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Wie super ist der Supermond?

• 14. November 2016
von Clemens Teutsch-Zumtobel

Wetterexperte Clemens Teutsch-Zumtobel beleuchtet für uns, was am „Supermond“ wirklich dran ist und was er für die Freizeitgestaltung der heutigen Nacht bedeutet.

Supermond Tirol
Foto: mauritius images/ Ludwig Mallaun
Mondaufgang über den Ötztaler Alpen in Tirol

Der heutige Vollmond hat es dem Vernehmen nach wirklich in sich: Er soll heller strahlen als die letzten Monde und der stärkste und größte Vollmond seit mehr als 60 Jahren sein. Doch was ist wirklich dran an diesen Superlativen?


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Am Montag Abend heißt es 'gen Osten schauen – und auf klares Wetter hoffen. Der 14. November bringt nämlich ein Naturschauspiel, das viele von uns nur einmal im Leben sehen werden: einen „Super-Supermond“. Der Erdtrabant erscheint dabei so groß und hell wie zuletzt vor knapp 70 Jahren. Und das nächste Mal erst im Jahr 2034 wieder  – also rauf auf den Berg und staunen!

Menschen mit empfindlichem Schlaf blicken dem „zu erwartenden Naturschauspiels“ mit Sorge entgegen, Sportler wiederum wachseln ihre Tourenski – auch in Anbetracht der bereits sehr guten Schneelage – nochmals mit der Spezialmischung. Beide Seiten sollten über die bevorstehende „Supervollmondnacht“ Folgendes wissen:

Der Mond umrundet in etwas mehr als 27 Tagen unsere Erde und dreht sich im selben Zeitraum einmal um die eigene Achse. Das nennt man siderischen Monat. Dabei bewegt sich der Mond aber keineswegs auf einer kreisförmigen Bahn sondern einer elliptischen. Das deutet auch schon an, dass der Abstand zwischen Erde und Mond variiert, und zwar zwischen 357.000 und 407.000 km. Der Mond erscheint uns also nicht immer gleich groß. Jedoch ist der Unterschied für das menschliche Auge minimal, etwa wie der oft zitierte Vergleich zwischen 1- und 2-Euro-Münze.

Jährlicher „Supervollmond“

Der Begriff „Supervollmond“ ist erst in den letzten Jahren aufgetaucht. Er bezieht sich eben auf jene Vollmonde, die dann auftreten, wenn der Mond der Erde am nächsten steht. Berechnungen zufolge ist dieser Zustand alle 13,6 Monate erreicht – oder anders gesagt: ein Supervollmond tritt fast jedes Jahr auf. Außerdem ist der Unterschied zwischen dem Vollmond davor (zuletzt am 16. Oktober 2016) und danach (14. Dezember 2016) ebenfalls gering und nicht mit dem freien Auge wahrnehmbar.


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Bei Nacht mit Tourenski über den knirschenden Schnee zu gleiten hat einen ganz besonderen Reiz – handelt es sich dabei noch dazu um eine Vollmondnacht, wird das Unterfangen geradezu magisch. Ein filmisches Kunstwerk von Servus TV macht diesen Zauber für uns in besonderer Weise sichtbar. 50 Minuten zum Abschalten und Träumen. Für alle, die nicht nur träumen wollen, gibt es 6 Tourentipps dazu.

Was vom Hype bleibt

Carpe noctem! Wer kann (und will) sollte sich Rodel, Ski oder Schneeschuhe schnappen und die herrlichen Winterbedingungen bei eisigen Temperaturen genießen. Denn genau in den alpinen Regionen bleibt es in der Nacht auf morgen bis auf wenige Wolke klar, während sich Nebel und Hochnebel auf die Niederungen beschränken. So gesehen wird die bevorstehende Vollmondnacht mit Sicherheit super – ob sich die Schnee- und Wetterverhältnisse beim nächsten Vollmond ähnlich günstig präsentieren, weiß heute schließlich noch niemand.

 

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