Am 28. Juli 2025 verunglückte Laura Dahlmeier beim Abstieg vom 6.096 Meter hohen Laila Peak im pakistanischen Karakorum tödlich. Der markante Berg gilt als einer der schönsten Gipfel der Region, verlangt aber zugleich große alpinistische Erfahrung und ist objektiven Gefahren wie Steinschlag und Lawinen ausgesetzt.
Nach den bekannten Informationen befand sich Dahlmeier beim Abstieg auf rund 5.700 Metern Höhe. Ihre Seilpartnerin Marina Krauss hatte bereits die nächste Abseilstelle erreicht, als sie beobachtete, wie ein großer Felsbrocken Dahlmeier traf und gegen die Wand schleuderte. Sie rief nach ihrer Seilpartnerin, erhielt jedoch keine Reaktion. Ein Versuch, zu ihr zu gelangen, blieb erfolglos. Krauss setzte daraufhin einen Notruf ab und stieg in der Nacht unverletzt ab.
Die Bergung gestaltete sich aufgrund der schwierigen Bedingungen am Berg äußerst komplex. Zudem hatte Laura Dahlmeier schriftlich festgehalten, dass im Unglücksfall niemand sein eigenes Leben für ihre Rettung riskieren solle. „Dass sie gesagt hat, wenn irgendwas ist am Berg, will ich da bleiben – das zeugt von einem sehr bewussten Menschen, der genau weiß, was er will", sagte die Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger, die Laura Dahlmeier persönlich kannte und mehrfach mit ihr unterwegs war.
Im September 2025 unternahm der deutsche Spitzenalpinist Thomas Huber einen letzten Bergungsversuch – ohne Erfolg.