Bergwelten Laura Dahlmeier Biathletin Unfall Tod Karakorum

Laura Dahlmeier: Ihr Leben für die Berge und ihr letzter Weg zum Laila Peak

Aktuelles
3 Min.
21.07.2026

Foto: Timeline Productions

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Die ehemalige Biathletin und Alpinistin Laura Dahlmeier verunglückte am 28. Juli 2025 Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge tödlich. Zum ersten Todestag widmet Bergwelten der Ausnahmeathletin eine Dokumentation. „Laura Dahlmeier … ein Schritt zu weit“ blickt auf ihr Leben und Wirken zurück.

Inhalt

  1. Wer war Laura Dahlmeier?

  2. Der tödliche Unfall am Laila Peak

  3. Die Warnung vor dem Aufstieg

  4. Ein Leben nach eigenen Maßstäben

Wer war Laura Dahlmeier?

Laura Dahlmeier gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlerinnen ihrer Generation. Die Garmisch-Partenkirchnerin gewann zweimal Olympia-Gold, sieben Weltmeistertitel und den Gesamtweltcup im Biathlon. Am Höhepunkt ihrer Karriere überraschte sie die Sportwelt mit einem ungewöhnlichen Schritt: Mit nur 25 Jahren beendete sie ihre Laufbahn, um sich ihrer zweiten großen Leidenschaft zu widmen – den Bergen.
Schon mit 12 Jahren begeisterte sich Laura Dahlmeier für das Klettern. Auch später, als weltbeste Biathletin, hatte sie auf Reisen und bei Wettkämpfen stets ein Kletterseil im Gepäck. Als staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin zog es die Ausnahmeathletin später immer wieder auf die höchsten Gipfel der Welt. Auch dort sorgte sie für Rekorde: So bezwang sie die Ama Dablam schneller als jede Frau zuvor.

Der tödliche Unfall am Laila Peak

Am 28. Juli 2025 verunglückte Laura Dahlmeier beim Abstieg vom 6.096 Meter hohen Laila Peak im pakistanischen Karakorum tödlich. Der markante Berg gilt als einer der schönsten Gipfel der Region, verlangt aber zugleich große alpinistische Erfahrung und ist objektiven Gefahren wie Steinschlag und Lawinen ausgesetzt.
Nach den bekannten Informationen befand sich Dahlmeier beim Abstieg auf rund 5.700 Metern Höhe. Ihre Seilpartnerin Marina Krauss hatte bereits die nächste Abseilstelle erreicht, als sie beobachtete, wie ein großer Felsbrocken Dahlmeier traf und gegen die Wand schleuderte. Sie rief nach ihrer Seilpartnerin, erhielt jedoch keine Reaktion. Ein Versuch, zu ihr zu gelangen, blieb erfolglos. Krauss setzte daraufhin einen Notruf ab und stieg in der Nacht unverletzt ab.

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Die Bergung gestaltete sich aufgrund der schwierigen Bedingungen am Berg äußerst komplex. Zudem hatte Laura Dahlmeier schriftlich festgehalten, dass im Unglücksfall niemand sein eigenes Leben für ihre Rettung riskieren solle. „Dass sie gesagt hat, wenn irgendwas ist am Berg, will ich da bleiben – das zeugt von einem sehr bewussten Menschen, der genau weiß, was er will", sagte die Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger, die Laura Dahlmeier persönlich kannte und mehrfach mit ihr unterwegs war.
Im September 2025 unternahm der deutsche Spitzenalpinist Thomas Huber einen letzten Bergungsversuch – ohne Erfolg.

Die Warnung vor dem Aufstieg

Wenige Tage vor ihrem tödlichen Unfall traf Laura Dahlmeier im Basecamp des Laila Peak auf die spanische Alpinistin María Martín. Diese hatte dort bereits zwei Wochen verbracht und die Bedingungen am Berg genau beobachtet. Wiederholt waren Lawinen abgegangen, die Verhältnisse hatten sich aus ihrer Sicht nicht verbessert.
Als Dahlmeier und ihre Seilpartnerin Marina Krauss im Basecamp eintrafen, suchte Laura das Gespräch mit der erfahrenen Bergsteigerin. Martín zeigte ihr Bilder der Bergflanke und berichtete von den Gefahren. Später erinnerte sie sich, sie habe die Situation als „lebensgefährlich“ eingeschätzt und Laura von einem Aufstiegsversuch abgeraten. Vier Tage später erreichte sie die Nachricht von Dahlmeiers Tod.
Bis heute quält sie ein Gedanke: „Wenn ich mich hätte besser verständlich machen können, hätten wir das vielleicht verhindern können." Martín will zurück zum Laila Peak. Und wenn sie oben auf dem Gipfel steht – „dann widme ich Laura diesen Sieg."

Ein Leben nach eigenen Maßstäben

Laura Dahlmeier prägte nicht nur die Biathlon-Welt, sondern bereicherte auch die Bergwelt mit ihrem unermüdlichen Ehrgeiz und ihrer Leidenschaft. Freundinnen, Weggefährten und Alpinisten beschreiben Laura Dahlmeier als außergewöhnlich zielstrebig, reflektiert und ausgeglichen.
Die Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger bewunderte insbesondere ihren Mut, nach allen Erfolgen im Biathlon noch einmal etwas völlig Neues zu beginnen: „Laura hat alles gewonnen, was man gewinnen kann. Dann den Mut zu haben und zu sagen: Jetzt starte ich etwas komplett Neues – das zeugt von sehr großer Stärke.
Laura Dahlmeiers Vermächtnis wird noch lange nachhallen – in den Bergen, die sie so liebte, und in den Herzen der Menschen, die sie inspirierte.

Wer war Laura Dahlmeier?

Laura Dahlmeier war eine deutsche Biathletin, Olympiasiegerin, Weltmeisterin und spätere Bergsteigerin aus Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Ende ihrer Biathlon-Karriere im Alter von 25 Jahren widmete sie sich vollständig dem Alpinismus.

Woran ist Laura Dahlmeier gestorben?

Laura Dahlmeier kam am 28. Juli 2025 am Laila Peak in Pakistan bei einem Felssturz ums Leben. Sie wurde während des Abstiegs auf rund 5.700 Metern Höhe von einem großen Felsbrocken getroffen.

Wo liegt der Laila Peak?

Der Laila Peak ist ein 6.096 Meter hoher Berg in der Masherbrum-Kette im pakistanischen Karakorum.

Wann läuft die Bergwelten-Dokumentation über Laura Dahlmeier?

„Laura Dahlmeier … ein Schritt zu weit“ läuft am Montag, 27. Juli, um 20:15 Uhr bei ServusTV und anschließend bei ServusTV ON.

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