Wetter

Der Mai klingt so aus, wie er den meisten Menschen wohl in Erinnerung bleiben wird: unbeständig und zu kühl für die Jahreszeit. Am anstehenden Wochenende sticht nur der Freitag unter Zwischenhocheinfluss positiv hervor, am Samstag und Sonntag sorgt dann ein Höhentief über Osteuropa für wieder deutlich wechselhafteres Bergwetter.
Die Großwetterlage in Europa ist festgefahren und rege Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa sorgt im Alpenraum für eine kühle, westliche Strömung. Eingelagerte Randtiefs führen dabei immer wieder feuchte Luft zu uns, somit setzt sich das wechselhafte und für die Jahreszeit zu kühle Wetter fort. Nur vorübergehend macht sich am Freitag und Montag föhniger Südwind bemerkbar. Eine Änderung ist auch in der kommenden Woche nicht in Sicht.  
Die Wetterlage über Europa ist ziemlich festgefahren und der Alpenraum liegt bis zum Wochenende im Einflussbereich mehrerer Tiefdrucksysteme in einer schwach ausgeprägten, für die Jahreszeit unterdurchschnittlich temperierten und unbeständigen Westströmung. Plötzliche Regengüsse können somit in den Alpen in den kommenden Tagen täglich eintreten und gelegentlich auch von Blitz und Donner begleitet sein.
Mitteleuropa liegt vorerst noch unter dem Einfluss einer westlichen Höhenströmung und am Freitag erfasst die Kaltfront eines Tiefs über Deutschland den Alpenraum. Am Wochenende stellt sich die Wetterlage aber um und die Höhenströmung dreht am Sonntag allmählich auf Süd. Damit erreichen deutlich wärmere Luftmassen die Alpen und an der Alpennordseite wird es föhnig.
Eine Luftmassengrenze liegt derzeit quer über dem Alpenraum und trennt kühle Luftmassen über Nordwesteuropa von feuchtwarmer Luft über dem Mittelmeerraum. Mit Annäherung eines Tiefs über Westeuropa wird es am Samstag in den Alpen kurzzeitig föhnig, bereits in der Nacht auf Sonntag zieht aus Westen allerdings eine Kaltfront auf. Dementsprechend unbeständig gestaltet sich das Wetter im Alpenraum an diesem Wochenende.
Ein kräftiges Hoch versorgt den Ostalpenraum am anstehenden Wochenende mit bestem Wander- und Ausflugswetter. Milde und trockene Luftmassen erfassen die Region, zu verdanken haben wir dies RENATE, die mit ihrem Zentrum über Deutschland zu liegen kommt.
Am Wochenende liegt der Alpenraum im Einflussbereich einer feuchten und für die Jahreszeit eindeutig zu kalten Strömung aus Nordost. Die Folge ist wenig frühlingshaftes Wetter, auf der Sonnenseite befinden sich – zumindest zeitweise – der Westen und Südwesten.
Der aktuelle Kaltlufteinbruch geht in die Schlussphase und am Freitag sorgt ein Hochdruckgebiet namens PEGGY nach einem verbreitet frostigen Start für eine deutliche Wetterbesserung. Am Wochenende wird es an der Alpennordseite föhnig, somit steigen die Temperaturen weiter an und vor allem die Nordalpen sowie das östliche Bergland sind wetterbegünstigt.
Der Hochdruckeinfluss lässt langsam nach und am Karfreitag erreicht eine schwache Kaltfront von Norden her den Alpenraum. Am Samstag erfasst uns ein weiterer Schwall kalter Luft arktischen Ursprungs und in den östlichen Nordalpen fällt auch ein wenig Schnee. Zu Ostern bzw. vor allem am Ostermontag macht sich ein Zwischenhoch bemerkbar, ehe sich im Anschluss an das verlängerte Osterwochenende eine weitere, kräftige Kaltfront ankündigt.
Der Frühling nimmt weiter an Fahrt auf. Hoher Luftdruck sorgt vor allem am Freitag für viel Sonnenschein und milde Temperaturen, einen Dämpfer gibt es dafür am Samstag mit einer durchziehenden Kaltfront und aufkommenden Schauern. Bereits am Sonntag erholt sich das Wetter aber wieder, zu Beginn der neuen Woche steht schließlich wieder viel Sonnenschein am Programm und in den Tälern steigen die Temperaturen dann auf über 20 Grad.
Zeichen des Himmels

Wetterregeln

Der Himmel schickt seine Wetterzeichen voraus – man muss sie nur lesen können. Wie das geht, verraten uns erfahrene Meteorologen in dieser Serie.
Der Alpenraum liegt in den kommenden Tagen weiterhin unter dem Einfluss einer nördlichen Höhenströmung, welche feuchte und für die Jahreszeit ungewöhnlich kalte Luftmassen zu uns führt. Am Samstag zieht dabei ein Höhentief über die Alpen hinweg, somit setzt sich das ausgesprochen unbeständige Wetter fort. Eine Besserung ist erst im Laufe der kommenden Woche zu erwarten.
Am Rande von reger Tiefdrucktätigkeit über Nordeuropa liegt der Ostalpenraum derzeit im Einflussbereich einer ausgeprägten, westlichen Höhenströmung, welche am Freitag und Samstag an der Alpennordseite für windiges und leicht wechselhaftes Wetter sorgt. Am Sonntag ist allerdings eine nachhaltige Wetterumstellung in Sicht und vor allem in den Nordalpen stellt sich kommende Woche spätwinterliches Wetter ein.
Eine Kaltfront zieht am Freitag über die Alpen hinweg und führt deutlich kältere Luft heran. Am Alpenhauptkamm und in den Nordalpen gibt es nach längerer Zeit auch wieder etwas Neuschnee, besonders im Hochgebirge sind vom Arlberg bis zum Toten Gebirge etwa 20 cm Neuschnee in Sicht. Am Wochenende macht sich dann eine Hoch bemerkbar und in den Südalpen sowie im östlichen Bergland gibt es sehr gutes Bergwetter. Die Temperaturen liegen im Osten vorübergehend unterhalb des jahreszeitlichen Mittels.
Der Alpenraum liegt am Freitag noch am Rande eines umfangreichen Hochs über Südosteuropa und die Nullgradgrenze liegt über 2.500 m Höhe. In der Nacht auf Samstag zieht aus Norden aber eine Kaltfront durch und vor allem auf den Bergen kühlt es spürbar ab. Im Laufe des Wochenendes macht sich aber bereits das nächste umfangreiche Hochdruckgebiet mit Kern über den Britischen Inseln bemerkbar und die Temperaturen steigen langsam wieder an.