Tragesystems mit anatomisch gepolstertem Rückenteil, breiten Schulterträgern, Hüftgurt und verstellbarem Brustgurt sitzt der Rucksack gut am Rücken und die Last wird gleichmäßig verteilt. Leider gibt es den Rucksack nur in einer Größe, sodass sich kleinere Personen bei der Anpassung schwertun. Wenn der Ditch Rider 32 jedoch gut am Rücken sitzt, wird man mit ihm einen bequemen und verlässlichen Begleiter für Bergtouren finden.

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