Bleibt die Frage: Warum erfinden Bergsteigerinnen und Bergsteiger Gipfelbesteigungen? „Es ist ein unglaublicher Druck: Sponsoren, Fans, die Allgemeinheit. Dem auszuweichen kann schwierig sein“, erklärt der Südtiroler Bergsteiger Simon Messner mögliche Motive. Vor allem Menschen, die vom Bergsteigen leben, seien einer enormen Erwartungshaltung ausgesetzt – und würden mitunter immer schwierigere Routen und Gipfel ausprobieren, um ihren Nimbus zu halten. Scheitern verkaufe sich eben schlechter als der Triumph.
Was rät der erfahrene Alpinist jungen Bergsteigerinnen und Bergsteigern? „Macht es für euch, dann muss man gar nicht lügen. Sonst belügt man sich ja selbst. Dreht um, wenn es zu schwierig ist. Das ist immer noch das, wo man am meisten lernt“, sagt Messner.