Bergsportausrüstung richtig pflegen: Diese Fehler solltest du vermeiden
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von Denis Pscheidl
Inhalt
1. Bergschuhe richtig trocknen: Warum die Heizung keine gute Idee ist
2. Regenjacke richtig waschen: Warum Weichspüler und Vollwaschmittel tabu sind
3. Daunenjacke waschen und trocknen: Warum vollständiges Trocknen so wichtig ist
Fazit: Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer deiner Bergsportausrüstung
1. Bergschuhe richtig trocknen: Warum die Heizung keine gute Idee ist
So trocknest du nasse Bergschuhe richtig:
- Außen reinigen: Entferne groben Schmutz möglichst bald mit einer weichen Bürste und lauwarmem Wasser. Bei Bedarf kannst du auch das Innenfutter vorsichtig reinigen. Beachte dabei die Pflegehinweise des Herstellers.
- Einlegesohlen herausnehmen: Entferne zum Trocknen zunächst die Einlegesohlen und öffne die Schuhe weit. So könne sie auch innen besser trocknen.
- Feuchtigkeit aufnehmen: Stopfe die Schuhe locker mit saugfähigem Papier aus und wechsle es, sobald es nass ist. Achtung: Bei Schuhen mit Gore-Tex-Membran rät etwa der Hersteller Hanwag von bedrucktem Zeitungspapier ab, weil die Druckfarbe die Membran beeinträchtigen könne. Besser ist unbedrucktes Küchenpapier oder spezielle Trockensäckchen, etwa aus Zedernholz.
- Gut belüftet trocknen lassen: Stelle die Schuhe an einen trockenen, gut belüfteten und schattigen Ort. Direkte Heizungswärme und starke Sonneneinstrahlung solltest du vermeiden.
- Materialgerecht pflegen: Leder benötigt je nach Art und Ausführung eine passende Pflege, beispielsweise ein geeignetes Wachs oder Lederpflegemittel. Auch die Imprägnierung muss nach einer gründlichen Reinigung gegebenenfalls erneuert werden. Verwende dafür nur Produkte, die zum Material und zur Membran des Schuhs passen.
2. Regenjacke richtig waschen: Warum Weichspüler und Vollwaschmittel tabu sind
So wäschst du deine Regenjacke richtig:
- Pflegeetikett beachten: Prüfe vor dem Waschen immer die Herstellerangaben. Sie geben Auskunft über die zulässige Temperatur und das geeignete Waschprogramm.
- Vorbereiten: Schließe Reiß- und Klettverschlüsse und lockere gegebenenfalls die Kordelzüge. Entferne lose Verschmutzungen.
- Flüssigwaschmittel verwenden: Nutze ein geeignetes Flüssigwaschmittel und verzichte auf Weichspüler, Bleichmittel und Fleckenentferner. Pulverwaschmittel solltest du ebenfalls vermeiden, weil Rückstände zurückbleiben können. Spezielle Waschmittel für Funktionsbekleidung sind eine Option, aber nicht grundsätzlich notwendig.
- Schonend waschen: Gore-Tex empfiehlt für viele seiner Produkte eine Wäsche bei 30 bis 40 Grad mit einer kleinen Menge Flüssigwaschmittel. Ein zusätzlicher Spülgang hilft, Waschmittelreste zu entfernen. Wähle ein schonendes Programm und reduziere die Schleuderzahl, sofern das Pflegeetikett nichts anderes vorgibt.
- Richtig trocknen: Bei vielen Gore-Tex-Jacken kann eine Wärmebehandlung die wasserabweisende Imprägnierung reaktivieren. Gore-Tex empfiehlt dafür, die Jacke nach dem Waschen etwa 20 Minuten bei niedriger Temperatur in den Trockner zu geben. Das gilt allerdings nicht für alle Modelle: Bei Gore-Tex Shakedry ist die Trocknerbehandlung ausdrücklich nicht vorgesehen. Bei anderen Modellen gilt das Pflegeetikett.
- Alternative zum Trockner: Bei manchen Jacken lässt sich die Imprägnierung auch durch vorsichtiges Bügeln auf niedriger Temperatur reaktivieren. Lege dabei ein Tuch zwischen Bügeleisen und Jacke und prüfe unbedingt vorher die Herstellerangaben.
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3. Daunenjacke waschen und trocknen: Warum vollständiges Trocknen so wichtig ist
So wäschst du deine Daunenjacke richtig:
- Nur bei Bedarf waschen: Lüfte die Jacke zunächst gut aus. Eine Wäsche ist erst nötig, wenn sie verschmutzt ist oder sich Gerüche durch Lüften nicht beseitigen lassen.
- Daunenwaschmittel verwenden: Nutze ein geeignetes Waschmittel für Daunen. Auf Weichspüler, Bleichmittel und herkömmliches Vollwaschmittel solltest du verzichten.
- Pflegeetikett beachten: Prüfe, ob die Jacke maschinenwaschbar ist und welche Temperatur der Hersteller vorgibt. Viele Daunenjacken können bei 30 Grad im Schonwaschgang gewaschen werden.
- Ausreichend Platz lassen: Wasche die Jacke möglichst einzeln, damit sie sich in der Trommel frei bewegen kann. Bei stark verschmutzter Kleidung oder Waschmittelresten in der Maschine ist ein zusätzlicher Spülgang sinnvoll.
- Nasse Jacke vorsichtig behandeln: Daunen sind im nassen Zustand schwer und empfindlich. Hebe die Jacke nach dem Waschen möglichst von unten an und vermeide es, sie an einer Ecke hochzuziehen.
Daunenjacke trocknen: Warum mehrere Trocknerdurchgänge nötig sein können
So trocknest du deine Daunenjacke richtig:
- Pflegeetikett prüfen: Nicht jede Daunenjacke verträgt dieselbe Trocknertemperatur. Orientiere dich unbedingt an den Herstellerangaben. Eine pauschale Temperaturspanne von 40 bis 60 Grad ist nicht für jedes Modell geeignet.
- Tennisbälle verwenden: Gib zwei bis drei saubere Trockner- oder Tennisbälle mit in die Trommel. Sie helfen, die Daunen während des Trocknens aufzulockern. Beachte aber wie immer die Pflegeanleitung des Herstellers.
- Schonend und in mehreren Durchgängen trocknen: Wähle eine niedrige Temperatur, sofern der Hersteller das Trocknen im Trockner erlaubt. Je nach Jacke können mehrere Durchgänge notwendig sein.
- Regelmäßig aufschütteln: Nimm die Jacke zwischendurch aus dem Trockner und schüttle sie kräftig auf. So verteilen sich die Daunen wieder gleichmäßiger.
- Klumpen vorsichtig lösen: Taste die einzelnen Kammern ab. Wenn sich noch Daunenklumpen gebildet haben, kannst du sie vorsichtig mit den Fingern auseinanderziehen.
- Vollständig trocknen lassen: Wiederhole den Vorgang, bis die Daunen gleichmäßig verteilt und vollständig trocken sind. Verstaue die Jacke erst dann wieder im Schrank oder Rucksack.
Fazit: Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer deiner Bergsportausrüstung
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