Als Steuerzentrale des Körpers verlangt unser Gehirn besonderen Schutz. Dazu hat sich im Laufe von Millionen Jahren der knöcherne Schädel entwickelt. Doch damit ist die Evolution nicht beendet. Für besonders gefährliche Aktivitäten hat der Mensch den Helm erfunden. Beim Klettern findet dieser schon sehr lange Verwendung. Auf der Piste zählen Helme auch schon zur Standardausrüstung. Aber auch auf Skitour ist die Zahl der Helmträger im Steigen begriffen. Mit gutem Grund! Denn bei einem Sturz im Gelände ist die Verletzungswahrscheinlichkeit höher als auf der Piste, da Bäume oder Steine zusätzliche Gefahren darstellen.
Skitourenhelme werden während dem Aufstieg im oder am Rucksack transportiert. Geringes Gewicht und kleines Volumen sind daher wichtig. Bei der Abfahrt schützt ein Helm nicht nur vor Verletzungen. Er schützt vor Wind und Wetter und hält besser warm als jede andere Kopfbedeckung. Nur luftige Rennhelme verlangen bei Kälte das Tragen eine Mütze darunter.
Testergebnisse
Unser Gesamturteil: Sehr Gut
"Ein hochwertiger Helm mit toller Passform. Mein Favorit für die Skitour und zum Freeriden."
Das Innenfutter ist aus einer Kombination von Merinowolle und luftigem Netzmaterial geschneidert und gewährt hohen Tragekomfort. Die simple Bedienung überzeugt, die Ohrenpads können nur zusammen mit dem Futter abgenommen werden.
2. PRET Cynic
Unser Gesamturteil: Sehr Gut
"Ein Helm, der für die Piste wie für das Abenteuer im Tiefschnee uneingeschränkt geeignet ist."
Eine edle Schale, Ohrenschützer im Loden-Look sowie das hochwertig verarbeitete Innenfutter machen den Cynic zu einem Objekt der Begierde. Die Weitenregulierung des eher schmalen Helmes ist im Futter integriert und sorgt für stabilen und angenehmen Sitz.
3. DYNAFIT Daymaker
Unser Gesamturteil: Sehr Gut
320 g (ohne Lampe und Akku)
"Der Daymaker macht die Nacht zum Tag! Das Topmodel für die abendliche Pistenskitour."
Der Daymaker kommt als Rennhelm mit äußerst effizienter Belüftung. Die integrierte Lampe besitzt eine Reichweite von 200 m, vier LEDs sorgen mit unterschiedlichen Leuchtstufen für optimale Sicht im Dunklen. Zum Schutz gegen Kälte und Wind hilft eine dünne Haube.
4. MAMMUT Alpine Rider
Unser Gesamturteil: Gut
"Das weiche Innenfutter umschmeichelt den Kopf und sorgt für kuscheliges Wohlgefühl."
Der Alpine Rider kombiniert in Form und Funktion einen Skihelm mit einem Kletterhelm. Das abnehmbare Innenfutter mit Ohrenschutz ist flauschig weich, die Bedienung funktioniert tadellos. Größere Öffnungen in der Schale würden zur besseren Belüftung beitragen.
5. ALPINA Snow Tour
Unser Gesamturteil: Gut
Preis: € 150
Gewicht: 330 g (Small, ohne Innenfutter und Ohrenpads)
Größen: Small (52 - 56 cm), Medium (55 - 59 cm), Large (58 - 61 cm)
Normen: Ski und Klettern
"Durch die dünne Polsterung sitzt der Snow Tour etwas härter am Kopf, er lässt sich aber toll anpassen."
Der Snow Tour kommt breiten Köpfen entgegen und gefällt mit einer hochfunktionelle Ratsche zum Schließen des Kinnbandes. Die Ohrenpads können abgenommen werden, der Gummi zum Fixieren der Stirnlampe ist fummelig und mit Handschuhen kaum zu bedienen.
6. SKITRAB Casco Maximo
Unser Gesamturteil: Gut
"Dieser Helm sitzt sehr gut und ist dank geringem Gewicht meine erste Wahl für lange Skitouren."
Trotz spartanischer Innenpolsterung hat Passform und Komfort des Casco Maximo überzeugt. Die Weitenregulierung funktioniert gut, die Ohrenpads sind abnehmbar. Die eingeschränkte Belüftung sorgt im Frühjahr für ein stickiges Klima im Inneren.
7. CEBE Trilogy
Unser Gesamturteil: Gut
Preis: € 150
Gewicht: 400 g (Small/Medium)
Größen: Small/Medium (53-57 cm), Medium/Large (58 bis 62 cm)
Norme: Ski, Fahrrad und Klettern
"Bei einer etwas besseren Belüftung wäre der Trilogy mein Favorit für Freeride-Unternehmungen."
Der Trilogy gefällt durch angenehmen Sitz. Innenfutter wie Ohrenschützer können entfernt werden, das coole Sonnenschild lässt sich abschrauben. Ein Clip zur Fixierung der Skibrille fehlt, dafür findet sich ein Recco-Reflektor zur Ortung in einer Lawine.
8. K2 Route
Unser Gesamturteil: Gut
"Dieser Helm fällt selbst in Small zu groß aus. Mit einer dünnen Haube erlangt er aber passablen Sitz."
Die Löcher im Route fördern die Belüftung, lassen aber nicht zu viel Wind und Kälte ins Innere. Durch das Netzmaterial sind die Ohrenschützer etwas zugig. Die Weitenregulierung und der Kinngurt funktionieren gut, seitliche Druckstellen können den Komfort schmälern.
9. CASCO Speed Gams
Unser Gesamturteil: Gut
"Das Visier schützt vor Wind und Schnee, macht den Helm jedoch sperrig beim Verstauen."
Der Speed Gams richtet sich an ambitionierte Skitourenläufer die einen gut belüfteten Kopfschutz suchen. Der nur befriedigende Sitz kann durch eine dünne Haube optimiert werden. Die hochwertigen Scheiben sind klappbar und verbessern bei schlechtem Wetter die Sicht.
10. CAMP Speed 2.0
Unser Gesamturteil: Befriedigend
"Dem geringen Gewicht steht leider eine Passform gegenüber, die meinem Kopf nicht entgegen kommt."
Der Speed 2.0 besitzt 22 Belüftungsöffnungen und eignet sich perfekt für Wettkämpfer, die auch im Aufstieg einen Helm tragen müssen. Die spartanische Ausstattung schlägt sich in mäßigem Tragekomfort nieder, die Bedienbarkeit ist aber gut. Kein Helm für große Köpfe.
11. SALEWA Vert
Unser Gesamturteil: Befriedigend
"Dieses voluminöse Teil findet im Rucksack schwer Platz, bietet im Schneesturm aber Schutz vor Kälte."
Der wuchtige Vert kommt mit abnehmbarem Innenfutter und eben solchen Ohrenpads. Die Ausstattung ist hochwertig (toller Kinnverschluß!), nicht aber die Belüftung. Die Passform ist für Frauen oder Männer mit kleineren Köpfen nicht optimal.
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