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TV-Tipp: Im hohen Norden Südtirols

• 17. September 2021

Eine wilde, ursprüngliche und geschichtsträchtige Region im Norden Südtirols: das Tauferer Ahrntal. Hier geben Eis und Schnee prähistorische Funde preis und sorgen für herausfordernde Wetterbedingungen im Winter. Südtirols hoher Norden ist dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – eine Spielwiese für Extrembergsteiger und Eiskletterer Christoph Hainz und Biathlon-Star Dorothea Wierer. ServusTV zeigt die Bergwelten-Doku am 20. September.

Tauferer Ahrntal
Foto: ServusTV / Armin Huber
Am Montag, den 20. September 2021, entführt uns ServusTV ins Tauferer Ahrntal
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Etwas abgelegen, zwischen den Paradebergen der Zillertaler Alpen im Norden und den Dolomiten im Süden, liegt das Tauferer Ahrntal. Durch alle vier Jahreszeiten begleiten wir in dieser Bergweten-Doku Menschen, die von dieser Landschaft geprägt wurden und sich in sie eingefügt haben. Einer dvon ist der 36-jährige Alpinist Simon Gietl aus Luttach im Ahrntal. Gemeinsam mit seinem Bruder Manuel versucht er sich an einer neuen, äußerst schwierigen Felsroute in der steilen Südwand der Durrerspitze im Hochgallmassiv, dem höchsten Gipfel der Region.

Dorothea Wierer beim Trailrunning
Foto: ServusTV / Armin Huber
Die Biathletin Dorothea Wierer beim Sommertraining in der Riesenfernergruppe

Gleichzeitig sind wir mit Dorothea Wierer. Die Biathletin findet ab dem Frühjahr ideale Trainingsbedingungen in der Region vor: Von Laufstrecken rund um den Antholzer See bis zu herausfordernden Trail-Runs hinauf in die karge Gebirgslandschaft der Rieserfernergruppe.

Sensationsfund im Eis

Auf der Rieserfernerhütte, auf 2.800 Metern, trifft sie auf einen der dienstältesten Hüttenwarte Südtirols. Gottfried Leitgeb ist zudem Gebietskenner und Hobbyarchäologe. Anfang der 1990er-Jahre entdeckte er nahe seiner Hütte eine archäologische Sensation, die als bedeutendster Fund auf Südtiroler Boden nach der Entdeckung Ötzis gilt.

Im Wechsel der Jahreszeiten

Bei den Bergen des Tauferer Ahrntals handelt es sich vielfach um anspruchsvolle, hochalpine Gipfel. Einen dieser herausfordernden Gipfel besteigt Christoph Hainz, der seit über drei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Alpinisten Südtirols zählt. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin nimmt er sich den „Schneebigen Nock“ vor. Die landschaftlich spektakuläre Grattour führt eindrucksvoll vor Augen, welche Tücken solche Gipfel selbst im Sommer haben können.

Etwas später dann, im Herbst, wohnen wir einer historischen Besonderheit der Region bei: Seit über 800 Jahren besitzen Südtiroler Bauern Weiderechte auf der Jagdhausalm im Osttiroler Defereggental und bewirtschaften diese auch. Mit den ersten Schneefällen treiben die Bauern ihr Vieh zurück in die Heimathöfe. Ein Wettlauf gegen das Wetter beginnt. 

Zösenberg-Eisfall
Foto: ServusTV / Albolina
Christoph Hainz beim nächtlichen Eisklettern am Zösenberg-Eisfall

Eisklettern als ästhetischer Spitzentanz

Mit dem Einzug des Winters erschließt sich schließlich ein neuer Spielplatz für Kletterer: das Eis. Seit Ende der 1970er-Jahre hat sich das Tauferer Ahrntal zu einer Hochburg des Eis- und Mixed-Kletterns entwickelt. Profis wie Konrad Auer und Christoph Hainz zählen heute zur internationalen Eiskletter-Elite. An den bis zu 200 Meter hohen, schmalen Eiskaskaden im Großklausental demonstrieren beide die Künste des modernen Eiskletterns.

Abschluss und visueller Höhepunkt der Doku ist die nächtliche Kletterei am Zösenberg-Eisfall im Mühlwalder Tal von Christoph Hainz. Scheinwerfer beleuchten die gefrorenen Eisvorhänge von innen und verwandeln sie in einen durchsichtigen, blau schimmernden Schirm, an dem Hainz ein vertikales Ballett vollführt.

TV-Tipp

ServusTV zeigt die Bergwelten-Doku „ Im hohen Norden Südtirols“ am Montag, den 20. September 2021 um 20:15 Uhr in Österreich und um 21:15 Uhr in Deutschland.

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