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Nationalpark Berchtesgaden

Rund um den Watzmann

Magazin
2 Min. Lesezeit

Der Nationalpark Berchtesgaden hat für alle Outdoor-Freunde etwas zu bieten. Abseits der traditionellen Watzmann-Überquerung und der vielbestaunten Watzmann-Ostwand – die höchste der Ostalpen – locken Wanderungen mit leichten Kletterpassagen, dichter Nationalparkwald aber auch schwindelerregende Kalksteinvertikalen. Viele Touren lassen sich mit dem Mountainbike kombinieren – mit kulinarischen Genüssen sowieso.

Blick vom Kleinen Watzmann nach Norden zum Untersberg bei Salzburg. Im Vordergrund der Grünstein.
Foto: Philipp Forstner
Blick vom Kleinen Watzmann nach Norden zum Untersberg bei Salzburg. Im Vordergrund der Grünstein.
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König Watzmann hat eine Gemahlin, 5 Kinder und eigentlich ist er Afrikaner. Wer – wie unser Redakteur Tobias Micke – einige Tage im Watzmanngebiet mit Einheimischen unterwegs ist, kann einiges erzählen. Er begleitete u.a. die einst jüngste Bergführerin Deutschlands und einen Outdoor-begeisterten Metzger für Weißwurst, der in seiner Freizeit die schwierigste Kletterroute des gesamten Massivs erschloss.

Er unterhielt sich mit den Hüttenwirten des Watzmannhauses, die auf 1.930 Meter jährlich 10.000 Nächtigungsgäste verköstigen, und beobachtete verfressene Bergdohlen. Freilich genoss er den weltberühmten Ausblick auf den Königssee, er nahm aber auch das weniger beachtete Wimbachgries genauer unter die Lupe und entdeckte Erstaunliches.

Ankommen

Mit der Bahn ab München ca. 2,5 Stunden bis Berchtesgaden; von dort in 12 Minuten per Bus zum Startpunkt Wimbachbrücke in Deutschlands erstem Bergsteigerdorf Ramsau bzw. 10 Minuten per Bus zum Startpunkt Königssee. Per Pkw in 1.45 h (150 km) bis Berchtesgaden, von Salzburg 34 km. Ab Berchtesgaden über die B305 bis zur Wimbachbrücke in 10 Minuten.

Essen und Schlafen

Biohotel Kurz
In einem 500 Jahre alten Landhaus hat Christl Kurz ein Biohotel für naturnahe Urlaubserlebnisse eingerichtet. Gäste erwartet eine gelungene Kombination aus Tradition und Moderne, Kachelofen-Gemütlichkeit und vegetarische Spitzenküche (mit Kochschule), in deren Genuss man natürlich auch als Tagesgast kommt.

Erlebnishof Ettlerlehen
Ein kleiner Tierpark mit Kühen, Pferden, Ziegen, Hasen, Meerschweinchen und mehr macht den Bauernhof der Familie Palzer neben Schwimmteich und Spielplatz zum Ferienparadies für Kinder. Man kann sich neben Zimmern mit Frühstück auch in einer Ferienwohnung oder in einem der gediegenen Almchalets einquartieren. Und: Die Erlebnissauna in Form eines Feldkastens mit Watzmannblick ist ein Erlebnis.

Le Ciel Restaurant (Kempinski Hotel)
Ausblicke in die bayerischen Alpen und Einblicke in die Spitzenküche (ein Michelin-Stern) von Ulrich Heimann bietet das Le Ciel am geschichtsträchtigen Obersalzberg. Hier bekommt man für einen Abend der besonderen Art auf höchstem Niveau heimische, aber auch internationale Schätze serviert.

Berggaststätte Wimbachschloss
Das Wimbachschlössl war einst Jagdresidenz von Prinzregent Luitpold. Heute kann dort jedermann, der gut eine Stunde leichten Fußmarschs auf sich nimmt, köstlich speisen.

Sonstiges

Berchtesgadener Bergführerverein
Schon Johann „der Kederbacher“ Grill, der Erstbezwinger der berüchtigten Watzmann-Ostwand, war Mitglied in diesem ältesten Bergführerverein Deutschlands mit derzeit 26 Mitgliedern (zwei davon sind die als Extremkletterer weltbekannten „Huber-Buam“ Alexander und Thomas). Übrigens: 1893, zwölf Jahre nach der Gründung, schleppten Bergführer das 125 Kilo schwere und gut drei Meter hohe Gipfelkreuz auf die Mittelspitze und stellten es auf.

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