Weil sich der Gebirgsvereinssteig ideal zum Herantasten an schwierigere Eisenwege eignet: Auf knackige Wandpassagen folgen einfachere Felsgrate und gute Rastplätze. Mit 200 Höhenmetern verlangt der Steig auch keine Wunderdinge in puncto Ausdauer. Genau das Richtige also für fitte Genuss-Klettersteiggeher.
Die Hohe Wand verströmt ein sonniges Flair. Hier, vor den Toren Wiens, sind die Alpen nicht mehr so hoch und ernst. Eidechsen huschen über sonnenwarme Kalkwände, in den Felsritzen blüht wilder Schnittlauch, Schirmföhren mit ausladenden Kronen verströmen harzigen Duft. Und die Sportkletterer sorgen mit dem Klimpern der Karabiner für die passende Soundkulisse.
Möglichst in der Früh, da der Steig südseitig verläuft. Bei zu spätem Aufbruch werden die Temperaturen zu hoch.
Die Hängebrücke, eine waagrechte Stahlseil-Leiter. Sie erfordert einen Wackeltanz über 33 Sprossen, kann aber umgangen werden – im Unterschied zur senkrechten „Strickleiter“, die danach wartet.
Erstmals in der graugelben, lotrechten Weningerwand im unteren Drittel. Hier muss man beherzt zupacken und gute Fußtechnik beweisen, da es kaum künstliche Tritthilfen gibt. Sonst geht zu viel an Kraft verloren, die man weiter oben braucht. Denn an der Pannoniawand und an der Headwall geht es nochmals zur Sache.
Für Kinder und Einsteiger ist der Gebirgsvereinssteig einen Tick zu schwierig. Auf sie warten in den Wiener Hausbergen aber einfachere Eisenwege.
Dann quert man vor der Schlusswand nach links zum ungesicherten Holzknechtsteig, der aber nicht ganz einfach ist.