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Kurzfilm

Jacopo Larcher klettert die wohl schwierigste Trad-Route der Welt

• 9. August 2019
1 Min. Lesezeit
von Robert Maruna

Nach über sechs Jahren Odyssee hat North-Face-Athlet Jacopo Larcher im Fels von Cardarese (ITA) seinen Weg nach oben gefunden. Mit der Erstbegehung der wohl schwersten Trad-Route der Welt: Tribe. 

Jacopo Larcher während seiner Erstbegehung der Trad-Route „Tribe“
Foto: North Face
Jacopo Larcher während seiner Erstbegehung der Trad-Route „Tribe“
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Jacopo Larcher

Einst zählte Jacopo Larcher zu den besten Boulderern der Welt und ähnlich wie Kevin Jorgeson, der gemeinsam mit Tommy Caldwell letztes Jahr in der amerikanischen Dawn Wall seine Obsession gefunden hat, war es für den gebürtigen Südtiroler Larcher der Fels von Cardarese, der ihn vom Weltcup- und Plastikkletterer zum Trad-Climber und Alpinisten werden ließ.

Voll fokussiert: Zug um Zug der Route „Tribe“ hat der Südtiroler Larcher einstudiert
Foto: North Face
Voll fokussiert: Zug um Zug der Route „Tribe“ hat der Südtiroler Larcher einstudiert

Die Route „Tribe“

2014 begibt sich Larcher zum ersten Mal in die norditalienischen Wäldern von Cardarese und findet eine Route im traditionellen Stil, die er als nicht kletterbar, aber nicht unmöglich empfand. Im März 2019 klettert Jacopo zum Top, um anschließend sprachlos ins Seil zu fallen. Sechs Jahre harte Arbeit ziehen vor seinem geistigen Auge vorbei: „Ich wollte letztlich einfach bloß wissen, ob ich es kann oder nicht.“ Und ohne die Unterstützung sowie den Rückhalt der lokalen Community, so Jacopo, wäre es nicht möglich gewesen die Route zu punkten.

„Ich wollte letztlich einfach bloß wissen, ob ich es kann oder nicht.“
Foto: North Face
„Ich wollte letztlich einfach bloß wissen, ob ich es kann oder nicht.“

Deshalb der Name Tribe, und deshalb auch keine Schwierigkeitsbewertung. Aber in Anbetracht der Anzahl von 8c/8c+-Trad-Routen, die bereits auf das Konto des sympathischen Italieners gehen und die er in Windeseile bezwingen konnte, dürfte „Tribe“ wohl doch noch um ein Stück schwerer sein.

"Es ist eine atemberaubende Route, eine Route nach der ich seit vielen Jahren gesucht hatte, ohne es zu wissen. Ich werde oft nach einer Bewertung gefragt, für mich ist Klettern aber viel mehr als nur Schwierigkeitsgrade. Diese Route ist das perfekte Beispiel – sie wäre ohne meine Mitkletterer in Cadarese nicht möglich gewesen. Sie sind Teil meiner Reise."

Der Film

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„Rise“ zeigt nicht bloß die Erstbegehung der gleinamigen Route, der Film bietet auf berührende und fesselnde Art Einblick in Larchers Entwicklung: Vom Weltklasse-Boulderer hin zum Erlernen der Grundlagen mobiler Sicherungstechniken in alpinen Wänden und letztlich zu einem der vielseitigsten und versiertesten Trad-Kletterer dieses Planeten.

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