Netzrücken oder Kontaktrücken: Welches Rückensystem passt zu deinem Rucksack?
Foto: Sebastian doerk
Inhalt
1. Netzrücken: Weniger Schweiß durch mehr Luft
2. Kontaktrücken: Das Gewicht nah am Körper
Netzrücken oder Kontaktrücken: Welcher Rucksack passt zu mir?
Worauf sollte ich beim Rucksackkauf achten?
1. Netzrücken
2. Kontaktrücken
1. Netzrücken: Weniger Schweiß durch mehr Luft
Die Vorteile eines Netzrückens
- Gute Belüftung: Zwischen Rücken und Rucksack kann Luft zirkulieren. Man Schwitzt weniger.
- Weniger direkter Kontakt: Der Rucksack liegt nicht großflächig am verschwitzten Rücken an.
- Höherer Tragekomfort: Besonders bei hohen Temperaturen können Netzrücken ein großer Komfortgewinn sein.
- Weniger Wasserverlust: Wer weniger schwitzt muss auch weniger trinken.
Der Nachteil: Das Gewicht liegt weiter vom Körper entfernt
2. Kontaktrücken: Das Gewicht nah am Körper
Die Vorteile eines Kontaktrückens
- Körpernaher Schwerpunkt: Das Gewicht liegt näher am Rücken.
- Hohe Kontrolle: Der Rucksack folgt den Bewegungen des Körpers besser.
- Stabiler Sitz: Besonders bei dynamischen Bewegungen ein Vorteil.
- Geeignet für höhere Lasten: Ein körpernahes Tragesystem kann bei schwererem Gepäck Vorteile bieten.
- luftdurchlässige Mesh-Materialien
- Belüftungskanäle
- speziell geformte Rückenpolster
- atmungsaktive Polsterungen
Netzrücken oder Kontaktrücken: Welcher Rucksack passt zu mir?
Ein Netzrücken eignet sich besonders für:
- leichte bis mittelschwere Tageswanderungen
- Touren bei hohen Temperaturen
- sommerliche Hüttentouren
- alle, die schnell am Rücken schwitzen
- Menschen, die Wert auf maximalen Komfort legen
Ein Kontaktrücken eignet sich besonders für:
- technischere Tagestouren
- Situationen, in denen ein besonders stabiler Sitz wichtig ist (z.B. Klettern, Trailrunning, Skifahren)
- kalte Bedingungen und Wintertouren (z.B. Skitouren, Skifahren, Schneeschuhwandern und Hochtouren)
Worauf sollte ich beim Rucksackkauf achten?
- Sitzt der Rucksack stabil am Rücken?
- Drückt irgendwo etwas?
- Kannst du Kopf und Schultern frei bewegen?
- Liegt der Hüftgurt angenehm auf?
- Bleibt der Rucksack auch bei Bewegung an seinem Platz?
- Ist die Belüftung für deinen persönlichen Einsatz ausreichend?

Alpinwissen
Wanderrucksack richtig einstellen: So sitzen Hüftgurt und Schultergurte perfekt
Ein nicht gut sitzender Rucksack kostet Kraft und verursacht Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken. Hier erfährst du, wie du das Tragesystem für Wanderungen optimal einstellst, damit du Schmerzen vermeidest. Und warum du schon beim Kauf auf die passende Rückenlänge achten solltest.
Zum Autor

