Anders als in den Sommermonaten geht es auf Elba im Frühling ruhiger zu. Wanderer haben so die Möglichkeit, die Schönheit der Natur in vollen Zügen zu genießen. Die Entdeckungstouren reichen von leichten, malerischen Küstenpfaden mit Blick auf das glitzernde Meer bis hin zu abenteuerlichen Berg-Wanderungen.
Die Wanderung am Capo di Fonza, eine Landzunge im Süden Elbas, führt durch ein besonders unberührtes Stück Natur der Insel. Der Rundweg durchquert eine vielfältige Macchia-Landschaft, ehe sich auf dem Gipfel des Monte Fonza eine spektakuläre Küsten-Aussicht eröffnet. Einige Höhenmeter und widerspenstige Dornbüsche machen die Wanderung nicht ganz einfach – sie endet wieder am Ausgangspunkt, dem Campingplatz Laconella.
Stundenlang könnte man in den verwinkelten Gassen von Capoliveri herumstreifen. Als ideale Ergänzung dazu empfiehlt sich der Abstieg zum Meer, am besten auf dem historischen Weg der Fischer und der Pilger, die zur Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie zogen. In der Wallfahrtskirche hängt ein Bild der Madonna del Silenzio, das von einem Schüler des berühmten Michelangelo gemalt wurde. Auch der kleine, naturbelassene Strand in der Bucht ist einen Besuch wert.
Die Tour auf den Monte Mar di Capanna zeichnet sich durch einen eher untypischen, alpinen Charakter aus. Der Startpunkt befindet sich in der Nähe von Porto Azzurro, im Tal von Madonna di Monserrato. Von dort aus führt die Route hoch über der Wallfahrtskirche durch für den Osten der Insel wiederum sehr typisch rötliche und orange schimmernde Gesteinsschichten aufwärts. Das Ziel kann dank eines mehr als massiven Gipfelkreuzes nur schwer verfehlt werden.
Der Monte Serra, ein markanter Gipfel im Nordosten Elbas, erhebt sich majestätisch über das Land, während am Fuße desselben das Heiligtum Santa Caterina ruht. Oben angekommen, eröffnet sich eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Inseln und das schimmernde Meer. Die Tour führt teilweise durch recht unwegsames Gelände.
Von Bucht zu Bucht geht es von Bidodola bis Procchio. Ein Highlight der Tour sind sicherlich der 130 m lange (beleuchtete) Stollen, den man durchqueren muss, und zwei nur zu Fuß erreichbare Strände. Ebenso am Weg liegt ein origineller Rastplatz samt steilem Abstieg zum Meer. Und auch für einige Höhenmeter ist auf der Tour gesorgt.
Die Tour liegt im eher einsamen Osten Elbas. Den Namen hat die „höllische“ Bucht von roten Felsen entlang des Weges. Die Cala dell’Inferno ist eine versteckte Bucht am Ende des Pfades und nur zu Fuß erreichbar. Auch wenn die Eichenwälder Schatten spenden, wird man auf dieser Tour auf den Aufstiegen ins Schwitzen kommen – der Rückweg liegt rund 300 m über dem Meer.
Alle Touren stammen aus dem Buch Elba – Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen – der komplette Guide ist in der Rother Touren App für Android und iPhone erhältlich.