Schneekanonen blasen Wasser durch einen eisigen Luftstrom. Chemikalien werden selten zugesetzt, etwa bei Weltcupstrecken.
Umweltfreundlich ist die Herstellung dennoch nicht: Pro Saison und Hektar benötigt man 4.700 Kubikmeter Wasser und so viel Strom wie 8 Haushalte pro Jahr. Dazu kommt der Bau von Speicherseen und dass die Vegetation unter der längeren Liegedauer des Schnees leidet.
Beim Snowfarming wird der Schnee am Ende des Winters auf einen Haufen gefahren und verdichtet. Darauf kommen Sägespäne oder ein Vlies; das Ganze wird mit einer Plane abgedeckt. Im nächsten Jahr verteilen GPS-gesteuerte Pistenfahrzeuge den Schnee, somit wird die Grasnarbe nicht verletzt, und der Schnee bleibt sauber.
Fazit: großer Aufwand, weniger Energieverbrauch als Kanonen.
Abgedeckt werden Gletscher nur dort, wo es auch Skigebiete gibt. Das ist zu wenig, um die Gletscherschmelze grundsätzlich aufzuhalten. Beim Abdecken kommt zudem ein Vlies zum Einsatz, das höchstens zweimal verwendet werden kann, weil es dann Löcher bekommt. Aktuell wird getestet, ob eine Schicht aus Kunstschnee besser isoliert. Falls ja, bräuchte es dann allerdings überall Schneekanonen.