Pfullinger Sagenweg
- Pfullinger Sagenweg: Malerische Ausblicke über PfullingenFoto: Markus Meier / bergwelten.comMystische Holzschnitzerei auf dem Pfullinger SagenwegFoto: Markus Meier / bergwelten.comHolzfigur auf dem Pfullinger SagenwegFoto: Markus Meier / bergwelten.comDie Holzlegende aus dem Wald am Pfullinger SagenwegFoto: Markus Meier / bergwelten.com

Eine Tour von
Beschreibung
Bei dieser leichten, kinderfreundlichen Wanderung auf der Schwäbischen Alb steht der abwechslungsreiche Pfullinger Sagenweg auf dem Programm. Die familienfreundliche Themenrunde startet am Wanderparkplatz beim Technikgebäude des Ursulabergtunnels in Pfullingen (426 m) in Baden-Württemberg, wo die Tour nach der Schleife durch den Ort auch wieder endet. Unterwegs führen schattige Wald- und Wiesenwege vorbei an insgesamt zehn liebevoll gestalteten Stationen – von der Schillerlinde über das Gesicht der Urschel bis hin zum Remmselestein und der Bismarckeiche. Vor dem finalen Abstieg in die Stadt bietet das Waldcafé eine schöne Möglichkeit zur Einkehr, bevor der Weg entlang alter Sagenmotive gemütlich auslingt.
Beste Jahreszeit
Einkehrmöglichkeit
Familientour
Mit Öffis erreichbar
Rundtour
Bergwelten Tipp
Halte unterwegs Ausschau nach den geschnitzten Holzfiguren der Pfullinger Sagengestalten und belohne dich vor dem Abstieg in den Ort mit einer gemütlichen Kaffeepause auf der Sonnenterrasse des Waldcafés.
Wegbeschreibung
Wegbeschreibung
Am Parkplatz beim Technikgebäude des Ursulabergtunnels in Pfullingen (426 m) beginnt der Pfullinger Sagenweg. Er ist mit dem Sagenwegsymbol „Remmsele“ markiert. Vom Parkplatz folgen wir dem breiten Weg hinauf zur Schillerlinde, der ersten Station des Sagenweges. Neben der Linde befindet sich ein alter Markstein mit einem eingemeißelten Hirtenstab. Im 14. Jahrhundert gehörte Pfullingen zum Kloster Salem am Bodensee. Der Markstein weist auf die Zugehörigkeit hin. Von der Schillerlinde führt der Weg in südlicher Richtung weiter. Wir kommen an einem Parkplatz vorbei und gelangen zur zweiten Station des Sagenweges, dem Gesicht der Urschel. Die Urschel ist eine der bekanntesten Pfullinger Sagenfiguren. Sie steht für eine gütige Frau, die Wanderer und Bauersleute auf ihren Wegen durch die Pfullinger Gemarkung begleitet.
Wir folgen nun dem Weg in den Wald zur dritten Station, dem Pelzmichel. Er soll hier in der Nähe des Urselberges hausen. Es ist die Pfullinger Version des Knecht Ruprechts. Wir wandern weiter zu dem Waldmännle, das ebenfalls am Urselberg wohnt und eine Art Waldpolizist ist. Nun wird es gruselig: Die fünfte Station handelt vom Knecht Haule, der auf seinem Schimmel durch die Pfullinger Wiesen und Wälder reitet und seinen Kopf unter dem Arm trägt. Station sechs handelt wieder von der Urschel, wir kommen nämlich zur Urschelbank, einer liegenden Version der Pfullinger Sagenfigur. Viele Pfullinger sehen in der Form des Urselberges ebenfalls eine liegende Urschel, die auf die Stadt hinunter schaut. Das südlichste Eck des Sagenweges markiert der Schlafende Graf. Die Sage erzählt von einem Graf, der auf einer Jagd die Nacht im dunklen Wald verbringen musste. Er legte sich auf eine mit Moos bedeckte Stelle. Am nächsten Morgen erzählte er, dass er wie auf einem Pfulben (Kopfkissen) geschlafen hat. Seitdem gehört das Pfulbenkissen zum Stadtwappen von Pfullingen. Es ist gleichzeitig eines der ältesten Wappen Württembergs. Erstmalig erschien es im Jahre 1501. Nun wandern wir wieder in Richtung Pfullingen und erreichen den Remmselestein. Hier wurden einst der Urschel Remmsele geopfert. Ein Remmsele ist ein runder Hosenknopf mit fünf Löchern. Deshalb ist der Sagenweg mit diesem Symbol markiert. Wir gehen weiter zu den Nachtfräulein der Urschel, die unter ihrem Schutz stehen.
Bevor wir hinunter nach Pfullingen wandern, können wir uns noch eine Einkehr im Waldcafé gönnen. Nach der verdienten Rast steigen wir hinunter zu den Häusern von Pfullingen und erreichen die Bismarckeiche, die zum 100. Geburtstag (1915) von Otto von Bismarck von der Stadt Pfullingen gepflanzt wurde. Wir spazieren weiter zum Haus-Nr. 2 in der Wilhelm-Blos-Straße. Am Haus erkennen wir ein Gemälde. Hier ist die Erlösung der Urschel dargestellt, die nach einer Sage im Inneren des Urselberges verschwand. Der Auserwählte muss zuerst in den Urselberg gelangen und anschließend drei Mutproben absolvieren. Erst danach kann die Urschel erlöst werden.
Anfahrt und Parken
Anfahrt und Parken
Von Norden / Westen (z. B. Stuttgart / Tübingen / A8): Über die B27 / B28 nach Reutlingen und auf der B312 weiter Richtung Pfullingen / Lichtenstein. In Pfullingen folgst du der B312 (Ortsdurchfahrt bzw. Umgehung).
Biege vor dem Ursulabergtunnel in Richtung Pfullingen Süd / Ursulaberg ab und folge der Beschilderung Richtung Technikgebäude Ursulabergtunnel / Pfullinger Sagenweg (Straße Vor dem Urselberg).
Parkplatz
Wanderparkplatz am Technikgebäude Ursulabergtunnel / Parkplatz Sagenweg
Öffentliche Verkehrsmittel
Zug: Fahre mit der Bahn (z. B. MEX oder IRE) bis zum Hauptbahnhof Reutlingen.
Bus: Vom Hauptbahnhof/ZOB Reutlingen nimmst du die Stadtbuslinie 2, 11 oder 12 (RSWE / Naldo) Richtung Pfullingen.
Ausstieg: Steige an der Haltestelle Pfullingen Laiblinstraße, Pfullingen Sandgrube oder Pfullingen Süd aus.
Fußweg zum Startpunkt: Von der Hauptstraße folgst du den Wegweisern in Richtung Ursulaberg / Pfullinger Sagenweg bergan über die Straßen In den Urschelpark bzw. Vor dem Urselberg zum Technikgebäude am Nordportal des Ursulabergtunnels (ca. 10–15 Minuten Fußweg).
Fahrplan & Auskunft: Fahrplanauskunft findest Du unter Naldo oder eFA BW.
Sicherheitshinweis
All unsere Tourenbeschreibungen werden von Expertinnen und Experten überprüft. Trotzdem bist du selbst dafür verantwortlich, dich vor jeder Tour über die aktuellen Bedingungen zu informieren. Beachte die
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