15.800 Touren,  1.600 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Anzeige

SHR im Winter: Westfalenhaus - Winnbachseehütte 4. Etappe, Sellrainer Hüttenrunde

Anzeige

Tourdaten

Anspruch
WT2 mäßig
Dauer
3:00 h
Länge
5,8 km
Aufstieg
514 hm
Abstieg
424 hm
Max. Höhe
2.777 m

Details

Beste Jahreszeit: Februar bis April
  • Rundtour
Anzeige
there
Bergwelten Bergschule | Mein erster 3.000er

Dein erster 3.000er ruft! Im Online-Kurs lernst du alles, was du für die Hochtour wissen musst.

  • 9 Module
  • Umfangreiche Videos und E-Books
  • Live-Sessions
Jetzt starten

Mittelschwere Schneeschuhtour vom Westfalenhaus zur Winnebachseehütte (2.381 m). Aussichtsreiche Überschreitung des hochalpinen Winnebachjochs, hinunter zu den breiten Böden rund um den Winnebachsee. Der Sommerweg verläuft durch eine steile Felwand und ist mit Triebschnee gefüllt, sodass man oft gezwungen ist, einen Alternativen Zustiegsweg zu finden. Insgesamt jedoch eine fordernde, aber lohnende Schneeschuhtour mit Ausblick auf den Seeblaskogel und die umliegenden Gipfel der Stubaier Alpen in Tirol.

Überschreitung des hochalpinen Winnebachjochs, hinunter zu den breiten Böden rund um den Winnebachsee.
Ein Sonnenaufgang über dem Lüsener Fernerkogel. Der Seeblaskogel in schöner Morgensonne. Was für Tag!!

Der Tag begrüßt uns mit klarem Himmel und einer total verschneiten Landschaft. Dies wird ein harter aber auch sehr schöner Tourentag. Ein Frühstückbuffet das keine Wünsche offen lässt. Um 8:00 Uhr waren wir fertig zum Abmarsch. Der erste Aufstieg gegen die Münsterhöhe gab einen kleinen Vorgeschmack, was uns bis hinauf zum Winnebachjoch erwarten wird. Trotz dem Versuch die Triebschneefelder zu meiden, stehen wir oft bis zum Ansatz der Beine im Schnee. Alle Erfahrung ist notwendig um nicht zu viel Kraft für das Spuren zu verbrauchen. Wir wechseln uns beim Spuren ab. Die sonnenbeschienene Südflanke der Grubenwand gilt es zu meiden, denn mit der Sonne wächst die Gefahr, dass sich Schneebretter lösen. Auf der anderen Seite ist die Nordflanke vom "Am Zoachen", in die keine Sonne einfällt, aber nach dem Neuschnee sieht sie nicht geheuer aus. Wir versuchen soweit als möglich in der Mitte des Tales zu bleiben und queren je nach Flankensteilheit von der einen zur anderen Seite. Langsam geht es Richtung Winnebachjoch unserem höchsten Punkt mit 2788 m.

Vor dem Joch müssen wir erkennen, dass die rechte steile Felswand in der der Sommerweg verläuft, voll mit Triebschnee gefüllt ist. Das Risiko total einzusinken ist uns zu hoch. Wir entschließen uns eine schöne Schneerinne mit 35 - 40 Grad rechts Richtung Winnebacher Weißkogel aufzusteigen. Dies ging leichter als gedacht und so konnten wir von oben auf das Joch absteigen. Nach einer verdienten Rast ging es langsam abwärts Richtung Winnebachseehütte. Kein Mensch, außer unserer Gruppe in dem weiten Talkessel unterwegs und die Sonne begleitete uns und die schneebedeckten Bergflanken funkelten.

Vorbei am Winnebacherferner, der sich nach Süden hinaufzieht bis zum Gipfel des Westlichen Seeblaskog. Langsam änderten wir die Richtung nach Süden und von Zeit zu Zeit waren in den Flanken vom Zwiselbacher Weißkogl und dem Letschhorn Lawinenabgänge in einer Breite vom 30 - 40 Meter zu beobachten. Im Winnebachkar konnten wir von weitem schon unser Ziel die Winnebachseehütte erkennen.

Michael, der Hüttenwirt, freute sich uns zu sehen, denn er wusste, dass wir die ersten waren nach dem Wettereinbruch, die die Überschreitung gewagt hatten.

Weg hinaus Richtung Münsterhöhe und durch das Ochsenkar über Schrundstufen hinauf zum Winnebachjoch.

Nach Möglichkeit in der Talmitte gehen um die Gefahr von Schneebrettern zu verringern. Vor dem Winnebachjoch rechts die Flanke zum Winnebacher Weißkogl ansteigen. Nach dem Winnebachjoch gibt das weite Tal den Weg vor. Durch das Winnebachkar hinunter zur Winnebachseehütte.

Bergwelten entdecken